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NBA - Andrew Wiggins ist All-Star: Wie ein K-Pop-Star und eine Rolle dem früheren Top-Pick halfen

Andrew Wiggins wurde erstmals zum All-Star gewählt

Andrew Wiggins: In der Thompson-Rolle - auch mit Thompson

Der Trade nach Golden State war das Beste, was dem 26-Jährigen passieren konnte. Hier war er nicht der Jung-Star mit dem dicken Vertrag, hier wurde er zu einem von vielen, ein überqualifizierter Rollenspieler, der Unterstützung für Stars wie Curry oder Green liefert. Wiggins übernahm im Prinzip die Rolle von Klay Thompson, als dieser fehlte.

In der Defense verteidigte der Kanadier die besten Flügelspieler des Gegners, vorne integrierte er sich mühelos in das komplizierte Warriors-System mit viel Bewegung, Cuts und Blöcken. Durch die schiere Präsenz von Curry wurden die Abschlüsse leichter, entsprechend zog auch die Effizienz an, wie es sich in dieser Tabelle anschaulich beweisen lässt.

Andrew Wiggins: Shooting Spilts in Golden State und Minnesota

TeamSpieleMIN3P%TS%
Wolves44235,833,252,1
Warriors12932,738,957,0

In Minnesota nahm Wiggins noch mehr Pullups, bei den Warriors sind es vermehrt Spotups, also Catch-and-Shoot-Situationen. Pro Partie bekommt der Forward nun gut zwei völlig offene Dreier, diese trifft er mit einer Genauigkeit von über 50 Prozent, vornehmlich vom linken Flügel.

"Hier ist es anders, es ist organisierter", sagte Wiggins bereits in der Vorsaison über seine neue Situation in der Bay Area. "Du weißt, was du Spiel für Spiel liefern musst. Du kennst die Rotationen, du weißt, wie viele Minuten du spielen wirst." Wiggins ist dabei ein gutes Beispiel, wie sehr viele Spieler abhängig davon sind, in welchem System oder welche Rolle sie bei ihrem Team spielen.

Wiggins: Der X-Faktor für einen weiteren Warriors-Run?

Wiggins hat seinen Platz gefunden, er wird - auch nach der Rückkehr von Klay - weiter den besten Perimeterspieler des Gegners übernehmen, auch weil Thompson dies nach zweieinhalb Jahren Zwangspause nicht mehr wie in den Dynastie-Jahren leisten kann. Über Jahre hatten die Warriors Probleme auf dem Flügel, selbst in den Hochzeiten war hinter Kevin Durant und Andre Iguodala vieles Brachland. Wiggins ist tatsächlich seit Harrison Barnes die beste Option.

Hinzu kommt, dass Wiggins an der Seite von Curry und Co. meist nicht mehr von den besten Verteidigern des Gegners gedeckt wird. Das Nets-Spiel soll hier als Beispiel dienen: Brooklyn versuchte, Kyrie Irving bei Wiggins zu verstecken und wurde dafür bestraft, alleine im ersten Viertel erzielte der Kanadier 14 Punkte.

Es gibt sicher bessere Strategien als die der Nets, aber durch die Rückkehr von Thompson hat Kerr noch mehr Optionen. Niemand möchte die Splash Brothers frei stehen lassen, das öffnet Räume für die restlichen drei Spieler auf dem Court, insbesondere für Wiggins. Doch kann er offensiv wirklich konstant liefern? So ganz sicher kann man sich da nicht sein. In den beiden Play-In-Spielen im Vorjahr knackte Wiggins zwar jeweils 20 Zähler, traf aber auch nur zwei seiner neun Triples.

Was aber auch für den Kanadier spricht: Wiggins ist unkaputtbar, von 135 möglichen Spielen absolvierte er 129, wobei er zweimal geschont wurde und diesen Dezember vier Partien in den Health and Safety Protocols der NBA verbrachte - trotz Impfung.

Ja, Impfung - das war das große Thema in Golden State vor der Saison. Wiggins weigerte sich lange, es drohte eine Kyrie-ähnliche Situation, bevor der Kanadier dem Druck doch nachgab. So sehr es ihm persönlich widerstrebte, so sehr half es ihm sportlich. Denn wenn er keine Impfung akzeptiert hätte, wäre er wohl auch kein All-Star. Auch der Support aus dem K-Pop-Lager hätte da nicht genügt.

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