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Schwimmen

Schwimm-EM: Hausding springt zum 17. Gold - Wellbrock gewinnt Bronze

SID
© getty

Wasserspringer Patrick Hausding hat seine Rekordserie bei Europameisterschaften um das 17. Gold ausgebaut. Der Olympia-Dritte gewann bei der EM in Budapest auch im 3-m-Synchronspringen mit Partner Lars Rüdiger den Titel. Für Hausding war es die insgesamt 36. EM-Medaille seiner Karriere. Florian Wellbrock holte bei der Olympia-Generalprobe Bronze.

"32 Jahre alt und trotzdem noch neue Dinge erreichen - ich war noch nie Europameister im 3-m-Synchron. Danke an Lars, dass das geklappt hat", sagte Hausding: "Wir sind sehr glücklich darüber. Letzte Saison waren wir noch die Underdogs, jetzt haben wir gezeigt, dass wir Medaillenkandidaten bei Olympia sind."

Das deutsche Duo, das zuvor schon bei der Olympia-Qualifikation mit Platz zwei überzeugt hatte, verwies mit 426,78 Punkten die Russen Jewgeni Kusnezow/Nikita Schleicher (415,47) und die Ukrainer Alexander Gorschkowosow/Oleg Kolodi (409,92) auf die Plätze. Im vierten Durchgang hatte Hausding Glück, dass er bei seinem verpatzten Anlauf das Gleichgewicht halten und den Sprung noch relativ sauber ausführen konnte.

Für Hausding war es nach Gold vom 1-m-Brett und Bronze im Team-Event bereits das dritte Edelmetall der diesjährigen EM in der Budapester Duna Arena.

Wellbrock-Dauerrivale Paltrinieri siegt erneut

Im packenden Finish um eine Medaille flog Florian Wellbrock die Badekappe vom Kopf - für den wilden Schlusssprint wurde der Schwimmstar mit Bronze belohnt. Bei der Olympia-Generalprobe verpasste der Doppelweltmeister im EM-Freiwasserrennen in Budapest über 10 km zwar den Sieg. Doch Platz drei war für Deutschlands Vorschwimmer im 17,1 Grad kalten Lupa-See keineswegs eine Enttäuschung.

"Im Endeffekt kann man mit der Bronzemedaille ganz zufrieden sein", sagte Wellbrock (23): "Das Rennen war insgesamt ganz gut, ich bin sehr viel vorne geschwommen. In der letzten Runde wurde es recht spannend, weil der Italiener und der Franzose nach vorne weg sind."

Vor allem sein italienischer Dauerrivale Gregorio Paltrinieri, der schon über 5 km triumphiert hatte, schwamm ein taktisch hervorragendes Rennen und distanzierte Wellbrock am Ende klar um 11,4 Sekunden. Beim Anschlag hatte Wellbrock auch noch gegenüber dem Olympia-Dritten Marc-Antoine Olivier (Frankreich) knapp das Nachsehen. Wellbrocks Magdeburger Teamkollege Rob Muffels wurde 13. hinter Oliver Klemet.

Wellbrock hatte zu Beginn die Initiative ergriffen. Mit seinen ruhigen und kräfteschonenden Armzügen diktierte der Magdeburger früh das Tempo und hielt sich aus dem größten Getümmel heraus. Seine Rivalen lauerten meist im Windschatten - und fuhren auf der letzten Runde mit Erfolg Attacke. Wellbrock konnte das Tempo von Paltrinieri nicht mehr mitgehen.

Florian Wellbrock: "Alles ist auf Olympia ausgerichtet"

Wellbrock schwamm diesmal im Neoprenanzug, nachdem er am Tag zuvor über die halbe Distanz darauf verzichtet hatte. Ohne die schützende und auftriebgebende Wirkung des Neoprenanzugs war er nur auf Platz neun gelandet - doch das war einkalkuliert. Wellbrock wollte vor Olympia in Tokio, wo Wassertemperaturen um die 30 Grad erwartet werden, unbedingt noch einmal in einem ärmellosen Open-Water-Anzug schwimmen.

Die Ergebnisse in Budapest will Wellbrock daher ohnehin "nicht auf die Goldwaage" legen. "Alles ist auf Olympia ausgerichtet", betonte Wellbrock. Sollte er ohne EM-Titel nach Hause fahren, wäre das "kein Weltuntergang".

In Budapest bleibt Wellbrock noch eine Chance auf Gold, er startet auch im Team-Event am Samstag - sofern der Wettbewerb denn stattfindet. Die Temperaturen im Lupa-See sind wieder gesunken, die Regeln geben eine Mindestgrenze von 16,0 Grad vor. Am Freitag soll eine Entscheidung fallen.

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