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NBA - Pro und Contra zur Zukunft der Dallas Mavericks: Kommen die fetten Jahre oder ergeht es den Mavs wie Atlanta?

Kann es für die Mavs in den kommenden Jahren tatsächlich noch besser werden in den Playoffs?
© getty

Die Saison der Dallas Mavericks ist vorbei - deutlich später als es die meisten vor dem Start der Playoffs erwartet hätten. Ist dies nun der Vorgeschmack auf weitere gute Jahre oder entpuppt sich der Run womöglich doch als Eintagsfliege? Das Pro und Contra.

PRO: Dallas Mavericks - Ein Vorgeschmack für die fetten Jahre

Von Philipp Jakob

Tränen der Enttäuschung dürfte man aktuell in Dallas vergeblich suchen. Das Playoff-Aus nach der 110:120-Niederlage in Spiel 5 der West-Finals hat sich angedeutet, es hätte schon eine in 75 Jahren NBA noch nie dagewesene Sensation benötigt, um den 0-3-Rückstand gegen die Warriors umzubiegen. So weit kam es nicht, der Blick in die Zukunft sollte alle Mavs-Fans dennoch strahlen lassen.

"Das ist erst der Beginn unserer Reise", versprach Head Coach Jason Kidd schon nach Spiel 3 der Warriors-Serie. Wohl wissend, dass sich der Playoff-Run 2022 dem Ende entgegen neigt, der aber eben doch nicht "das Ende" für Luka Doncic und Co. bedeutet. Stattdessen war die Postseason nur ein Vorgeschmack auf die fetten Jahre, auf die Dallas zusteuert.

Kidd selbst hat sehr gut erkannt, dass noch kein Champion vom Himmel gefallen ist. Die meisten Teams müssen auf dem Weg in den Basketball-Olymp einen Reifeprozess durchmachen, auch negative Playoff-Erfahrungen sammeln. Das hat Dallas in den vergangenen Jahren mit dem zweimaligen Scheitern in der ersten Runde bereits hinter sich, in diesem Jahr gelang der nächste Schritt. "Diese Erfahrung macht uns nur besser", ist sich Kidd sicher.

Nun gibt es natürlich keinerlei Garantien, dass daraus tatsächlich eine Championship resultiert. Doch allein Doncic macht es allen Mavs-Fans sehr schwer, pessimistisch in die Zukunft zu blicken.

Mavs-Star Luka Doncic: Garant fürs Ticket in die West-Elite

In gewisser Weise ist Dallas seinem Zeitplan voraus. Nach dem Trade von Kristaps Porzingis kurz vor der Trade Deadline im Februar rechnete man nicht einmal intern mit einem solchen Playoff-Run, das sickerte in den vergangenen Wochen in verschiedenen Medienberichten durch. Doncic hat die Mavs schon früher als erwartet in die West-Elite gespült.

In Person des 23-Jährigen wissen die Texaner einen Franchise Player in ihren Reihen, wie er im Buche steht. Er vereint für jeden Gegner albtraumhaftes Scoring mit hervorragendem Playmaking, das die Mitspieler besser macht. Er ist ein zukünftiger MVP, zumindest wird sein Name in den kommenden Jahren immer in dieser Diskussion genannt werden. Das wäre vielleicht schon in dieser Saison der Fall gewesen, wenn er etwas fitter in die Spielzeit gestartet wäre.

Der Slowene wird dafür Sorge tragen, dass mit den Mavs auch in den kommenden Jahren zu rechnen ist. Um ihn herum hat sich ein starkes Grundgerüst gefunden, das selbst das mit Abstand beste Team der regulären Saison zum Fallen gebracht hat - eine erstickende Defense, starkes (aber teils inkonstantes) Shooting, viele 3-and-D-Experten, nach denen die ganze Liga sucht.

Schon jetzt haben die Mavs Playoff-Basketball verinnerlicht. Das Spieltempo ist auch in der regulären Saison eher niedrig, Doncic ist einer der besten Isolation-Scorer der Liga - der zum Beispiel beim Thema Shooting auch noch weitere Fortschritte machen kann. Und Coach Kidd hat eine Defense implementiert, die sich vor keinem Angriff der Association verstecken muss.

Dallas Mavericks: Intensiver Sommer vor der Brust

So weckte Dallas teils Erinnerungen an den magischen Finals-Run 2011. Zu oft lastet noch zu viel Druck auf den Schultern von Doncic, der als Superstar das Ding schaukeln muss, so wie LeBron James beispielsweise beim Finals-Run 2007.

Klar ist deshalb auch: Das Front Office der Mavs hat einen intensiven Sommer vor sich. Das Championship-Fenster ist jetzt offen und muss zwingend ausgereizt werden, was sicherlich nicht leicht ist. Der Westen wird eher stärker als schwächer, mit der potenziellen Verlängerung von Jalen Brunson droht eine happige Luxussteuerrechnung.

Dabei ist der Kader rund um Doncic relativ alt und viel wichtiger: Es fehlt weiterhin ein zweiter Star. Nach dem Porzingis-Trade verfügt General Manager Nico Harrison immerhin über mehrere Mittelklasse-Verträge, die in der Theorie unterschiedlich kombiniert werden könnten und Trades leichter machen sollten.

Mavs: Ein Sales Pitch, nach dem die Konkurrenz lechzt

In den vergangenen Jahren war Dallas nicht unbedingt Anlaufstelle Nummer eins für die Stars, auch das dürfte sich geändert haben. Während Dirk Nowitzki auf seine alten Tage eben wegen seines Alters nicht mehr die ganz großen Fische anlocken konnte, ist "Wir haben Luka Doncic!" ein hervorragender Start in ein Sales Pitch für unzufriedene Stars.

Die sprießen in der modernen NBA bekanntlich immer mal wieder aus der Erde, dann muss Dallas versuchen, zuzuschlagen. Doch selbst wenn nicht der ganz große Wurf gelingt, das Gerüst und vor allem Doncic als Speerspitze sind gut genug, um auch in der kommenden Saison mit einem (in diesem Fall dann weitestgehend) unveränderten Kader oben anzugreifen.

Man darf nicht vergessen, dass Dallas nicht nur in den Playoffs, sondern bereits über einen langen Zeitraum über die letzten Monate der regulären Saison hinweg zu den besten Teams der Liga zählte. Dallas wird aus dem Kampf um die West-Krone in den kommenden Jahren nicht mehr wegzudenken sein. Die rosige Doncic-Zukunft der Mavs hat schon jetzt begonnen.

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