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Fussball

FC Arsenal - Gabriel Jesus im Interview: Thiago Silva "ein bisschen nervig"

Von Sebastian Mittag

Auf Gabriel Jesus ruhen große Hoffnungen beim FC Arsenal. Die Gunners verpassten den Einzug in die Champions League und müssen diese Saison auch noch dabei zusehen, wie der große Rivale Tottenham in der Königsklasse um die Geldtöpfe spielt. Um es in der kommenden Saison wieder in die Top Four der Premier League zu schaffen, holte man Gabriel Jesus.
 

Für den Brasilianer überwies Arsenal kolportierte 52 Millionen Euro an Manchester City. Der 25-Jährige soll von den Citizens die Gewinnermentalität mitbringen, die Arsenal in der entscheidenden Phase der letzten Saison fehlte. Und vor allem eins beisteuern: Tore. SPOX und GOAL konnten als erstes Medium weltweit nach seiner Vertragsunterschrift ein Interview mit Gabriel Jesus führen. Dabei sprach der Torjäger über seine Ziele mit Arsenal, seinen Trainer Mikel Arteta und verriet seinen unangenehmsten Gegenspieler.

Gabriel Jesus, warum sind Sie ausgerechnet zum FC Arsenal gewechselt? Was bedeutet der Verein für Sie?

Gabriel Jesus: Als ich hörte, dass ich die Möglichkeit hatte, zu Arsenal zu wechseln, war ich glücklich. Denn es ist ein großer Verein mit einem großen Projekt. Und als Edu (Edu Gaspar, Sportdirektor Arsenal, Anm. d. Red) mir erklärte, was sie für die Zukunft vorhaben, war ich so aufgeregt, dass ich mich Arsenal unbedingt anschließen wollte. Denn ich liebe das Projekt, ich möchte Trophäen gewinnen. Ich möchte alles gewinnen. Deshalb freue ich mich darauf, zu einem großen Verein mit sehr guten Spielern zu wechseln.

Warum glauben Sie, dass der Spielstil von Arsenal zu Ihrem passt?

Gabriel Jesus: Ich habe bereits mit Mikel Arteta zusammengearbeitet. Daher denke ich, dass ich seine Ideen ein wenig kenne. Ich glaube, ich weiß, wie er spielen will. Es ist sehr ähnlich zu Pep Guardiola. Ich glaube, das passt gut. Ich komme, um den Jungs zu helfen. Und ich werde auch versuchen, zusammen mit ihnen zu lernen. Wie eine Familie. Ich bin sehr zufrieden mit der Gruppe hier. Es war schön, alle zu sehen, als ich am ersten Tag zum Klub kam. Es ist eine große Familie hier. Wir werden gut spielen, gut trainieren und am Ende der Saison, da bin ich mir ziemlich sicher, werden wir etwas gewinnen.

Sie haben Mikel Arteta erwähnt. Er war der Assistenztrainer von Pep Guardiola bei Manchester City. Sie kennen ihn sehr gut. Wie wichtig war er für Ihre Entscheidung, zu Arsenal zu wechseln?

Gabriel Jesus: Sehr wichtig. Denn in meinem Leben mochte ich immer Projekte, auf die ich mich freuen konnte. Als Edu zu mir kam, um mit mir zu sprechen, war ich sehr angetan von den Ideen des Vereins. Der Weg, den sie gehen wollen, die Dinge, die sie tun wollen. Da war ich mir schon ziemlich sicher, dass ich zu Arsenal kommen würde. Aber nachdem ich mit Mikel Arteta gesprochen hatte, war ich mir zu 100 Prozent sicher. Weil ich Vertrauen in ihn habe. Weil ich Vertrauen in diesen großen Verein habe. Und ich vertraue auch auf mich selbst und die Spieler. Denn hier gibt es eine Menge Talent. Sehr gute Spieler. Und junge Spieler. Wie ich, ich bin ja auch noch jung. Wir stecken da alle gemeinsam drinnen. Wie eine Familie. Das ist es, was ich will.

Was sind Ihre Ziele mit Arsenal in der kommenden Saison?

Gabriel Jesus: Zuallererst: Mich anzupassen. Anpassen an den Verein, Anpassen an die Spieler. Die Art, wie sie spielen, wie sie sind. Ich bin neu hierhergekommen. Also muss ich mich anpassen. Das ist das Wichtigste. Und danach wird sich alles andere von selbst ergeben. Ich denke, so ist Fußball. Fußball ist überall das Gleiche. Und am Ende der Saison möchte ich etwas gewinnen. Trophäen gewinnen. Wie jeder hier bei Arsenal. Das ist der einzige Weg, um mich in der Geschichte dieses großen Klubs zu verewigen.

Gabriel Jesus: "Thierry Henry ist einzigartig"

Als Nummer 9 wurden Sie verpflichtet, um Tore zu schießen: Wie viele Tore können Sie in Ihrer ersten Saison für Arsenal schießen?

Gabriel Jesus: So viele wie möglich. Ich werde da sein: 99 Minuten pro Spiel im Strafraum, versuchen, Tore zu schießen, versuchen, zu helfen. Nicht nur mit Toren, sondern auch mit Assists. Den Ball abschirmen. Laufen. Das ist mein Stil: Niemals aufgeben! Meinem Team helfen, meinen Mannschaftskameraden helfen. So bin ich einfach!

Arsenal hat zahlreiche Legenden hervorgebracht: Wer ist für Sie der größte und wichtigste Spieler in der Geschichte dieses Vereins?

Gabriel Jesus: Ich denke, da gibt es eine Menge. Aber für mich als Stürmer ist es Thierry Henry. Denn er ist eine Legende. Er ist die Geschichte dieses Klubs. Wenn man Arsenal sagt, meint man Thierry Henry. Aber ich will nicht der neue Thierry Henry sein. Ich möchte mir einen eigenen Namen in der Geschichte dieses Klubs machen. Denn Thierry Henry ist einzigartig. Keiner ist wie der andere. Aber Thierry Henry war ein unglaublicher Spieler, denn er ist einer der größten Spieler aller Zeiten.

Thierry Henry war Stürmer, Sie sind Stürmer. Wer war der härteste Verteidiger, gegen den Sie spielen mussten?

Gabriel Jesus: Da gab es viele. Ich habe gegen viele sehr gute Verteidiger gespielt, aber ich würde mich für Thiago Silva entscheiden. Denn er ist ein bisschen nervig auf dem Platz, er schubst dich ständig, redet mit dir. Also, ja, es ist Thiago Silva.

Sie spielen zusammen mit Thiago Silva in der brasilianischen Nationalmannschaft. Wie wichtig ist die Weltmeisterschaft im Winter für Sie persönlich, wenn Sie an die kommende Saison denken? Was kann Brasilien in Katar erreichen?

Gabriel Jesus: Ich war bei der WM 2018 und habe dort diese Atmosphäre gespürt. Für mich ist die WM der größte Wettbewerb auf dem Planeten. Ich konnte spüren, was die Weltmeisterschaft bedeutet. Ich wusste es ja schon, denn ich bin Brasilianer und wir leben für die WM. Aber als ich dann dort war, konnte ich es wirklich spüren. Und jetzt bin ich noch ein bisschen erfahrener. Aber als Brasilianer wollen wir einfach nur spielen, den Fußball genießen und versuchen zu gewinnen. Wir hatten in der Vergangenheit eine Menge großartiger Spieler. Und jedes Jahr gibt es neue Spieler in Brasilien, weil wir einfach so sind. Ich möchte mit der brasilianischen Nationalmannschaft dorthin fahren und versuchen zu gewinnen. Das ist der einzige Weg, um auch in die brasilianische Geschichte einzugehen.

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