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Tuchel ist mit Chelsea Europas Thron nah: Party im Vorbeifahren

SID
Thomas Tuchel hat den FC Chelsea in wenigen Monaten zu einem Anwärter auf den Champions-League-Sieg geformt

Thomas Tuchel hat den FC Chelsea in wenigen Monaten zu einem Anwärter auf den Champions-League-Sieg geformt. Im Halbfinale zauberten auch Timo Werner und Kai Havertz - nun geht es im Showdown gegen Pep Guardiola.

Als Thomas Tuchel die feiernden Fans sah, konnte er in der Euphorie des Augenblicks nicht mehr still sitzen. Glückselig lehnte der Teammanager des FC Chelsea nach dem Einzug ins Champions-League-Finale aus dem schwarzen Wagen und reckte den jubelnden Massen die Siegerfaust entgegen. Ihnen allen hatte er einen besonderer Moment geschenkt, Matchwinner Timo Werner sprach gar von einem "Kindheitstraum". Den wollen sich die Blues nun unbedingt erfüllen.

"Es ist nicht damit getan, nur ins Finale zu kommen. Ich bin sehr dankbar dafür, aber wir werden in Istanbul ankommen, um zu gewinnen", sagte Tuchel bei Sky, da war das 2:0 (1:0) gegen Real Madrid im Halbfinal-Rückspiel erst einige Minuten alt. Am 29. Mai warten in der türkischen Metropole Manchester City mit Star-Coach Pep Guardiola und Ilkay Gündogan zum Showdown. "Das ist ein ganz klassisches 50:50-Spiel", sagte Tuchel.

Dass der 47-Jährige als erster Trainer in zwei aufeinanderfolgenden Jahren (2020 mit Paris St. Germain) mit unterschiedlichen Klubs ins Finale der Königsklasse vordringt, war so nicht abzusehen gewesen. Im Januar übernahm er Chelsea im Niemandsland der Premier League von Frank Lampard. Plötzlich aber spielt Tuchel nicht nur um den Henkelpott, sondern auch am 15. Mai gegen Leicester City als erster deutscher Coach um den FA Cup.

Ging das alles etwas zu schnell? "Man kann als Trainer oder Spieler nie dem Plan voraus sein. Nie, sowas existiert nicht", sagte Tuchel lachend bei BT Sport. Er selbst hatte bei seiner Antritts-PK im Januar klar bekundet, noch in dieser Saison um Titel kämpfen zu wollen - und hielt Wort. "Wir sind im Rennen um Platz vier, können die Champions League und den FA Cup gewinnen. Unser Team ist unglaublich", hielt Werner fest.

Werner bei Chelsea: Vom "Wurm" zum "Besten"

Der Nationalstürmer hatte zuletzt viel leiden müssen. Nach seinem schlimmen Fehlschuss im Hinspiel in Madrid (1:1) machte sich die Frau von Mitspieler Thiago Silva in den Sozialen Medien über ihn lustig, nannte ihn einen "Wurm".

Mit seinem Führungstor im Rückspiel (28.) köpfte er sich nun ins Herz von Isabelle Silva. "Du bist der Beste, mein Freund", jubelte sie in einer Instagram-Story. Werner, so sagte er bei Sky, freute sich, dass er Frau Silva und die übrigen Gattinnen seiner Teamkollegen zum Jubeln bringen konnte.

"Hoffentlich gelingt es mir oder uns, dass sie noch einmal jubeln dürfen", ergänzte der frühere Leipziger. Im Finale wird Chelsea im Angriff aber abgezockter sein müssen. Gegen Real ließ der Sturm um Werner und Kai Havertz wieder einige gute Möglichkeiten liegen. "Ich habe mal zwischendurch an die Bande getreten", sagte Tuchel schmunzelnd. Erst Mason Mount (85.) erlöste ihn spät.

Weil die Angriffsreihe gerne zu viele Chancen vergibt, wird es gegen City und Guardiola auf Chelseas überragende Verteidigung ankommen. Seit Tuchel die Blues trainiert, steht die Abwehr um Nationalspieler Antonio Rüdiger wie eine Wand: In 24 Spielen kassierte Chelsea nur zehn Gegentreffer, die Hälfte alleine beim 2:5-Ausrutscher gegen West Bromwich Albion. "Es war immer so, dass alle elf wirklich gelitten haben, um zu verteidigen", sagte Tuchel: "Das war vom ersten Moment an sehr besonders."

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