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Fussball

Erpressungsaffäre um Paul Pogba: Inhaftierter Bruder Mathias legt mit kruden Vorwürfen nach

Von Maximilian Lotz
Paul Pogba wechselte im Sommer von Manchester United zu Juventus.

Die Affäre um die mutmaßliche Erpressung von Juve-Star Paul Pogba wird immer verworrener. Sein inzwischen inhaftierter Bruder Mathias Pogba hat mit einer Reihe von offenbar zeitgesteuerten Nachrichten in den sozialen Netzwerken neue wilde Vorwürfe gegen den französischen Nationalspieler erhoben.

"Wenn Sie diese Nachricht lesen, bedeutet das, dass mein Bot seine Aufgabe, automatisch zu senden, erfüllt hat. Das bedeutet auch, dass ich nicht mehr auf freiem Fuß bin, entweder durch die Handlanger meines Bruders oder durch die Polizei. Die verleumderischen Anzeigen, die mich zum Schweigen bringen sollen, haben also funktioniert", war am Freitagvormittag auf dem Twitterprofil von Mathias Pogba zu lesen.

In Videos behauptet der 32-Jährige zudem, dass Paul Pogba "mehrmals seine Mitspieler, darunter Kylian Mbappé, verhext hat - sei es aus Eifersucht oder um ein Spiel zu gewinnen". Als Beispiel nennt er die CL-Partie zwischen Paris Saint-Germain und Manchester United (1:3) im März 2019. "Auf Pauls Wunsch wurde ein Zauberer beauftragt, Mbappé, der damals einen rasanten Aufstieg erlebte und Pauls Bekanntheitsgrad bei weitem übertraf, unschädlich zu machen", sagte Mathias Pogba. Mbappé sei in dem Spiel "nur ein Schatten seiner selbst" gewesen.

Außerdem beschuldigte Mathias Pogba seinen Bruder, dass er sich mit Kriminellen umgebe.

Ende August hatte der drei Jahre ältere Bruder des Mittelfeldstars "explosive" Enthüllungen angekündigt. Mitte September wurde Mathias Pogba zusammen mit vier weiteren Verdächtigen wegen Erpressungsvorwürfen angeklagt und inhaftiert. Paul Pogba hatte bereits im Juni wegen der Erpressung Klage eingereicht.

Paul Pogba Opfer von Erpressern? "Ich hatte Angst"

"Ich hatte Angst", sagte Pogba laut der französischen Tageszeitung Le Monde zu den Geschehnissen. Am Rande eines Trainingslagers der französischen Nationalmannschaft sollen Jugendfreunde den Juve-Profi unter Androhung von Waffengewalt zu einer Zahlung von 13 Millionen Euro aufgefordert haben. "Als ich so mit vorgehaltener Waffe festgehalten wurde, sagte ich ihnen, dass ich bezahlen würde", bestätigte Pogba der Polizei.

Laut Medienberichten stehen Pogba und seine Mutter, die ebenfalls bedroht worden sein soll, mittlerweile unter Polizeischutz.

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