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NBA

NBA Rookie Watch II: Eher Chris Paul als Luka Doncic - Wie Cade Cunningham das Spiel auf seine Weise dominiert

Franz Wagner zaubert in Orlando eine starke Rookie-Saison aufs Parkett.

Platz 7: ALPEREN SENGÜN (Houston Rockets), C, 16. Pick

Letztes Ranking: 8

/SpieleMinutenPunkteFG%3P%ReboundsAssistsSteals
Saison2218,08,648,837,04,52,61,1
seit 04.11.1517,08,751,842,14,62,90,6

So leid es uns für Daniel Theis tut, doch Sengün braucht die Spielzeit und es ist zeitweise ein Genuss, dem jungen Rockets-Center zuzusehen. Der Türke hat ein grandioses Verständnis für das Spiel, sein Playmaking auf der Fünf ist schon jetzt weit über dem Ligaschnitt.

Es vergeht kaum ein Spiel, in dem nicht einer seiner Pässe viral geht, netterweise wurden hier mal die besten 15 Dimes zusammengeschnitten. Nur logisch, dass Rockets-Fans sich mehr und mehr Minuten für Sengün wünschen. Bisher wählt Coach Stephen Silas aber die konservative Variante und es lässt sich erahnen, wieso dem so ist. Bei allem Hype ist Sengün eine Foulmaschine, sechs Vergehen pro 36 Minuten gehören zur "obersten" Kategorie in der NBA.

Und trotzdem: Sengün an 16 zu picken, wirkt für den Moment wie ein Steal und ist mal wieder ein Beispiel dafür, dass NBA-Teams weiterhin noch nicht völlig sicher sind, wenn Teenager in Europa groß aufspielen. MVP in einer großen europäischen Liga wird man nicht im Vorbeigehen.

Platz 6: CHRIS DUARTE (Indiana Pacers), G, 13. Pick

Letztes Ranking: 4

/SpieleMinutenPunkteFG%3P%ReboundsAssistsSteals
Saison2429,613,141,934,64,12,01,1
seit 04.11.1526,510,940,528,43,81,81,1

Mit Ausnahme von T.J. Warren sind die Pacers endlich komplett, für Duarte heißt dies, dass er nur noch von der Bank kommt. Trotzdem bleibt der 24-Jährige wertvoll, weil er wichtiges Shooting liefern kann. Die Quoten sind zwar etwas gesunken, doch Coach Rick Carlisle schenkt Duarte weiter das Vertrauen und setzt auch meist in der Crunchtime auf den Guard.

Erstaunlich ist auch, dass Duarte spät nicht nur auf dem Feld steht, sondern auch den Ball bekommt. 3,3 Wurfversuche im Schlussabschnitt sind nach Malcolm Brogdon und Caris LeVert Platz drei bei den Pacers, gegen die Lakers versenkte der Guard den Dreier zur Verlängerung, im Heimspiel gegen die Hawks verteidigte Duarte im letzten Ballbesitz gegen Trae Young erfolgreich.

Diese Flexibilität weiß Carlisle zu schätzen. Duarte hat zwar keine elitären Skills, kann aber von allem ein bisschen was. Er kann werfen, er kann ein Pick'n'Roll laufen und er kann solide verteidigen. Die Pacers wollen ihr Team in den kommenden Monaten aufbrechen, Duarte soll hingegen nicht zur Disposition stehen.

Platz 5: JOSH GIDDEY (Oklahoma City Thunder), G/F, 6. Pick

Letztes Ranking: 5

/SpieleMinutenPunkteFG%3P%ReboundsAssistsSteals
Saison2129,410,440,325,46,85,81,0
seit 04.11.1429,510,038,423,17,45,70,8

"Er sieht einfach alles", befand Shai Gilgeous-Alexander kürzlich zu Giddey und man möchte ihm nicht widersprechen. Der Australier ist einer der spektakulärsten Passgeber der NBA und zu seiner Übersicht kommt die Gabe, die Zuspiele punktgenau für seine Mitspieler zu servieren. Manchmal realisieren selbst die Kollegen noch nicht, dass Giddey sie auch aus unmöglichsten Positionen finden kann.

OKC-Coach Mark Daigneault verglich Giddey mit dem legendären Quarterback Brett Favre, der ebenfalls dazu neigte, zwischen Genie und Wahnsinn zu pendeln. So ist es auch mit dem 19-Jährigen, dem natürlich noch nicht alles gelingt (3,2 TO). Manche seiner Pässe aus dem Handgelenk über das halbe Feld sind wie Peitschenhiebe, nur die wenigsten Spieler denken überhaupt wie der OKC-Rookie.

Dabei hilft natürlich auch die Größe. Spielmacher sind selten 2,06 Meter groß, das macht Giddey umso spannender. Der Wurf wackelt zwar noch gewaltig, doch Giddey fiel zuletzt häufiger damit auf, dass er auch furchtlos zum Korb zieht und dort nicht gegen schwere Center zurücksteckt.

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