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WWE Extreme Rules 2018 in der Analyse: Styles im Main Event? Niemals!

Von Maurice Kneisel
Der zweifache WWE-Champ AJ Styles und Rusev mussten sich mit dem Pre-Main Event begnügen
© getty

SmackDown Women's Champion Carmella vs. Asuka (zusammen mit James Ellsworth)

Siegerin und weiterhin SmackDown Women's Champion: Carmella, nachdem James Ellsworth sich erwartungsgemäß aus dem Käfig befreien und Asuka ablenken konnte. Dies nutzte Mella , indem sie die Japanerin in den Käfig hämmerte und anschließend pinnte. Nach dem Match verpasste Asuka noch mehreren Crew-Mitgliedern eine Abreibung, bevor sie Ellsworth weiter abfertigte.

Der Fokus richtet sich weiterhin auf Asuka vs. Ellsworth, eine Fehde, die wohl weitergehen wird. So unterhaltsam dies auch ist, muss doch gleichzeitig die Frage gestellt werden, ob man überhaupt noch mit Asuka als Women's Champion plant? Carmellas starker Run geht ebenfalls weiter und sie sollte sich allmählich einer anderen Gegnerin zuwenden. Im Zweifel wird James aber ein weiteres Titelmatch der beiden beim SummerSlam herbeiführen - Asukas vorerst letzte Chance, endlich den Titel zu holen und sich aus ihrer seit WrestleMania anhaltenden Abwärtsspirale zu befreien.

United States Champion Jeff Hardy vs Shinsuke Nakamura

Sieger und neuer United States Champion: Shinsuke Nakamura, nachdem er schon vor dem Ertönen des Ringgongs hinter dem Rücken des Referees Jeff einen Low Blow verpasste und ihn dann per Kinshasa ausknockte. Man musste Zeit sparen, um die vollgepackte Card durchzukriegen und hat das hier auf die bestmögliche Art gemacht. Nakamura gewinnt endlich seinen ersten Titel im Main Roster, seine Heel-Persona wird effizient weiter voran gebracht und Hardy dabei nicht geschwächt - perfekt gemacht!

Nachdem Shinsuke die WWE-Championship in diversen Anläufen nicht holen konnte, war der zeitnahe Gewinn des B-Titels ungemein wichtig und gibt ihm ein wichtiges Momentum zurück. Nach dem Match kehrte Randy Orton zurück, der vor seiner Verletzung bereits Differenzen mit beiden Männern hatte, und attackierte überraschend Jeff. Ob dies nun zu einem 3-Way beim SummerSlam führen wird, oder Randy Jeff aus der Fehde zieht, um diesen nicht erneut bei einem PPV gegen Nakamura verlieren zu lassen, werden die kommenden Wochen zeigen.

Braun Strowman vs Kevin Owens (Steel Cage Match)

Sieger: Kevin Owens, nachdem Braun ihn von der Spitze des Käfigs durch ein Kommentatorenpult chokeslamte. Kein Käfigmatch ohne grausamen Sturz von KO. Der Ex-Universal-Champ bewies hier einmal mehr seine Bereitschaft, sich für seinen Sport aufzuopfern und nahm einen brutalen Bump, was bei Vince McMahon aber vermutlich weniger zählen wird als sein Körperumfang. Gleichzeitig kassierte Strowman tatsächlich eine Niederlage, wirkte dabei aber natürlich gewohnt dominant und "muss" nach WWE-Logik als amtierender Money in the Bank-Sieger Matches verlieren, damit sein Cash-in überraschender wirkt.

Die dank großartiger Schauspielkunst beider Männer ungemein unterhaltsame Fehde, in der Owens leider aber immer wieder extrem schwach dargestellt wird, sollte zu einem Re-Match beim SummerSlam führen, bei dem Strowman die in ihm herrschenden Zweifel völlig zerstören und sich später am Abend die Universal Championship holen wird.

SmackDown Tag Team Champions The Bludgeon Brothers vs. Team Hell No

Sieger und weiterhin SmackDown Tag Team Champions: The Bludgeon Brothers per The Bludgeoning gegen Daniel Bryan, während Kane auf dem Apron hing. Da die Champs Team Hell No bereits im Vorfeld backstage attackiert hatten und Kane, der wohl tatsächlich verletzt war, am Match praktisch nicht teilnahm, fiel die Titelverteidigung glaubhaft aus und verschaffte Harper & Rowan zusätzliches Heel-Momentum gegen zwei absolute Publikumslieblinge. Falls das Ganze nicht zu einem erneuten Streit zwischen Bryan und Kane führen sollte, ist ein Re-Match die logische Konsequenz.

Stand jetzt endet Daniels Vertrag am 31. August und ein Auftritt beim SummerSlam könnte sein letzter in der WWE sein. Ob die beiden Parteien sich noch auf eine Vertragsverlängerung einigen werden - oder dies längst getan haben - wird auch das Booking der kommenden Wochen zeigen. Im Interview mit The Business Times deutete er immerhin zuletzt an, dass eine Verlängerung wahrscheinlich sei.

Roman Reigns vs. Bobby Lashley

Sieger: Bobby Lashley per Spear out of nowhere. Die Sensation des Abends fand tatsächlich statt, Reigns musste sich dem bislang so katastrophal gebookten Lashley geschlagen geben und das Titelmatch beim SummerSlam wird nun voraussichtlich Lesnar vs. Lashley lauten. Dass Bobby ihn zudem mit dem gemeinsamen Finisher besiegte, war das zusätzliche Salz in der Suppe. Doch dieses Ergebnis macht vor allem deutlich, dass man Reigns nicht beim SummerSlam erneut gegen Brock verlieren lassen will.

Niemand dürfte glauben, dass Lashley dort tatsächlich den Titel gewinnt, selbst ein kurzzeitiger Triumph wäre eine handfeste Überraschung. Lesnar wird zur UFC zurückkehren und somit vorerst raus sein, entsprechend ist ein erfolgreicher Cash-in von Strowman nach dem Match die wahrscheinlichste Variante. Somit hätte man mit Braun, Bobby und Roman drei Männer im Universal-Titelrennen und hielte sich weiterhin die Option offen, Reigns perspektivisch seinen Sieg gegen Lesnar doch noch zu geben, falls dieser wieder in den WWE-Ring zurückkehrt.

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