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NBA

NBA: Der Porzingis-Dinwiddie-Deal zwischen den Dallas Mavericks und Washington Wizards aus drei Perspektiven

Von Ruben Martin
Kristaps Porzingis wurde von den Dallas Mavericks zu den Washington Wizards getradet.
© getty

Der Trade aus der Sicht von Kristaps Porzingis

Für Porzingis bedeutet der Trade einen Tapetenwechsel und die Chance, mit seinem neuen Co-Star Beal eine bessere Verbindung aufzubauen, als zwischen ihm und Doncic immer wieder berichtet wurde. Auf spielerischer Ebene muss Porzingis dafür in erster Linie seine verbesserte Defense beibehalten sowie seinen Distanzwurf wiederfinden. Seine Quote von 28,3 Prozent in 34 Spielen dieser Saison ist mit Abstand die schlechteste seiner Karriere, nur als gefährlicher Schütze kann er das Feld für seine Mannschaftskollegen breit machen.

Eines seiner Grundprobleme wird vermutlich nicht beim Umzug nach Washington verschwinden: Besonders in den Playoffs hat er gezeigt, dass er gegen kleine Lineups große Probleme in der Defensive bekommen kann. Dazu spielt er physisch nicht dominant genug, um kleinere Gegner im Gegenzug konstant in der Offensive zu bestrafen. Mit Bryant und Gafford haben die Wizards jedoch auch zwei Center im Roster, die neben Porzingis auflaufen könnten und ihm dort defensiv einige Verantwortungen nehmen könnten.

Porzingis kann den Rest der laufenden Saison nutzen, um ohne Druck einen guten Start in Washington hinzulegen, seine Statistiken könnten schnell besser aussehen als zuletzt in Dallas. Der Trainerstab kann ausprobieren, in welchen Rollen und mit welchen Mitspielern er am besten funktioniert.

Kristaps Porzingis: Kommt er in einen Rebuild?

Falls Beal zur nächsten Saison nach Washington zurückkehrt, wird es jedoch wieder gewisse Erwartungshaltungen geben an die Wizards. Und falls dies nicht der Fall ist, gerät KP wohl in einen vollen Rebuild. Porzingis ist erst 26 Jahre alt, falls in Washington um ihn, Beal und einige junge Spieler ein Kern zusammenwächst, könnte eine Verlängerung bei den Wizards sinnvoll für beide Seiten sein.

Die große Frage wird aber sein, wie es um Porzingis' Gesundheit bestellt ist. Wussten die Mavs womöglich mehr? Offiziell wurde der Lette zuletzt mit Fußschmerzen im Injury Report gelistet, das kann so ziemlich alles bedeuten. Wird Porzingis jemals eine volle Saison bestreiten können? Dieser merkwürdige Trade, in welchem Dallas noch draufzahlte, lässt viel Raum für Spekulationen.

Oder war das Verhältnis zu Luka Doncic so gestört, dass eine Trennung unvermeidbar war? All diese Fragen werden wir erst in den kommenden Wochen, Monaten oder vielleicht sogar Jahren beantworten können. Beim Blick auf das große Ganze bleibt die Porzingis-Zeit in Dallas eine große Enttäuschung und damit auch ein Debakel für Dallas beim Versuch, ein Championship-Team um Doncic aufzubauen. Die Ressourcen, die 2018 in diesen Trade gesteckt wurden, werden sie nie wieder erhalten.

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