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Fussball

Marcel Sabitzer - Ex-Nachwuchsleiter über Probetraining beim FC Bayern: "So schlecht"

Von Philipp Schmidt
Vor seinem Wechsel nach München spielte Sabitzer unter anderem in Leipzig und Salzburg.
© getty

Im Alter von 14 Jahren absolvierte Bayern-Neuzugang Marcel Sabitzer ein Probetraining beim FCB. Der damalige Nachwuchsleiter Werner Kern hat nun in einem Interview mit der tz erklärt, dass der Österreicher damals auf ganzer Linie enttäuscht hatte.

"Er hat so schlecht trainiert, wie ich es noch nie erlebt habe. Das war eine Enttäuschung - sogar sein Agent hat sich damals bei mir entschuldigt", blickte Kern zurück, der zwischen 1998 und 2012 für den Nachwuchs beim deutschen Rekordmeister verantwortlich war und unter anderem Talente wie Thomas Müller oder Bastian Schweinsteiger betreute.

Auf Empfehlung seines damaligen Beraters durfte Sabitzer vorspielen, konnte die Erwartungen aber nicht erfüllen. "Sein Auftritt lag aber nicht an seinem Leistungsvermögen", stellte Kern klar. Damit bezog er sich indirekt auf eine Aussage von Sabitzers Vater Herfried, der jüngst angesprochen auf besagtes Probetraining erklärt hatte, dass sein Sohn damals nicht zum FC Bayern wechseln wollte.

"Er wollte sich Schritt für Schritt entwickeln, erst mal bei einem österreichischen Bundesliga-Klub Profi werden", erklärte Sabitzer Senior ebenfalls in der tz. Und das, obwohl der ÖFB-Nationalspieler seit Kindesbeinen großer Fan des FC Bayern ist.

Sabitzer und FC Bayern: "Zusammen, was zusammengehört"

Statt nach München wechselte Sabitzer 2009 zu Admira Wacker Mödling und später zu Rapid Wien, Red Bull Salzburg und 2015 zu RB Leipzig. Einen Vorwurf macht sich Kern im Nachhinein nicht, dass er sich den Spieler nicht schon damals sicherte: "Wir haben uns nichts vorzuwerfen. Wir haben ihn ja gescoutet. Aber wenn sich jemand so präsentiert, kannst du ihn nicht nehmen."

Heute schwärmt er nun vom 27-jährigen Mittelfeldspieler, für den der FCB rund 15 Millionen Euro bezahlte: "Er ist ein erstklassiger Bundesliga-Spieler geworden, ist auch in der Nationalmannschaft zu einer führenden Figur gereift. Eine tolle Entwicklung! Er hat für sich das Beste rausgeholt. Jahre später ist nun zusammengekommen, was zusammengehört."

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