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WWE Super Show-Down, die Analyse: Undertaker und HBK sind zurück!

Von Maurice Kneisel
Bei WrestleMania XXVI beendete der Undertaker die Karriere von Shawn Michaels
© WWE

WWE Cruiserweight Championship Cedric Alexander vs. Buddy Murphy

Sieger und neuer WWE Cruiserweight Champion: Buddy Murphy per Pump Handle Driver. Ein hochklassiges Match mit einer kochend heißen Crowd, die man sich so auch in den USA häufiger für die qualitativ hochwertige Cruiserweight-Division wünschen würde! Nach zahlreichen Near-Falls auf beiden Seiten kam es tatsächlich zum Titelwechsel für den Australier Murphy, der sich die Krönung mit seiner hervorragenden körperlichen und wrestlerischen Entwicklung absolut verdient hat. Ob er den Titel nun länger halten oder nur für den Feel-Good-Moment holen durfte, werden die kommenden Ausgaben von 205 Live zeigen. Die Fehde dürfte nun definitiv Fahrt aufnehmen.

The Shield vs. Braun Strowman, Drew McIntyre & Dolph Ziggler

Sieger: The Shield per Dirty Deeds von Dean Ambrose an Ziggler. Der Lunatic Fringe durfte das schwächste Glied im Match pinnen, nachdem zuvor wiederholt die Animositäten zwischen ihm und Roman Reigns angedeutet würden. Während dem Match knockte Reigns Ambrose versehentlich aus, rettete ihn dafür aber kurz vor Matchende, indem er den attackierenden Strowman draußen durch die Barrikade spearte.

Die Fehde zwischen den beiden Parteien wird weitergehen mit Fokus auf den Universal- sowie die Tag-Titel (interessiert Seth Rollins' IC-Titel eigentlich noch irgendjemanden im Management?), doch der Fokus wird auch weiterhin auf dem möglichen Split des Shield liegen, statt auf den Heels.

Daniel Bryan vs. The Miz

Sieger und neuer #1-Herausforderer auf die WWE Championship: Daniel Bryan per Inside Cradle. Ein seltsames Match, das nur knapp zwei Minuten dauerte. Miz konzentrierte Bryans "angeschlagene" Rippen, bevor er eingerollt wurde. Im Zweifel lief die Show zu lange und man wollte die Zeit für den Main Event sparen. Da die Fehde zwischen den beiden ewigen Rivalen im Zweifel noch bis WrestleMania laufen soll, ist dieses Booking weniger schlimm, Bryan erhält seinen Titleshot gegen Styles, den ihm Miz unter Garantie versauen wird.

Für die Fans heißt das: Ein absolutes Traummatch um einen Titel, der ansonsten aktuell keine ernstzunehmenden Herausforderer mehr hat, sowie eine kurze Pause in einer Fehde, die noch ca. ein halbes Jahr laufen wird und entsprechend noch einen langen Atem und Kreativität beim Booking benötigt.

The Undertaker vs. Triple H

Sieger: Triple H dank kräftiger Mithilfe von Shawn Michaels. Das Eingreifen von HBK und Kane ging früh im Match los und nahm stetig zu, Triple H schickte Kane dann per Elbow Drop nach Sweet Chin Music von Michaels durch einen Tisch. Im Anschluss kam es zu einem Handicap-Match, bei dem die beiden langjährigen Verbündeten sich dem Undertaker stellten und ihn am Ende nach den diversen WrestleMania-Niederlagen gemeinsam endlich besiegen konnten.

Für die über 70.000 Fans in Melbourne war dieses völlig überbookte Match ein Fest, das es gleichzeitig den in die Jahre gekommenen Superstars ermöglichte, wrestlerisch nicht zu viel aus sich herausholen zu müssen. Unter dem Strich diente dieses Match natürlich ausschließlich dazu, Michaels' In-Ring Comeback für Crown Jewel fix zu machen. Nach dem Match feierten die vier Legenden noch gemeinsam, bevor die Brothers of Destruction HHH und HBK doch noch mit Tombstones und Chokeslams abfertigten.

Fazit

Die WWE hat im Vorfeld des Super Show-Down wiederholt betont, dass es sich dabei um keine glorifizierte House Show handeln werde, doch seien wir ehrlich: Genau das war es aber und genau das war auch absehbar. Ähnliches wird für Crown Jewel in Saudi-Arabien gelten, wobei aufgrund der enormen Summe, die die WWE für dieses Event kassieren wird, etwas mehr Mut beim Booking vorstellbar ist. Man bot den Australiern in Melbourne mit den IIconics sowie dem Titelgewinn Murphys zwei absolute Feel-Good-Momente, die mit großer Begeisterung aufgenommen wurden.

Während das Cruiserweight-Match ein Feuerwerk war, darf man natürlich auch nicht ignorieren, dass der Titel keinen sonderlich hohen Stellenwert innerhalb der WWE inne hat und entsprechend das kleinste "Opfer" war. Im Fokus stand ansonsten, wie erwähnt, natürlich der Main Event mit Shawn Michaels, der in Riad somit sein erstes Wrestling-Match seit dem 28. März 2010 (WrestleMania XXVI) bestreiten wird. Die übrigen Titelmatches waren reine Übergangs-Ansetzungen, Fehden wurden nicht vorangebracht und kein einziger Heel (Royce & Kay außen vor) gepusht.

Heißt unter dem Strich: Es war eine Übergangs-Show, die dazu dient, in einem Monat, der ausschließlich einen reinen Frauen-PPV bietet, auch die Männer außerhalb der Wochenshows zu präsentieren.

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