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Fussball

Champions League - Power Ranking zum Viertelfinal-Hinspiel: Ein Hauch von Niko Kovac beim FC Bayern - Real Madrid monströs

Richtungsweisendes Spiel für Julian Nagelsmann: Das Rückspiel gegen den FC Villarreal ist wohl das wichtigste Spiel seiner bisherigen Zeit beim FC Bayern.
© imago images

Der FC Villarreal könnte es noch bereuen, dass Manuel Neuers Reklamierarm nicht noch öfter zum Entschuldigungsarm beim Sieg gegen Bayern München wurde, der FC Chelsea rutscht bedenklich ab und Weltfußballer darf momentan nur einer werden. Das Power Ranking nach den Viertelfinal-Hinspielen der Champions League.

Platz 8 (war 8.): Benfica Lissabon

Hätte ich dieses Power Ranking vor Beginn des Viertelfinals tippen müssen, Benfica oder Villarreal hätten sich ganz unkreativ um diesen achten Platz duelliert. Nach dem 1:3 gegen den FC Liverpool findet sich nun Portugals Rekordmeister hier. Nicht wirklich kreativ, aber was wäre die Alternative?

Darwin Nunez zeigte zwar erneut, wieso einige europäische Spitzenklubs sowie der BVB und West Ham United scharf auf ihn sind. Aber ein Nunez macht eben kein Halbfinale. Schon gar nicht, wenn es im Viertelfinale gegen einen so gut aufgelegten und gut organisierten FC Liverpool geht. 13 Ballaktionen im gegnerischen Strafraum und 70 Pässe im letzten Drittel des Gegners sind auf diesem Niveau schon eher wenig.

Da hilft es auch nicht, dass Benfica, wie Liverpool-Coach Jürgen Klopp in der Wortwahl etwas arg unpassend in diesen Zeiten, aber in der Sache nicht zu Unrecht anmerkte, "einen richtig guten Matchplan" gehabt habe und die Spieler "um ihr Leben gekämpft" hätten.

Platz 7 (war 2.): FC Chelsea

Gut für Chelsea, dass die Auswärtstorregel gefallen ist, fabulierten einige Kommentator:innen in England nach dem 1:3 des FC Chelsea gegen Real Madrid einen kleinen Hoffnungsschimmer aufs Weiterkommen. Doch um dieses Real Madrid auszuschalten, müsste die UEFA wohl mindestens extra für Chelsea die Zwei-Hattricks-eine-Sperre-Regel einführen, dann wäre wenigstens Karim Benzema in Madrid nicht dabei.

Aber weil eher noch Roman Abramowitsch von der Sanktionsliste der EU und des Vereinigten Königreichs fliegen würde, gilt einstweilen Thomas Tuchels Wort als Gesetz: "Nein. Im Moment nicht, nein", antwortete der Trainer am Mittwoch auf die Frage, ob der Rückstand noch aufzuholen sei: "Weil wir unser Niveau wiederfinden müssen, ich weiß nicht, wo es seit der Länderspielpause ist."

Platz 6 (war 4.): FC Bayern München

Bayern München ist trotz der Niederlage beim Außenseiter FC Villarreal noch lange nicht raus. Zumal die Spanier nach dem frühen Führungstor fast fahrlässig darauf verzichteten, Manuel Neuer auch noch zum zweiten, dritten oder vierten Mal seinen Reklamierarm, der am Mittwoch eher zum Entschuldigungsarm wurde, heben zu lassen.

Die Bayern waren in Villarreal so systematisch unterlegen wie lange nicht mehr, das viel zu tiefe Mittelfeldpressing wirkte ebenso seltsam wie die Übergabe der Gegenspieler. Die Bayern, durch die Hereinnahme des wieder genesenen Alphonso Davies in ihrer Spielanlage noch etwas breiter aufgestellt als zuletzt ohnehin schon, wollten die Flügel überladen, ließen sich aber ein ums andere Mal mit ein paar schnellen, simplen Pässen komplett aus der Ordnung reißen und gaben so die Rückräume frei. Nagelsmanns Ideen verpufften somit. Immerhin klappten diesmal die Wechsel. Zeitweilig wehten trotzdem böse Niko-Kovac-Vibes durch das La Ceramica des gelben U-Boots.

Platz 5 (war 6.): Atletico Madrid

Ginge es beim Fußball um Ästhetik, Entertainment und Botschaften: Atletico müsste nach diesem 0:1 bei Manchester City aus der Wertung dieses Power Rankings genommen werden oder wenigstens auf Platz neun von acht Teilnehmern gewählt werden. Selbst für eigentlich überwunden geglaubte Atletico-Madrid-unter-Diego-Simeone-Maßstäbe war diese Herangehensweise an das Spiel eine Beleidigung.

Exakt null Torschüsse sollten eigentlich schon alles sagen. Aber noch schlimmer war, mit ansehen zu müssen, wie der ebenso von Talent gesegnete wie bemitleidenswerte Joao Felix, wenn er sich doch mal mit Ball am Fuß in die gegnerische Hälfte getraut hatte, sofort wieder umdrehen musste, weil Stürmer Antoine Griezmann in der eigenen Hälfte damit beschäftigt war, Simeones Ketten wieder zu schließen.

Aber am Ende steht hier ein fünfter Platz - mit Tendenz nach oben. Denn zur Wahrheit gehört auch: ManCity fiel sehr lange nur sehr wenig ein gegen Atleticos Doppelriegel. Und am Ende war das 0:1 vielleicht genau das Ergebnis, das Simeone gebraucht hat. Im Rückspiel ist noch alles drin.

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