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Fussball

3 x Rot! HSV verliert hektisches Topspiel gegen Darmstadt - Hannover deklassiert Magdeburg

SID
Schiedsrichter Robert Schröder (l.) zeigt HSV-Sport-Vorstand Jonas Boldt, der auf den Platz gestürmt war, die Rote Karte.

Aufstiegsfavorit Hamburger SV hat in der 2. Bundesliga einen Rückschlag kassiert. Die Mannschaft von Trainer Tim Walter verlor das hektische Topspiel mit drei Platzverweisen zum Auftakt des fünften Spieltags gegen Darmstadt 98 mit 1:2 (0:2) und verpasste damit den vorübergehenden Sprung an die Spitze. Hannover 96 fuhr einen klaren Auswärtssieg ein.

Darmstadt übernahm nach den Toren von Patric Pfeiffer (4.) und Phillip Tietz (7.) die Tabellenführung. Daran änderte auch Gelb-Rot gegen Klaus Gjasula (59., wiederholtes Foulspiel) nichts: Die Unterzahl dauerte nur kurz, dann sah der acht Minuten zuvor eingewechselte Hamburger Aaron Opoku nach einer Tätlichkeit die Rote Karte (64.).

Der Anschlusstreffer von Ransford-Yeboah Königsdörffer (87.) kam zu spät. Der Torschütze flog nach einer Tätlichkeit ebenfalls vom Platz (89.).

"Es waren viele Entscheidungen, die sehr hektisch waren. Es war ein emotionales Spiel", sagte HSV-Sportvorstand Jonas Boldt bei Sky, der ebenfalls noch Gelb-Rot sah, wofür der 40-Jährige überhaupt kein Verständnis hatte. "Ich werde immer meine Farben verteidigen. Aber ich habe jetzt nichts Beleidigendes gesagt, sondern einfach nur: 'Da kannst Du keine Rote Karte geben, das ist außer Rand und Band'. Warum das dann zwei Karten zur Folge hat, weiß ich auch nicht."

Meffert erhebt schwere Vorwürfe gegen Schiri

Schwere Vorwürfe gegen Schiedsrichter Robert Schröder erhob Hamburgs Mittelfeldspieler Jonas Meffert. "Ich hoffe, ich sage nichts Falsches, aber was der Schiedsrichter heute gemacht hat, war für mich eine absolute Frechheit."

Der 27-Jährige kritisierte dabei aber nicht die Entscheidungen des Unparteiischen, sondern dessen Kommunikation: "Die erwarten von uns, dass wir fair sind und klar, man ist mal emotional und sagt mal was Falsches. Aber was ich heute vom Schiedsrichter zu unseren Spielern habe sagen hören, das ist unfassbar. Ich möchte das nicht wiederholen. Das war wirklich unter der Gürtellinie."

Die Gäste starteten vor 43.943 Zuschauern furios. Der ehemalige Hamburger Pfeiffer köpfte nach einer Ecke unbedrängt zur Führung ein, auch Tietz kam aus kurzer Distanz bei seinem Treffer frei zum Kopfball.

Der HSV antwortete mit wütenden Angriffen. Torjäger Robert Glatzel und Sonny Kittel vergaben die ersten guten Möglichkeiten der Gastgeber (beide 18.). Kittel setzte auch einen Freistoß knapp über das Tor (31.). Darmstadt hatte das Geschehen im ersten Durchgang aber meist im Griff.

Walter brachte zu Beginn der zweiten Halbzeit den erst am Donnerstag verpflichteten Jean-Luc Dompe. Doch Darmstadt spielte weiter munter nach vorne. Tietz scheiterte an HSV-Torhüter Daniel Heuer Fernandes (50.). Hamburg erhöhte danach den Druck, nach den Platzverweisen wurde es hektisch.

Hannover schießt Magdeburg ab

Hannover 96 kommt langsam in Schwung. Die Mannschaft von Trainer Stefan Leitl feierte eine Woche nach dem ersten Saisonsieg einen 4:0 (2:0)-Erfolg beim 1. FC Magdeburg und kann sich in der Tabelle nach oben orientieren. Aufsteiger Magdeburg kassierte nach den Gegentoren durch Maximilian Beier (14.), Luka Krajnc (44.), Sei Muroya (56.) und Cedric Teuchert (90.+1) die vierte Niederlage im fünften Spiel.

"Wir mussten sehr viel laufen. Wir waren insgesamt sehr griffig. Es war eine gute und reife Leistung", sagte Leitl bei Sky.

Ein kapitaler Fehler von Silas Gnaka ermöglichte den Gästen die Führung. Der Innenverteidiger spielte den Ball im eigenen Strafraum auf Beier, der das Geschenk dankend annahm. Nicolo Tresoldi verpasste nach einer erneuten Unachtsamkeit der Magdeburger Defensive den zweiten Treffer (24.).

Die Gastgeber blieben vor 23.908 Zuschauern in der Offensive zunächst harmlos, vergaben dann aber eine Doppelchance durch Leon Bell Bell und Connor Krempicki (39.). Dann schlug Hannover nach einer Ecke durch Krajnc erneut zu. Torhüter Dominik Reimann sah dabei nicht gut aus.

Dem bemühten Drittliga-Meister fiel auch im zweiten Durchgang nicht viel ein. Muroya sorgte frühzeitig für die Entscheidung.

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