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NFL Recap: San Francisco 49ers vs. Buffalo Bills 24:34 - Allen zerlegt überforderte Niners auf allen Ebenen

Josh Allen (l.) überragte gegen die San Francisco 49ers.

Die Buffalo Bills bleiben nach dem 34:24-Sieg über die San Francisco 49ers klar auf Playoff-Kurs. Quarterback Josh Allen zeigte dabei eine herausragende Vorstellung und war nicht zu halten von einer überforderten Defensive der 49ers.

Das Spiel im State Farm Stadium von Arizona, das aufgrund von Covid-Beschränkungen in Santa Clara in dieser und der kommenden Woche Heimstätte der 49ers sein wird, begann kurios. Beide Teams drangen jeweils bis zur gegnerischen Goal Line vor, wurde dort jedoch beim jeweils vierten Versuch gestoppt.

Nach dem Goal Line Stop der Bills verlor dann jedoch Rookie-Running-Back Zack Moss einen Fumble auf dem Weg aus der eigenen Endzone heraus, den die Niners eroberten. Anschließend sagten die danke und gingen durch einen 3-Yard-Touchdown-Pass von Nick Mullens auf Brandon Aiyuk in Führung.

Die Bills erhöhten danach die Schlagzahl und legten einen beeindruckenden Drive über 77 Yards in nur fünf Spielzügen hin. Am Ende fand Josh Allen Wide Receiver Cole Beasley für einen 5-Yard-Touchdown-Pass. Am Ende des Viertels brachte Tight End Dawson Knox Buffalo noch in Führung, Kicker Tyler Bass erhöhte Sekunden vor der Pause sogar noch per 37-Yard-Field-Goal auf 17:7.

In der zweiten Hälfte verkürzten die Hausherren zwar durch ein Field Goal und später sogar einen Touchdown-Catch von Fullback Kyle Juszczyk, doch Buffalo hatte stets eine Antwort. Zunächst fand Allen Isaiah McKenzie für einen gut designten 23-Yard-Touchdown-Pass, im Schlussviertel dann fing Gabriel Davis noch einen 28-Yard-Touchdown.

49ers: Red-Zone-Interception beendet Comeback-Hoffnungen

Doch auch San Francisco erhöhte daraufhin das Tempo und wurde drang bis tief in die Red Zone vor. Doch von der 5-Yard-Linie warf Mullens eine Interception zu Tre'Davious White, es war Mullens' zweiter Pick im Spiel. Die Niners erzielten in der Folge zwar doch noch einen Touchdown, am Ergebnis endete dies jedoch nichts.

Durch den Erfolg halten die Bills ihren Vorsprung vor den Dolphins in der AFC East und steuern weiter auf ihren ersten Division-Erfolg seit den 90er Jahren zu.

San Francisco 49ers (5-7) - Buffalo Bills (9-3)

Ergebnis: 24:34 (7:0, 0:17, 10:10, 7:7) BOXSCORE

49ers vs. Bills - die wichtigsten Statistiken

  • Für Allen war dies das vierte Spiel in dieser Saison mit 300 Passing Yards und 3 Touchdowns. Das sind die meisten derartigen Spiele in einer Saison für einen Bills-Quarterback überhaupt. Dreimal schafften dies zuvor nur Hall-of-Famer Jim Kelly 1991 und Drew Bledsoe 2002.

  • Der heimliche Held des Spiels für die Bills war Cole Beasley, der mit 130 Yards (9 REC, TD) eine Karrierebestleistung aufstellte. Schon zur Pause kam er auf 113 Yards. Sein bisheriges Career-High für ein ganzes Spiel lag zuvor bei 112 Receiving Yards.

  • Allen vollbrachte in diesem Spiel das Kunststück, in allen Pass-Tiefen-Levels einen Touchdown-Pass zu werfen (Hinter der Line of Scrimmage, Short, Intermediate, Deep). Zuletzt gelang der Deep-Ball auf Davis, bei dem der Receiver beim Catch 8,6 Yards Separation zum nächsten Verteidiger hatte. Dies war der sechstgrößte Abstand zu einem Verteidiger bei einem Deep-Ball-Touchdown in dieser Saison laut Next Gen Stats.

Der Star des Spiels: Josh Allen (Bills)

Allen machte im Endeffekt, was er wollte und bestätigte positive Tendenzen dieser Saison mit Nachdruck. Er blieb äußerst effektiv gegen Zone-Coverage, zudem war er wie üblich kaum zu stoppen bei Rollouts zur rechten Seite und generell bei Pässen aus der Bewegung heraus. Bemerkenswert für ihn bleibt zudem, dass er es erneut nicht für nötig erachtete, selbst zu laufen. Stattdessen vertraute er fast ausschließlich auf seinen Arm und seine Receiver und blieb dabei weitestgehend fehlerfrei. Am Ende kam er auf 375 Passing Yards und vier Touchdowns.

Der Flop des Spiels: Defensive Front der 49ers

Die eigentlich so gefährliche Defense der 49ers blieb wirkungslos. Es gelang ihnen vor allem nicht, Druck auf Allen auszuüben. Erst spät im Spiel gelang ein Sack bei 3rd Down, doch abgesehen davon hatte die Front kaum Zugriff und lief den Bills eigentlich stets hinterher.

Analyse: 49ers vs. Bills - die Taktiktafel

  • Nach anfänglichen Problemen auf beiden Seiten in der Red Zone griffen beide Play-Caller tiefer in die Trickkiste und zeigten große Kreativität in ihren Play-Designs. Beim Touchdown von Aiyuk im ersten Viertel etwa setzten die Niners nach zwei eher konservativen Runs durch die Mitte dann doch auf Play Action. Die Defense biss an und Aiyuk war auf einer Slant-Route offen in der Endzone. Zur Konfusion trug allerdings auch bei, dass die Niners plötzlich auf No-Huddle umstellten und das Tempo von einem Spielzug zum nächsten drastisch erhöhten.

  • Auf der Gegenseite beim Knox-Touchdown ging der Tight End vor dem Snap von links in Motion parallel zur Line of Scrimmage nach rechts. Beim Snap blockte dann die komplette Offensive Line nach links und lenkte damit auch die Defense in die vom Play abgewandte Seite, sodass Knox in der Flat offen war und schließlich vor der Endzone auch noch einen guten Cut-Block von Diggs bekam.

  • Großes Kino war dann auch der 28-Yard-Touchdown-Pass von Allen auf McKenzie, bei dem der Receiver eine Jet-Motion von rechts vor dem Snap begann und dann das Äquivalent einer Wheel-Route Richtung Endzone lief. Damit aber nicht genug, denn die Bills spielten auch noch Play Action und der links postierte Receiver Davjs zog Cornerback Verrett nach dem Snap in die Mitte und versperrte im Infight mit dem Corner auch noch Safety Moore den Weg zu McKenzie, sodass dieser unbehelligt den Ball fangen konnte. Ein herausragendes Play-Design von Brian Daboll!

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