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NBA

NBA - Golden State Warriors im Slump: Diese Probleme hatten Stephen Curry und Co. in den vergangenen Wochen

Stephen Curry und Klay Thompson werfen so schlecht wie noch nie in ihrer Karriere.

3. Andrew Wiggins hat abgebaut

Apropos Slump, in einem solchen steckt auch Andrew Wiggins. Seitdem der Kanadier überraschend zum All-Star gewählt wurde, ist es merklich still um den Forward geworden. Seit Februar legt Wiggins gerade einmal 14 Punkte bei nur 41 Prozent aus dem Feld auf und erinnert wieder mehr an Minnesota-Wiggins als an die perfekte dritte Option, die er für Golden State in den ersten Saisonmonaten war.

Wiggins wirkt oft passiv und sucht kaum noch den Weg zum Korb, was bei seiner Athletik und seinen Skills unverständlich ist (nur 1,9 Freiwürfe pro Spiel seit 1. Februar). Womöglich ist es aber auch Kopfsache, denn die Freebies gehen nicht rein. Wiggins war nie ein starker Freiwerfer (Karriere: 72 Prozent), aber unter 40 Prozent Erfolgsquote sind dann schon fast Ben-Simmons-in-den-Playoffs-Niveau.

Es fehlt aber nicht nur Wiggins' Scoring, auch seine Qualitäten am hinteren Ende des Courts kommen nicht mehr wie gewünscht zur Geltung. Der Kanadier ist Abend für Abend für die besten Perimeter-Spieler des Gegners zuständig und sah nun mehrfach schlecht aus. Luka Doncic machte gegen Wiggins, was er wollte, zudem war es kein Zufall, dass LeBron James mal eben 56 Punkte gegen Golden State auflegte.

Andrew Wiggins: Seine Splits

/PTSFG%3P%FTAFT%ReboundsAssists
bis 31.1.18,348,741,63,467,14,32,1
seit 1.2.13,941,436,91,939,14,02,8

4. Warriors und die Schattenseiten des Small Balls

So richtig öffentlich begann diese Diskussion kurz vor dem All-Star-Break, als die Warriors Hassan Whiteside in Utah (17 Rebounds, 7 Blocks) wie einen All-NBA-Center aussehen ließen. "Wir sahen heute klein aus", stöhnte Coach Kerr im Anschluss und ärgerte sich über die fehlenden Fundamentals seiner Mannen.

"Wenn wir weiter klein spielen wollen, dann ist es unumgänglich, dass jeder seinen Teil beiträgt und ausboxt", führte Kerr aus. Es ist ein Umstand, der die Warriors verfolgen wird. Mit Kevon Looney haben die Dubs nur einen echten (fitten) Center. Dass der frühere Nr.2-Pick James Wiseman, der immer noch kein Spiel in dieser Saison gemacht hat, in irgendeiner Form in den Playoffs helfen wird, ist unwahrscheinlich.

Die Warriors haben sich dem Small Ball verschrieben und müssen das nun auch durchziehen. Abende wie in Utah wird es immer mal wieder geben, doch bisher war die Größe nur vereinzelt problematisch. In Sachen Defensiv-Rebounds sind die Dubs Top-10, dazu zählen sie weiter zu den besten Teams, die den eigenen Korb beschützen.

Die Frage wird sein, ob dies auch in den Playoffs der Fall ist. Mit Ausnahme von Dallas (Dwight Powell zählt nicht!) haben die Top-10 im Westen alle einen großen, klassischen Center, Teams wie Memphis oder Minnesota starten sogar zwei echte Bigs. Kann Golden State einen Nikola Jokic oder einen Karl Towns beständig ärgern? Was ist mit elitären Reboundern wie Steven Adams, Jarred Vanderbilt oder Ivica Zubac?

Die Vergangenheit hat gezeigt, dass ein guter Big nicht zwingend notwendig ist, damit man um die Meisterschaft spielt, aber in gewissen Matchups könnte die fehlende Größe tatsächlich ein Problem werden.

Golden State Warriors sind weiter heißer Titelkandidat

All das sind für den Moment temporäre Schwierigkeiten, gerade Green sollte viele der angesprochenen Punkte mit seiner Präsenz lösen. Schwache Phasen haben alle Teams, auch Championship-Kandidaten. Und ein solcher sind die Warriors in Bestform definitiv.

Der heiße Start (mit einem leichten Programm) hat womöglich ein wenig geblendet und der Westen ist gerade in der Spitze in den vergangenen Monaten wieder stärker geworden, dennoch müssen die Warriors in sieben Spielen erst einmal geschlagen werden.

Die Verletzungen hatten schließlich auch positive Nebeneffekte. Jonathan Kuminga bekam mehr Spielzeit und entpuppt sich als echte Alternative, gleiches gilt für Rookie-Kollegen Moody, der, wie bereits angesprochen, ein guter Schütze ist. Ob sie letztlich ein Faktor in der Postseason sein werden, ist nicht klar, dafür sind die Warriors auf dem Papier einfach zu tief.

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