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Fussball

FC Bayern München - FC Barcelona 3:0: Lockere Machtdemonstration! Bayern schickt Barca in die Europa League

Barca-Trainer Xavi sah in München ein ungleiches Duell.
© getty

Makellose Bilanz: Der FC Bayern München hat zum zweiten Mal in seiner Champions-League-Historie alle sechs Gruppenspiele für sich entschieden. Im Duell mit dem FC Barcelona setzte sich die Mannschaft von Julian Nagelsmann mit 3:0 (2:0) durch und schickte die Katalanen damit in die Europa League.

Benfica Lissabon gewann das Parallelspiel gegen Dynamo Kiew mit 2:0 (2:0) und sicherte sich damit den zweiten Platz in Gruppe E.

Thomas Müller mit einem "Kopfball-Lupfer" brachte die Bayern gegen ein erschreckend schwaches Barca in Führung (34.), Leroy Sane erhöhte per Weitschuss, bei dem Nationaltorhüter Marc-Andre ter Stegen alles andere als gut aussah (43.). Jamal Musiala markierte den 3:0-Endstand in der Allianz Arena (62.).

"Es war wichtig, dass wir zu Null gespielt haben. Das wird uns immer ein bisschen angekreidet. Wir haben es sehr souverän gemacht. Wir haben gegen einen großen Gegner mit einem großen Namen gespielt, der auch eigentlich gewinnen musste. Wir haben ihn zu keiner Zeit zur Entfaltung kommen lassen", sagte Bayern-Trainer Julian Nagelsmann bei DAZN: "Wir haben in der zweiten Halbzeit tiefer verteidigt und ihnen mehr den Ball überlassen. Wenn wir richtig anziehen, können wir auch noch mehr als drei Tore schießen. Am Ende ist es schon eine sehr gute Gruppenphase."

"Die traurige Realität ist, dass wir mit Mannschaften wie Bayern nicht mithalten können. Das ist ein anderes Level. Sie waren uns in allen Belangen überlegen", sagte Barca-Coach Xavi nach der Partie. "Die Europa League ist nicht das, was wir wollen. Das haben unsere Fans nicht verdient. Wir müssen hart arbeiten, damit wir wieder dorthin kommen, wo wir hingehören."

Müller hat in einem launigen DAZN-Interview seine eigene Leistung eingeordnet, Musiala gelobt und über die aktuellen Probleme bei Barca gesprochen.

Champions League: Die Tabelle der Gruppe E

RangMannschaftSpieleSUNDiff.Pkt.
1FC Bayern München6600+1918
2SL Benfica6222-28
3FC Barcelona6213-77
4Dynamo Kiew6015-101

FC Bayern München - FC Barcelona: Die Analyse

Nagelsmann musste auf sieben Spieler verzichten - darunter Goretzka, der das Abschlusstraining mit Problemen an der Patellasehne abbrach. Für ihn spielte der für gewöhnlich eher offensive Musiala auf der Doppelsechs mit Tolisso.

Ein Experiment, das Bayerns Trainer ob der vielen Ausfälle schon über eine Woche im Training einstudiert hatte - und sehr gut funktionierte.

Musiala war ebenso wie Tolisso eng am Gegenspieler, holte sich viele Bälle ab und verteilte sie unaufgeregt. Barca, von Neu-Coach Xavi in einem Mischsystem aus 3-5-2 und 4-3-3 mit Depay und Dembele an vorderster Front aufgeboten, präsentierte sich zwar aggressiv im Zweikampf und presste insbesondere in der ersten Hälfte sehr hoch, fand mit Ball aber erschreckend wenige Lösungen.

Neuer musste in Hälfte eins lediglich einen Schuss abwehren, ansonsten hatten die Münchner alles im Griff. Und obwohl die Nagelsmann-Elf im Spiel nach vorne nur phasenweise den Anschein erweckte, als würden sie "all-in" gehen, sprangen dank exzellenter Einzelleistungen schon vor dem Seitenwechsel zwei Tore hinaus.

Müller per Kopf nach perfekter Vorlage von Lewandowski (34.) und Sane mit einem wuchtigen Schuss (43.) brachten Barca auf Europa-League-Kurs. Daran änderte sich auch im zweiten Abschnitt nichts mehr. Im Gegenteil: Musiala belohnte sich nach einer überragenden Vorlage von Davies für eine sehr starke Leistung (62.).

FC Bayern München - FC Barcelona: Die Aufstellungen

Bayern: Neuer - Pavard, Süle (78. Nianzou), Upamecano, Davies (70. O. Richards) - Tolisso (60. Roca), Musiala - Coman, Müller, Sane - Lewandowski (78. Tillman)

Barca: Ter Stegen - Araujo, Pique, Lenglet - Dest (45. Nico Gonzalez), Gavi, Busquets, de Jong (74. Puig), Alba (30. Mingueza) - Dembele (74. Coutinho), Depay

FC Bayern München - FC Barcelona: Die Daten des Spiels

  • Tore: 1:0 Müller (34.), 2:0 Sane (43.), 3:0 Musiala (62.)

  • Müller ist erst der acht Spieler in der CL-Historie, der auf 50 Tore oder mehr kommt. Henry, van Nistelrooy, Benzema, Raul, Lewandowski, Messi und Cristiano Ronaldo haben diese Marke ebenfalls erreicht.
  • Der FCB hat in zwölf aufeinanderfolgenden CL-Heimspielen mehr als ein Tor erzielt. Das ist ein neuer Rekord in der Königsklasse. Zuvor hatten sich die Münchner die Bestmarke von elf Partien mit Barca (2015-2017) geteilt.

Der Star des Spiels: Leroy Sane (FC Bayern München)

In der Form seines Lebens. Leitete das 1:0 stark ein, besorgte das 2:0 per Flatter-Distanzschuss selbst. Glänzte neben seinen wichtigen Offensivaktionen auch im Spiel gegen den Ball. Einziger Makel: seine vergebene Riesenchance zu Beginn der zweiten Hälfte.

Der Flop des Spiels: Ronald Araujo (FC Barcelona)

Barcas Außenverteidiger bekam von Davies ganz klar die Grenzen aufgezeigt, hatte Defizite, mit dem Tempo des Kanadiers mitzuhalten und war insbesondere vor dem 0:3 viel zu weit weg vom Vorlagengeber.

Der Schiedsrichter: Ovidiu Hategan (Rumänien)

Verwarnte mit Busquets (3.) und Araujo (16.) zwei Defensivspieler der Gäste nach rüden Fouls an Lewandowski und Davies berechtigterweise früh mit Gelb, legte insgesamt aber eine großzügige Linie an den Tag und ließ einige pfiffwürdige Situationen durchgehen. Am Ende ein rundum solider Auftritt des Rumänen.

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