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Fussball

WM 2022 - Felix Kroos im Interview: "Ich habe das Gefühl, dass hier der Fußball instrumentalisiert und verraten wird"

"Einfach mal Luppen" goes WM! Ex-Weltmeister Toni Kroos und sein Bruder Felix werden bei MagentaTV live die Halbfinalspiele und das Finale kommentieren. Im großen Interview mit SPOX und GOAL spricht Felix Kroos über die Erfolgsgeschichte des Podcasts und verrät, was er FIFA-Präsident Gianni Infantino fragen würde.

Außerdem erklärt der 31-Jährige, wie er generell zur WM in Katar steht, wie er die Diskussionen um die One-Love-Binde bewertet und warum der Fußball aufpassen muss.

Es geht außerdem um mündige Fußballer, den schwierigen Übergang nach der aktiven Karriere, um mentale Gesundheit und um das Leistungsvermögen der deutschen Nationalmannschaft.

Felix Kroos über die Dallas Mavericks und den WM-Boykott

Herr Kroos, schauen Sie aktuell mehr WM oder mehr NBA?

Felix Kroos: (lacht) Das ist eine gute Frage. Tatsächlich schaue ich mehr WM, aber nicht, weil ich diese WM so großartig finden würde, sondern weil es schlaftechnisch besser in meinen Rhythmus passt. Meine Tochter hat nicht gerade Schlaf als Hobby, ich packe die NBA gerade nachts nicht und muss mich mit Zusammenfassungen oder SPOX-Berichten zufriedengeben. Aber wenn ich an die Mavs denke, verpasse ich da gerade auch nicht viel Gutes. Das ist einigermaßen ernüchternd bis jetzt in dieser Saison, das Team ist schlechter geworden im Vergleich zum letzten Jahr und Luka Doncic kann es leider nicht alles alleine richten.

Es gibt doch einige Menschen, die die WM boykottieren, Sie haben jetzt schon verraten, dass Sie schauen. Warum?

Kroos: Ich kann grundsätzlich beide Seiten verstehen. Ich kann verstehen, wenn jemand die WM boykottiert. Und ich kann die verstehen, die sie schauen. Es gibt für beides gute Argumente. Bei mir hat im Endeffekt das Herz entschieden. Fußball ist mein Sport. Meine Leidenschaft. Meine Liebe. Dafür habe ich so viele Jahre so viel geopfert. Ich habe es nicht ansatzweise zu einer WM geschafft, aber für mich war das als kleiner Junge natürlich auch ein Traum. Ich sehe es einfach in erster Linie aus Sportler-Sicht. Und da sehe ich ein besonderes Event, bei dem die Besten der Besten zusammenkommen und um den größten Titel kämpfen, den es gibt. Das will ich nicht verpassen. Gleichzeitig kann ich wie gesagt jeden verstehen, der sagt, dass er die WM aus moralischen Gründen nicht schauen will.

Wer die TV-Quoten sieht, der stellt ja schon fest, dass es vielleicht doch ein paar mehr Menschen sind, die keine Lust auf die WM haben, als das viele gedacht haben im Vorfeld.

Kroos: Absolut. Ich finde zwar, dass es immer noch hohe Zahlen sind, aber klar, viele haben sich dagegen entschieden. Ich finde es vor allem schade, dass wir es grundsätzlich als Gesellschaft verlernt haben, zwei verschiedene Meinungen und Perspektiven zu akzeptieren. Die Leute, die die WM schauen wollen, sind ja keine schlechten Menschen. Gleichzeitig ist es genauso unangebracht, diejenigen zu beschimpfen, die für den Boykott sind. Wir können uns doch alle darauf einigen, dass es bei den großen Themen wie Menschenrechte, Ausgrenzung oder Korruption keine zwei Meinungen gibt. Da kann es auch keine zwei Meinungen geben. Ich lasse mir aber von irgendwelchen Pfeifen bei der FIFA, die einen großen Mist verzapfen, meinen Sport nicht nehmen und kaputt machen.

Sie sind nicht nur Zuschauer bei dieser WM, sie werden auch mit Bruder Toni Ihren Erfolgspodcast "Einfach mal Luppen" bei MagentaTV zur WM bringen. Haben Toni und Sie diskutiert, ob das bei dieser WM so eine gute Idee ist?

Kroos: Wir haben uns im Vorfeld natürlich viele Gedanken gemacht, wir sind uns der Situation sehr bewusst. Aber auch da gilt: Wir machen das aus Begeisterung für den Fußball heraus. Wir haben total Spaß an unserem Podcast und haben jetzt die Chance, auf innovative Art und Weise auch bei der WM dabei zu sein. Das soll jetzt nicht die große Ernsthaftigkeit haben, wir wollen das eher so machen wie jeder, der zuhause in der Jogginghose auf der Couch liegt und über Fußball diskutiert. Es geht uns um Unterhaltung, um eine schöne Atmosphäre, ohne die wichtigen Themen dabei zu vergessen.

Felix Kroos: Infantino? "Da kannst du dich nur verraten fühlen"

Wenn Sie daran denken, was in den vergangenen Wochen alles los war, wir nehmen mal die abstruse PK von Gianni Infantino oder die ewigen Diskussionen um die One-Love-Binde als Beispiele, was geht da in Ihnen vor?

Kroos: Ich habe das Gefühl, dass hier der Fußball instrumentalisiert und verraten wird. Es geht nicht mehr um den Kern, um das, was auf dem Platz passiert. Es geht um Politik, es geht um Machtgehabe, es geht um persönliche Eitelkeiten. Und das, worum es eigentlich geht und worauf die ganze Leidenschaft basiert, wird zur Nebensache. Da kannst du dich nur verraten fühlen. Und die Spieler sind am Ende die Leidtragenden. Das soll keine Entschuldigung für die Leistung gegen Japan sein, aber als ehemaliger Spieler kann ich mir schon sehr gut vorstellen, dass es schwer ist, den vollen Fokus zu behalten, wenn du ständig mit anderen Themen zu tun hast. Das stört und nervt brutal. Viele, die bei der WM sind, haben einmal wie ich mit 6 Jahren angefangen zu kicken, weil sie sich in den Fußball verliebt haben. Jetzt geht für die Jungs ihr großer Traum in Erfüllung und sie können ihn gar nicht richtig genießen. Es ist eine katastrophale Entwicklung.

Verstehen Sie also nicht, dass gefühlt ganz Deutschland nicht damit einverstanden war, dass das DFB-Team die One-Love-Binde nicht getragen und vor der FIFA eingeknickt ist?

Kroos: Doch, ich verstehe die Kritik sehr gut. Persönlich hätte ich mir auch gewünscht und erhofft, dass sie die One-Love-Binde tragen und es einfach mal durchziehen. Das wäre klasse gewesen. Aber ich will zu bedenken geben, dass sich das für uns hier auf der Couch schon sehr leicht sagen lässt. So leicht ist es nicht. Ich weiß nicht, was die FIFA im Hinterzimmer alles angedroht hat. Ja, man hätte es trotzdem machen können, wäre top gewesen, aber noch besser wäre es gewesen, wenn die Europäer geschlossen besser darauf vorbereitet gewesen wären und es dann alle riskiert hätten. Das war leider nicht der Fall. Das hätte ich schon gerne gesehen, wie die FIFA dann alle aus dem Turnier kegelt und sich damit selbst ins Knie schießt. Und es gab ja mehr als genug Zeit, um sich auf genau solch einen Fall vorzubereiten. Ich hätte mir mehr gewünscht, aber ich habe auch Verständnis dafür, wie es gelaufen ist, weil es keine so leichte Entscheidung ist, wie wir uns das hier alle vorstellen.

Erwarten wir da vielleicht auch einfach zu viel von den Spielern?

Kroos: Nein, zu viel erwarten, das würde ich nicht sagen. Die Themen sind ja klar, da können wir von der Nationalmannschaft schon eine klare Haltung erwarten. Mir geht es nur darum, zu sagen, dass ich die Entscheidung vor Ort auch nicht hätte treffen wollen. Da hängt so viel dran, da hat dem einen oder anderen vielleicht ein bisschen das Gefühl gefehlt, sich auch mal in die Lage der Spieler hineinzuversetzen.

Gibt es generell genügend mündige Spieler im Fußball?

Kroos: Ehrlich gesagt glaube ich, dass es mehr mündige Fußballer gibt, als vielleicht so angenommen wird. Das Problem ist, dass wir in einer Gesellschaft leben, in der du brutal angegangen und beleidigt wirst, wenn du deine Meinung zu laut äußerst. Da muss man nicht den Fußball niederwalzen, das ist überall so. Ich glaube, dass jeder von uns sich zweimal überlegt, was er alles so sagt oder postet, einfach weil die Reaktionen so drastisch sind.

Felix Kroos über die positive Seite der WM

Aber fördern die Vereine wirklich den mündigen Spieler?

Kroos: Natürlich ist es auch so, dass es im einen oder anderen Verein vielleicht nicht immer so gefördert wird, dass Spieler sich klar äußern und positionieren, weil man Unruhe vermeiden will. Aber das viel größere Problem ist die ungesunde Entwicklung in unserem Miteinander insgesamt. Es gibt nämlich richtig viele gute Jungs im Fußball. Aber wir sehen immer nur das, was nicht gemacht wird. Es gibt ganz viele Spieler, die eine Stiftung haben, die sich sozial unglaublich engagieren, die auch ihre Reichweite und ihren Status außerhalb des Platzes nutzen, aber das geht ein bisschen unter. Das stört mich an der Diskussion. Und die Spieler können auch nicht alles regeln. Wenn du einen Verband hast wie die FIFA, der einfach nicht ganz sauber ist, dann bist du als Spieler irgendwann auch machtlos.

Glauben Sie, dass diese WM in Katar jetzt der Gipfel ist und schonungslos absolut alles offenlegt, was im Fußball-Business falsch läuft?

Kroos: Wenn man krampfhaft versuchen will, irgendwas Positives an dieser WM zu finden, dann wäre es ja genau das: Dass es nicht mehr schlimmer werden kann, dass wir all diese Debatten jetzt führen und dadurch Veränderungen anstoßen. Aber mir fehlt ja komplett der Glaube. Erstens haben wir gesehen, dass Großereignisse überhaupt keine Verbesserung bringen, wir denken an Russland oder China, und zweitens befürchte ich, dass es sogar noch schlimmer werden könnte. Klar ist: Die FIFA müsste grundsaniert werden. Da müssten alle ausgetauscht und durch Leute ersetzt werden, die es schaffen können, wieder für Vertrauen, für nachvollziehbare Entscheidungen und für andere Prioritäten zu sorgen. Ich weiß nicht, ob ein Austritt aus der FIFA überlegenswert ist, aber irgendwas muss passieren. Ich liebe den Fußball nach wie vor, aber ich sehe schon die Gefahr, dass die Schere zwischen dem Geschäft und dem Fan immer weiter auseinander geht. Wenn der Fußball nur noch aufs Business schaut und den Fan dabei vergisst, wird er das teuer bezahlen.

Oder es kommen andere Fans? Wir sehen zum Beispiel, welcher Hype um die NFL in Deutschland entstanden ist, obwohl die Liga die durchkommerzialisierteste der Welt ist, "schlimmer" geht es gar nicht, aber da wird es akzeptiert.

Kroos: Aber auch nur deshalb, weil da das Motto ist: Das kommt aus den USA, da ist das halt so, da ist halt Show, das machen wir dann gerne auch mal mit, aber der Fußball gehört uns. Wenn sich der Fußball die NFL als Vorbild nimmt, wird das nicht funktionieren. Wir sehen in Deutschland Fußball als unseren Sport, an den darf keiner ran. Wir denken an die echten Typen von damals, Typen gibt es heute übrigens auch, aber wir denken an die alten Haudegen, die gegrätscht, gemeckert, geraucht und gesoffen haben. Die nahe am Menschen waren. Das ist unser Fußball. Das wird der Fan hier irgendwann nicht mehr mitmachen, wenn die Entwicklung nicht irgendwann gestoppt wird.

Sie haben vor eineinhalb Jahren Ihre Karriere beendet. Immer noch die richtige Entscheidung?

Kroos: Ich würde es zugeben, wenn es anders wäre, aber ich kann aus voller Überzeugung sagen, dass ich es bislang nicht einen Tag bereut habe. Ich hatte eine tolle Zeit, für die ich sehr dankbar bin, aber ich habe einfach gefühlt, dass ich genug geopfert habe und dass es Zeit für einen neuen Lebensabschnitt ist. Ich bin dem Fußball ja immer noch sehr verbunden, nur jetzt eben von der Seitenlinie aus.

Felix Kroos: "Ich habe das komplett unterschätzt"

Apropos Seitenlinie: Sie haben als Co-Trainer in der Jugend von Union in den Trainerjob reingeschnuppert. Wann sehen wir Sie als Trainer?

Kroos: Kurz- und mittelfristig wird mich keiner als Trainer sehen. Ich bin dankbar für die Erfahrung, aber ich habe relativ schnell gemerkt, dass das zumindest auf absehbare Zeit nichts für mich ist. Selbst als Co-Trainer in der Jugend bist du sofort wieder in der Mühle drin, dein Leben dreht sich 24 Stunden um Fußball - genau das wollte ich ja nicht mehr. Und wenn du nicht mit Leidenschaft dabei bist, bist du auch kein guter Trainer. Deshalb habe ich vom Trainerjob wieder etwas Abstand genommen, will es aber auch nicht kategorisch ausschließen, dass es irgendwann nochmal ein Thema werden könnte. Im Moment bin ich sehr glücklich, dass ich mit dem Podcast und mit meinen Einsätzen als Experte im TV etwas gefunden habe, was mir richtig Spaß macht. Wenn du lange deinen Traum als Fußballer gelebt hast, hast du danach etwas Angst, dass du nicht wieder etwas findest, wofür du eine solche Begeisterung entwickeln kannst. Und dann wird's zäh. Aber zum Glück ist das bei mir anders. Ich kann mir gut vorstellen, dass ich die Arbeit als Experte in Zukunft noch intensivieren werde.

Wie schwierig ist generell der Übergang ins neue Leben nach der Spielerkarriere?

Kroos: Sehr schwierig. Jeder muss sich vorstellen, dass du dir als Spieler 15 Jahre lang über nichts Gedanken machen musst. Alles wird für dich organisiert und geplant, du musst wirklich gar nichts machen. Dann ist die Karriere vorbei und du musst alleine so etwas Banales schaffen, wie dir eine Tagesstruktur zu geben. Das hört sich blöd an, aber ich habe das auch komplett unterschätzt. Du musst erstmal in deinem neuen Leben ankommen und ich weiß, dass sich sehr viele damit sehr schwertun. Und du brauchst auch irgendeine Aufgabe. Deshalb war es für mich auch gut, dass ich den Podcast schon hatte. Es war aber auch wichtig, sich eine Auszeit zu gönnen und nicht direkt wieder in etwas Neues zu starten.

Warum?

Kroos: Sonst gehst du langfristig körperlich und mental kaputt. Ich glaube aber, dass das nicht nur für Fußballer gilt. Wir sprechen ja leider nicht genug über mentale Gesundheit, das ist immer noch ein bisschen tabu. Aber ich kann jedem, der irgendwie die Möglichkeit dazu hat, nur dringend raten, sich mal ein paar Monate herauszuziehen aus allem und auf seinen Körper zu hören. Es ist so wichtig. Egal in welchem Job.

Sie haben den Podcast angesprochen. Sind Sie selbst überrascht, wie erfolgreich er geworden ist?

Kroos: Als Klaas Heufer-Umlauf die Idee dazu hatte, wollten wir das ja erstmal gar nicht machen. Was sollen wir denn jede Woche eine Stunde labern? (lacht) Wir konnten uns das nicht vorstellen, haben lange überlegt und es dann doch mal gewagt. Irgendwie hat es eine Eigendynamik angenommen. Wir haben das ja nicht so geplant. Aber wir haben schnell gemerkt, dass es uns total Bock macht. Und für Toni und mich ist es ein ganz neues Ritual. Wir sind beide nicht so die großen Telefonierer, vor dem Podcast haben wir fast nur hin und her geschrieben, jetzt haben wir so einen wöchentlichen Fixpunkt. Es ist unser gemeinsames Baby, das wir beide zusammen großgezogen haben, das schweißt nochmal mehr zusammen, auch wenn unser Verhältnis auch vorher schon eng war. Wir haben auch eine sehr breite Hörerschaft, was uns freut. Wir versuchen uns immer weiterzuentwickeln, aktuell ist da kein Ende in Sicht. Außer wir bekommen Roger Federer als Gast.

Felix Kroos: Roger Federer? "Danach würde Toni aufhören"

Warum das?

Kroos: Für Toni wäre es das Größte, wenn wir mal Roger Federer als Gast im Podcast hätten. Danach würde er aufhören, weil es nicht mehr besser werden kann. (lacht) Wenn Tiger Woods Deutsch sprechen könnte, wäre er für mich das Nonplusultra als Gast, aber das wird wohl leider nichts.

Was würden Sie Gianni Infantino im Podcast fragen?

Kroos: Oh, Gott. Wann er endlich zurücktritt? In der Theorie wäre ein Gespräch mit Infantino ja unter Umständen sogar interessant, aber ich bezweifle, dass er ansatzweise offen für Kritik ist, ich glaube, da ist nichts mehr zu retten bei ihm.

Welcher Gast hat Sie denn besonders beeindruckt?

Kroos: Wir hatten viele tolle Gäste, da ist es immer schwer, einen herauszupicken. Aber Boris Becker ist mir sehr positiv in Erinnerung geblieben. Ich kannte Boris nur aus dem Fernsehen und habe im Podcast einen ganz entspannten, offenen und sympathischen Mann kennengelernt. Auch einen geläuterten Mann. Es gab sogar einen sehr emotionalen Moment, als wir ihm einen O-Ton seines Vaters eingespielt haben und er meinte, dass er die Stimme 20 Jahre nicht mehr gehört hätte. Boris hat seine Strafe bekommen für das, was er gemacht hat. Aber das ändert ja nichts daran, dass er trotzdem ein super Typ sein kann. Und wenn jemand seine Strafe verbüßt hat, sollte er auch wieder einer von uns sein, so ist jedenfalls meine Einstellung.

Boris Becker war nach der Karriere immer dann gut, wenn er im Tennis geblieben ist. Als Coach oder auch als Experte. Wen finden Sie aktuell besonders gut als Experten?

Kroos: Mir gefällt die Art, wie Sandro Wagner und Chris Kramer es machen. Generell mag ich es, die jüngeren Experten zu hören, weil sie einfach noch näher am aktuellen Spiel sind. Bei manchen älteren Experten bekomme ich manchmal den Eindruck, dass sie in der Zeit stehen geblieben sind, sich der Fußball aber verändert hat. Und wenn ich nochmal auf die NBA blicke, muss ich sagen, dass ich die TNT-Crew mit Charles Barkley und Shaquille O'Neal sehr mag, das ist einfach geniales Entertainment.

Felix Kroos über die bisherigen Auftritte des DFB-Teams

Was sagt denn der Experte Felix Kroos zu den bisherigen Auftritten der DFB-Elf?

Kroos: Natürlich war das Spanien-Spiel eine klare Steigerung, aber ich glaube trotzdem, dass bei dieser WM unsere Schwächen offengelegt werden. Wir haben einfach zu wenige internationale Topspieler von Weltformat. In der Abwehr haben wir genau einen: Antonio Rüdiger. Und der ist nicht mal fit zur WM gekommen. Jamal Musiala ist unser bester Mann, er hat auf dieser Bühne aber natürlich auch noch nicht die Erfahrung. Uns fehlen einfach Weltklassespieler, deshalb sehe ich auch keine große Chance auf den Titel.

Wer sind denn aktuell die Spieler, denen Sie am liebsten zuschauen? Gavi und Pedri bei den Spaniern sind ja schon eine Augenweide.

Kroos: (lacht) Sie glauben aber nicht im Ernst, dass ich jetzt Barcelona-Spieler lobe. Ich bin ein großer Fan von Fede Valverde. Er hat einfach das komplette Paket. Er ist schnell, dynamisch, zweikampfstark und sich nicht zu schade, defensiv seinen Job zu machen, er hat einen super Schuss und er ist immer noch recht jung. Valverde wird für mich mal ein Großer. Ich hatte auch Uruguay vor der WM so ein bisschen auf dem Zettel, das war jetzt bisher noch nicht die Offenbarung, aber ich will sie auch noch nicht abschreiben. Generell habe ich bis jetzt eh noch nicht den einen großen Favoriten gesehen.

WM 2022, Gruppe E mit Deutschland: Tabelle

RangMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1Spanien21108:174
2Japan21012:203
3Costa Rica21011:7-63
4Deutschland20112:3-11
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