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Boxen - Heftige Kritik an Tyson Fury: "Eine Schande für das britische Boxen"

Von Max Schrader
Tyson Fury steht in der Kritik.

Tyson Fury musste seinen Kampf gegen Deontay Wilder aufgrund einer Coronavirus-Erkrankung verschieben. Boxer Dillan Whyte wirft dem Briten nun vor, die Erkrankung nur vorzutäuschen.

"Tyson Fury ist ein W****er und eine Schande für das britische Boxen, wenn er sich mit COVID-19 infiziert hat und sich dann in Las Vegas unter die Leute mischt", wütet der englische Schwergewichtsboxer im Gespräch mit der Sun. "Er redet Mist, denn wenn man Covid-19 hat, ist man krank und muss in Quarantäne, und stattdessen läuft er lächelnd herum, mischt sich unter die Leute und macht Fotos mit ihnen."

Das Fury-Lager hatte erklärt, dass der Brite an Covid-19 erkrankt sei und deshalb nicht am 24. Juli gegen Wilder antreten könne. Allerdings war Fury in den letzten Tagen in Las Vegas zu sehen. Unter anderem besuchte er den UFC-Kampf von Conor McGregor gegen Dustin Poirier. Für Whyte unverständlich: "Entweder hat er es oder nicht. Beim UFC-Kampf leugnet er es, danach hat er es wieder. Was denn nun?"

Laut Whyte würden ohnehin viele Boxer das Virus als Ausrede nutzen, um Kämpfe abzusagen oder ihre Niederlagen zu entschuldigen. "Die Jungs sind unverantwortlich, wenn sie COVID-19 als Ausrede missbrauchen, denn es tötet Menschen und lässt weltweit Familien leiden", sagte er.

Fury lässt das Boxen "zu einem Scherz verkommen"

Whyte behauptet, dass Fury den Kampf abgesagt hätte, da britische Fans nicht nach Las Vegas reisen dürfen. "Sie können keine Tickets absetzen, nachdem die Briten nicht reisen dürfen und die TV-Anstalten stört ein Kampf um fünf Uhr morgens gegen einen Typen, den er bereits geschlagen hat. Geld bedeutet Fury alles. Wo sind denn die neun Millionen Euro, die er nach dem ersten Wilder-Kampf angeblich Obdachlosen-Organisationen gespendet hat? Tyson Fury redet einen Haufen Mist und die Leute glauben es leider", schimpft Whyte weiter.

Mit der Absage habe Fury laut Whyte "die gesamte Schwergewichtsszene gef**t , denn die Menschen sehen nur, dass die versprochenen Top-Kampfe nicht stattfinden, die Stars sie anlügen und stattdessen Fallobst boxen. Das Boxen ist aktuell zu einem Scherz verkommen, da Fury zwei oder drei der größten Kämpfe der Geschichte hat platzen lassen."

Whyte spielt damit auf die Verschiebung des Kampfes mit Anthony Joshua ab. Der Vereinigungskampf kam nicht zustande, da Fury vertraglich zum dritten Kampf gegen Wilder verpflichtet wurde. Dies entschied einen US-Gericht. Der 33-Jährige Whyte wird seit 2018 mit einem Fury-Fight in Verbindung gebracht. Fury zeigte aber keinerlei Interesse an einem Kampf mit ihm.

Der Kampf von Tyson Fury gegen Deontay Wilder findet nun am 9. Oktober in Las Vegas statt. Es wird gehofft, dass in der Zwischenzeit die Reiserestriktionen aufgehoben sind, damit britische Fans vor Ort sein können.

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