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NFL Recap: Las Vegas Raiders vs. Miami Dolphins 25:26 - Irres Finish! Fitzmagic hält Playoff-Hoffnungen am Leben

Ryan Fitzpatrick führte die Dolphins zu einem wundersamen Sieg in Las Vegas.

Die Miami Dolphins haben ihre Playoff-Hoffnungen durch ein Field Goal in letzter Sekunde beim 26:25-Sieg über die Las Vegas Raiders am Leben gehalten. Quarterback Ryan Fitzpatrick wurde erst spät für einen schwachen Tua Tagovailoa eingewechselt und hauchte seinem Team neues Leben für ein Foto-Finish ein. (Die Highlights zum Spiel findet Ihr hier!)

Nach 3-and-Outs auf beiden Seiten legten die Raiders den ersten besseren Drive hin, nachdem sie Hunter Renfrow mit einem 32-Yard-Punt-Return an der 43-Yard-Linie der Dolphins in Position gebracht hatte. Letztlich fand Quarterback Derek Carr per Sneak die Endzone von der 1-Yard-Linie zur Führung für Las Vegas.

Die Dolphins schlugen umgehend mit einem Field Goal durch Jason Sanders zurück. Bis zur Pause erzielten die Raiders auf zwei weiteren Red-Zone-Trips noch zwei Field Goals, während die Dolphins noch ein Field Goal erzielten - nach einem bemerkenswerten Drive. Um in Reichweite zu gelangen, setzten sie einmal auf einen Wildcat-Run von Running Back Lynn Bowden Jr., ehe es zum Fake Punt kam: Personal Protector Clayton Fejedelem bekam den direkten Snap und lief für ein neues First Down und einige Yards mehr. Erst am Rande der Red Zone verließ die Gäste dann aber doch der Mut und sie begnügten sich mit einem 39-Yard-Field Goal.

Ihren wohl besten Drive (9 Plays, 75 YDS, 4:29 Minuten) legten die Dolphins direkt nach der Pause hin. Am Ende fand Tua Tagovailoa Running Back Myles Gaskin für einen 10-Yard-Touchdown-Pass und den 13:13-Ausgleich.

Kurz darauf sah es dann so aus, als ob das Momentum gänzlich überschwenken würde. Miami stoppte einen vierten Versuch nahe der Mittellinie, machte aus diesem neuen Ballbesitz aber nichts und puntete erneut. Die Raiders marschierten im Gegenzug bis an die 2-Yard-Linie, beließen es jedoch auch dieses Mal bei lediglich einem Field Goal, dieses Mal aus 20 Yards.

Dolphins: Fitzpatrick ersetzt Tagovailoa für Schlussminuten

Knapp zehn Minuten vor Spielende nahm Dolphins-Head-Coach Brian Flores dann einen Wechsel vor: Tagovailoa musste raus und Backup-Quarterback Ryan Fitzpatrick übernahm. Der Veteran brachte neue Dringlichkeit in die Offense und führte Miami direkt in die Red Zone. Doch auch mit ihm kamen die Dolphins nicht über ein weiteres Field Goal - dieses Mal aus 22 Yards - hinaus. Ausgleich mit etwas mehr als vier Minuten zu spielen.

Vielleicht inspiriert davon wurden dann auch die Raiders aggressiver. Carr versuchte einen Deep Ball auf Nelson Agholor, der daraus einen 85-Yard-Touchdown-Catch-and-Run machte und dabei unter anderem Cornerback Byron Jones davonlief. Carlson vergab jedoch den Extrapunkt, sodass Miami noch Hoffnung blieb mit 3:37 Minuten auf der Uhr.

Miami jedoch brauchte nicht mal annähernd so viel Zeit! Rund eine halbe Minute später fand Fitzpatrick Gaskin mit einem kurzen Pass auf einer Underneath-Route, woraufhin der Running Back den Turbo auspackte und zu einem 59-Yard-Touchdown-Catch-and-Run lief. Sanders traf seinen PAT und Miami ging in Führung - mit noch 2:55 Minuten zu spielen.

Las Vegas hielt danach ebenfalls den Fuß auf dem Gas und hatte Glück, dass die Schiedsrichter nach einem Carr-Deep-Ball Richtung Agholor eine leichte Berührung durch Byron Jones als Pass Interference werteten und gegen Miami eine 49-Yard-Strafe aussprachen. Die Raiders fanden sich also in kurzer Zeit am Rande der Red Zone wieder.

Raiders verlieren nach irrem Finish

Letztlich spielten die Raiders die Uhr weitestgehend herunter, verzichteten auf die Chance, einen Touchdown zu erzielen und ließen Carlson ein 22-Yard-Field-Goal mit 23 Sekunden auf der Uhr kicken. Doch auch dies war zu viel Zeit! Fitzpatrick fand unter hohem Druck und mit Arden Key in seinem Gesichtsgitter Mack Hollins für einen 35-Yard-Pass ohne hinzugucken und die Dolphins bekamen durch das Fou von Key noch 15 Yards obendrauf. Wenig später war es dann Sanders, der mit seinem 44-Yard-Field-Goal die Partie doch noch für Miami entschied.

Die Dolphins halten damit ihren Vorsprung vor den Ravens im Kampf um den letzten Wildcard-Spot und haben es in der eigenen Hand, in der kommenden Woche mit einem Sieg die Playoffs zu erreichen.

Las Vegas Raiders (7-8) - Miami Dolphins (10-5)

Ergebnis: 25:26 (7:3, 6:3, 3:7, 9:13) BOXSCORE

Raiders vs. Dolphins - die wichtigsten Statistiken

  • Waller durchbrach in dieser Partie die 1000-Receiving-Yard-Marke in dieser Saison. Er ist damit erst der zweite Raiders-TIght-End überhaupt, dem dies in zwei Spielzeiten nacheinander gelang. Zuvor schaffte es nur Todd Christensen 1983 und 1984. Zugleich brach Waller den Saison-Rekord für Receptions eines Tight Ends (95, 1986), der ebenfalls von Christensen gehalten wurde.

  • Waller hat nun 9 Spiele mit mindestens 100 Receiving Yards seit Beginn der Saison 2019. Das sind die meisten für einen Tight End in der NFL. Travis Kelce kommt auf 8.

  • Fitzpatrick warf im vierten Viertel für 182 Yards. Er stellte damit seine Bestmarke für Yards im vierten Viertel aus dem Jahr 2013 ein.

  • Fitzpatrick war 5-6 für 156 Yards (TD) bei Pässen, die über mehr als 5 Yards flogen. Tua dagegen war bei solchen Pässen nur 3-7 für 35 Yards.

Der Star des Spiels: Ryan Fitzpatrick (Dolphins)

Er kam spät rein und führte sein Team mit einer herausragenden Vorstellung doch noch zu einem exorbitant wichtigen Sieg. Fitzpatrick hauchte seiner Offense Leben ein und veränderte die komplette Herangehensweise komplett. Weg vom zögerlichen, wackligen Auftritt von Tua hin zu einer Gunslinger-Mentalität, die das Spiel entschied. Ebenfalls erwähnenswert: Myles Gaskin mit 169 Scrimmage Yards und 2 Touchdowns.

Der Flop des Spiels: Jon Grudens Entscheidungen (Raiders)

0-10! Die Raiders scheiterten bei all ihren zehn dritten Versuchen im Spiel. So machten sie sich immer wieder selbst das Leben schwer. Bei vierten Versuchen waren sie indes 1-2, zeigten sich also generell nicht unbedingt risikofreudig. Die Krone setzte sich Gruden dann mit seiner Entscheidung auf, den Angsthasenweg zu gehen und ganz am Ende auf Field Goal zu gehen, anstatt den Touchdown zu versuchen. Das ließ zwar die Uhr herunterlaufen, jedoch blieb Fitzpatrick noch genügend Zeit, zurückzuschlagen.

Analyse: Raiders vs. Dolphins - die Taktiktafel

  • Die Dolphins begannen das Spiel sehr vorsichtig offensiv und setzten hauptsächlich auf Laufspielzüge und kurze Pässe. Jedoch lief das alles auch mit geringem Tempo, was zu Problemen in der Pass Protection führte und Tagovailoa schnell unter Druck geriet, da die O-Line keinen sonderlich guten Job machte.

  • Dagegen stellten die Raiders vor allem Sub-Packages und ließen zumeist bis zu acht Spieler in Coverage fallen. Das neutralisierte häufig die recht simplen Pässe über die Mitte und Comeback- oder Curl-Routes. Geblitzt wurde relativ selten, sodass der 3-Men-Rush für Druck sorgen musste, was vor allem über die eigene linke Seite gegen Right Tackle Jesse Davis funktionierte.

  • Nach der Pause wurde es jedoch besser aus Sicht der Dolphins. Tagovailoa trennte sich schneller vom Ball, Miami setzte konsequenter auf Laufspielzüge gegen eine sehr leichte Box und kam so häufiger zu Chunk-Plays. Zudem war auffällig, dass sich die Pass-Tiefe im Schnitt von sehr kurz immerhin auf Mitteldistanzen erhöhte.

  • Die Raiders spielten ähnlich konservativ und versuchten es vor allem mit Slants und Curl- und Comeback-Routes. Zudem suchte Carr konsequent Waller, wenn der in Man Coverage war. Wenn dem so war, spielte er regelmäßig gegen Cornerback/Safety Eric Rowe, der allerdings kaum mithalten konnte.

  • Mit der Einwechslung von Fitzpatrick im vierten Viertel änderte sich einiges auf dem Feld. Die Dolphins spielten aggressiver und setzten vom Start weg auf mehr Deep Balls, speziell über die Mitte. Möglich machte dies auch die Raiders-Defense, die auf Cover-2 mit zwei Deep Safetys umstellte und demzufolge Platz in der Mitte bot.
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