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NBA

NBA Playoffs - Erkenntnisse zu Spiel 1 zwischen den Dallas Mavericks und Utah Jazz: Dominator ohne Field Goal

Luka Doncic kann es kaum glauben: Die Mavs haben Spiel 1 der Playoffs gegen die Utah Jazz verloren.

3. Die Jazz wackeln, fallen aber nicht

Jeder in der Arena wusste Bescheid. Die Jazz haben in dieser Saison nicht erst einmal eine Führung in der Schlussphase verspielt und auch in Spiel 1 waren die Anzeichen da, dass sich Geschichte wiederholen könnte. Sechs Minuten vor Schluss lagen die Gäste mit +11 vorne, dann begann die Foulorgie.

Dallas ging in vier aufeinanderfolgenden Ballbesitzen an die Linie, drei der Fouls, die dazu führten, waren keine Shooting Fouls. So verbrauchten die Mavs kaum Zeit und bekamen leichte Punkte. Ein Dreier von Maxi Kleber verkürzte sogar auf einen Zähler, alles war für einen weiteren Einbruch angerichtet. Er kam aber nicht. Sicher, es war nicht perfekt, was die Jazz in der Crunchtime spielten, es erinnerte aber mehr an Jazz-Basketball.

Es war nicht nur Hero Ball von Mitchell, stattdessen nahm auch Mike Conley aus dem Fluss der Offense Abschlüsse oder Bogdanovic wurde mit einem Mismatch gefunden. Mitchell spielte zudem selbstlos, bestes Beispiel war das Vertrauen in Royce O'Neale eine Minute vor dem Ende. Mitchell legte zur Dreierlinie ab und der frühere Ludwigsburger netzte seinen einzigen Wurf der Partie.

Dieser Pass ist eigentlich selbstverständlich, war es für die Jazz in den vergangenen Wochen aber nicht. Dass Gobert wieder und wieder ignoriert wurde, wenn er in Korbnähe Position gegen einen viel kleineren Gegenspieler bezogen hatte, bleibt völlig unverständlich. Den Center schien es diesmal aber nicht zu stören: "Wir sind zufrieden. Sie hatten am Ende viele Freiwürfe, aber wir haben unser Spiel durchgezogen und waren nicht so leicht auszurechnen in der Crunchtime."

4. Ohne Doncic reicht es für Dallas nicht

Dieser Umstand war bereits vor dem Spiel klar, doch dass das Fehlen von Doncic so schwerwiegend sein würde, überraschte doch ein wenig. Dinwiddie und Brunson waren die einzigen Mavs-Spieler, die attackierten, und das wird gegen Utah nicht reichen. Das Problem dabei ist nicht, dass die beiden Guards nicht ihre Gegenspieler schlagen könnten, sondern, dass sie dann meist mit Gobert vor sich auf den Floater zurückgreifen mussten.

Dies ist auf Dauer kein Erfolgsrezept. Vor allem Brunson hatte seine Schwierigkeiten, der 25-Jährige verpasste auch mehrfach die Kickouts zu den Schützen und verzettelte sich häufig mit seinen Fakes, die dann in schweren Sprungwürfen endeten. Der Ball lief zu selten, Utahs Defense musste nicht viel rotieren. So war es kein Zufall, dass die Mavs nur 9 ihrer 32 Triples versenkten.

"Wir müssen bessere Würfe nehmen und effizienter agieren", befand auch Brunson. Das ist leichter gesagt als getan, da die Alternativen rar gesät sind. Kleber trifft weiter nicht viel (10 Punkte, 2/7 FG in Spiel 1), Josh Green (0/4 Dreier) ist in dieser Form kaum spielbar. Gleiches gilt auch für Davis Bertans, der schon fleißig ballern muss, damit er ein positiver Faktor auf dem Feld ist.

Und bei all diesen Defiziten hätte Dallas dieses Spiel doch gewinnen können. Bullock und Kleber hatten offene Dreier, Dinwiddie vergab insgesamt sechs Freiwürfe. Die Jazz sind schlagbar, das wurde an diesem Samstag deutlich. "Wir haben viele Gründe, um optimistisch zu bleiben", sagte Dinwiddie. Ob er da bereits an einen bevorstehenden Einsatz von Doncic dachte?

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