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Fussball

Robin Koch von Leeds United exklusiv: "Bei 100 Prozent und fit für die EM" - Training unter Bielsa "sehr speziell"

Robin Koch (r.) wechselte vor der Saison vom SC Freiburg zu Leeds United.

Nach langer Verletzungspause hat sich Robin Koch bei Leeds United wieder in die Startelf zurückgekämpft. Im Gespräch mit SPOX und Goal zieht der Nationalspieler ein erstes Fazit zu seiner Debüt-Saison in der Premier League - und äußert sich zu seinem Ziel, noch auf den EM-Zug aufzuspringen.

Die ersten Monate bei Leeds United liefen für Robin Koch wie am Schnürchen. Der im August 2020 für 13 Millionen Euro vom SC Freiburg nach Yorkshire gekommene Defensiv-Allrounder avancierte unter Marcelo Bielsa prompt zum Stammspieler und bestritt zwischen September und November elf Partien.

Doch dann folgte eine Länderspielpause zum Vergessen mit dem 0:6-Debakel gegen Spanien und wenig später beim Duell mit dem FC Chelsea ein Schlag auf das schon vor seinem Transfer auf die Insel lädierte rechte Knie, der eine Operation am Meniskus sowie eine sechswöchige Zwangspause nach sich zog.

Eine harte, aber lehrreiche Zeit, die wegen Trainingsrückstands noch länger andauerte als ursprünglich angenommen. 18 Spiele sollte Koch verpassen, ehe er Mitte März beim Duell mit dem FC Fulham in der Schlussphase erstmals wieder eingewechselt wurde. Bei den jüngsten beiden Spielen in Brighton und gegen Tottenham Hotspur spielte er 90 Minuten durch.

Koch als Sechser: "Stärkste Qualität im Aufbauspiel"

"Es ist gut, wieder in der Startelf zu stehen. Ich habe hart gearbeitet", sagt Koch zu SPOX und Goal. Sein Ziel, einen der 26 deutschen Kaderplätze für die EM zu erlangen, hat er nach wie vor fest im Blick: "Ich bin wieder bei 100 Prozent und fit für die EM." In den letzten Saisonspielen gegen den FC Burnley, FC Southampton und West Bromwich Albion wolle er sich "weitere Spielpraxis holen", um Bundestrainer Joachim Löw restlos von sich zu überzeugen.

Interessant dabei: Koch spielt nicht wie noch zu Beginn seiner Zeit in Leeds in der Innenverteidigung, sondern mittlerweile auf der Position des Sechsers. Vor Bielsa hatten auch Löw und sein alter Freiburger Coach Christian Streich ihm diese Rolle schon das eine oder andere Mal zugetraut. Ihre Begründung: Koch könne das Spiel mit seiner Passsicherheit gut strukturieren.

"Ich sehe meine stärkste Qualität im Aufbauspiel", sagt der 24-Jährige über sich selbst. "Für unser Spiel ist es wichtig, unsere Offensivkräfte bestmöglich anzuspielen und so gleich torgefährliche Situationen zu kreieren. Diese Pässe in offensiv gefährliche Räume will das Trainerteam von mir sehen. Aufgrund dieser Qualitäten haben sich die Verantwortlichen um mich bemüht und aufgrund der Spielweise von Leeds United habe ich mich auch hierfür entschieden", erklärt er. "Das Pass- und Aufbauspiel, insgesamt das Spiel mit dem Ball ist für uns sehr wichtig und das trainieren wir auch so. Daher ist es denke ich schon so, dass ich mich darin hier bei Leeds nochmals verbessert habe."

Leeds-Fußball für den Zuschauer "sehr unterhaltsam"

Koch sieht sich aber nicht nur mit dem Ball am Fuß gefordert: "Defensive Stabilität ist genauso wichtig wie das Herausspielen von Torchancen. Als defensiver Spieler bist du hier die ganze Zeit gefordert. Nach vorne und nach hinten. Unser Team zeichnet aber auch aus, dass wir immer mit allen Spielern gemeinsam gegen den Ball arbeiten."

In ihrer ersten Saison nach dem Wiederaufstieg belegen die Peacocks derzeit mit 50 Punkten den zehnten Platz in der Premier League. Auch wenn aus einer Teilnahme am internationalen Geschäft nichts wird, zieht Koch ein positives Fazit - vor allem aus spielerischer Sicht.

"Wer unsere Spiele diese Saison gesehen hat, weiß, wie intensiv diese sind. Es geht ständig hin und her und wir geben 90 Minuten Vollgas. Für den Zuschauer ist das sehr unterhaltsam", sagt er.

Leeds: Bielsas "Murderball" für Koch "sehr speziell"

Der variantenreiche und disziplinierte Bielsa-Fußball setzt allerdings "viel Kraft und Kondition" voraus. Dementsprechend hart werde trainiert. Auch um "Murderball", das berüchtigte Trainingsspiel von "El Loco", kommen Koch und seine Kollegen nicht herum.

Beim "Murderball" wird klassisch elf gegen elf gespielt - jedoch ohne Fouls, Abseits und Pausen. Die Spieler müssen manchmal für 20 Minuten am Stück rennen, dürfen nicht stehen bleiben. Staffmitglieder stehen derweil am Spielfeldrand und werfen für jeden Ball, der die Seitenauslinie überquert, einen zurück ins Spiel.

"Das Training unter Marcelo Bielsa ist sehr speziell", sagt Koch. "Aber ich bin mir sicher, dass es uns alle zu besseren Spielern macht. Ich sehe bei mir persönlich auf jeden Fall eine Weiterentwicklung in dieser Saison."

Robin Koch: Leistungsdaten 2020/21 bei Leeds

Gespielte Minuten1131
Passquote86,2 %
Zweikampfquote57,6 %
Klärungsaktionen31
Torbeteiligungen0
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