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NBA

NBA Power Ranking im Februar: Wer im bärenstarken Osten nun die Nase vorn hat

Den Utah Jazz könnte ein ungemütlicher Sommer bevorstehen.

Die Trade Deadline ist vorbei, mit kleinen Ausnahmen stehen die Teams für die Playoffs. Folglich ist es mal wieder höchste Zeit für ein Power Ranking! NBA-Redakteur Robert Arndt blickt auf alle 30 Teams und ordnet sie ein.

Die Statistiken in diesem Artikel kommen von nba.com/stats, Cleaning the Glass und basketball-reference.com. Das "Offensiv-Rating" bezeichnet die Anzahl der erzielten Punkte pro 100 Ballbesitze, "Defensiv-Rating" die Anzahl der kassierten Punkte pro 100 Ballbesitze. "Net-Rating" rechnet beides gegeneinander auf.

Hier geht's zum letzten Ranking!

Von Platz 28 auf Platz 30: Houston Rockets (15-43)

Net-Rating: -9,4 (Platz 29)

Heimlich still und leise nehmen die Rockets Kurs auf den Titel "Schlechteste Defense aller Zeiten." Im Februar beträgt das Defensiv-Rating 124,4, auch mit Dennis Schröder ist keine Besserung eingetreten. Innerhalb der Organisation schwärmt man vom selbstlosen Spiel des Deutschen, das sagt gleichzeitig viel über die Texaner aus. In Boston sah man Schröder nicht als echten Point Guard an. Das Ziel muss bleiben, den Youngstern wie Green, Christopher, Sengün oder auch Porter Jr. so viele Minuten wie möglich zu geben.

Von Platz 29 auf Platz 29: Detroit Pistons (13-45)

Net-Rating: -10,0 (Platz 30)

Vor dem überraschenden Sieg in Boston setzte es für Detroit acht Pleiten am Stück - meist war es eindeutig. Jerami Grant ist wieder da, hält sich aber vornehm zurück. Der frühere Ulmer Killian Hayes hat dagegen seinen Platz in der Starting Five an Veteran Cory Joseph verloren, das Cunningham/Hayes-Experiment scheint für den Moment beendet. Lichtblick der vergangenen Wochen: Center Isaiah Stewart, der mit 10,1 Punkten und 10,8 Rebounds ein Double-Double auflegt und Spiel für Spiel andeutet, dass er ein guter Starter auf der Fünf sein kann.

Von Platz 30 auf Platz 28: Orlando Magic (13-47)

Net-Rating: -8,6 (Platz 28)

Bilanztechnisch ist Orlando zwar weiter Letzter, doch der Trend bleibt positiv. Franz Wagner wird von einem Teamkollegen als der beste Spieler der Franchise angesehen, vielleicht sehen wir in den kommenden Wochen auch noch ein bisschen von Markelle Fultz, der inzwischen wieder mit dem Team reist. Mal sehen, wie das aussehen wird, nachdem Nr.5-Pick Jalen Suggs nach seiner Rückkehr deutlich verbessert wirkt. Über die Dreierquote von 18,5 Prozent schweigen wir jedoch lieber. Als Team steht Orlando auch nur bei mageren 33 Prozent über die Saison.

Von Platz 27 auf Platz 27: OKC Thunder (18-40)

Net-Rating: -6,6 (Platz 27)

Huh, seit dem Jahreswechsel hat OKC eine Top-10-Defense, dabei genehmigt nur Boston weniger Abschlüsse am eigenen Ring. Das ist durchaus überraschend, auf der anderen Seite steht jedoch die mit Abstand schwächste Offense der Liga. Hier macht sich dann doch das erneute Fehlen von Shai Gilgeous-Alexander bemerkbar. Ohne SGA (wird nun zurückkehren) kann stattdessen Nr.6-Pick Josh Giddey schalten und walten, wie er möchte, der Australier legt seit der Verletzung des Franchise-Stars geschmeidige 16/9/8-Splits bei einer Wurfquote von 46 Prozent auf und verbuchte vor dem All-Star-Break drei Triple-Doubles am Stück. Es geht voran.

Von Platz 25 auf Platz 26: Indiana Pacers (20-40)

Net-Rating: -2,7 (Platz 23)

Das gilt auch für die Pacers, die mit Sabonis zwar ihren All-Star tradeten, doch mit Tyrese Haliburton einen der besten jungen Point Guards der Liga im Gegenzug bekamen. Ohne Myles Turner, T.J. Warren, Malcolm Brogdon und Co. ist diese Spielzeit zwar verloren, doch Indiana ist aufgestellt, um im kommenden Jahr wieder anzugreifen. Bis dahin darf sich Haliburton mit zahlreichen Rookies und No Names austoben. In den ersten vier Spielen kam der Sophomore durchschnittlich auf 21 und 11 und eine Dreierquote von 45 Prozent.

Von Platz 22 auf Platz 25: New York Knicks (25-34)

Net-Rating: -2,0 (Platz 21)

Es könnten die Wochen der Wahrheit für die Knicks und den angezählten Coach Thibodeau werden. Miami, 2x Philly, Phoenix und die Clippers warten auf New York, selbst das Play-In könnte schnell außer Reichweite geraten. Eine kleine Hoffnung gibt es aber noch, Derrick Rose könnte nach über zwei Monaten Verletzungspause zeitnah zurückkehren, dafür wird Kemba nicht mehr spielen. Das sollte immerhin der schwachen Offense (Platz 26 in 2022) weiterhelfen, da Randle der Musik weiter hinterherläuft. Es wartet bis Saisonende das viertschwerste Restprogramm.

Von Platz 26 auf Platz 24: Sacramento Kings (22-38)

Net-Rating: -4,9 (Platz 26)

Mit dem Sabonis-Trade ist die Marschrichtung klar, es soll ins Play-In-Turner gehen. Dafür müssen aber noch drei Teams überholt und 3,5 Spiele wett gemacht werden. Nicht unmöglich, aber verdammt schwer. Neben Sabonis, der vergleichbar wie in Indiana produziert, scorte De'Aaron Fox nun seit seiner Knöchelverletzung immer mindestens 26 Punkte. Es hilft, dass der Litauer dem Guard beim Playmaking entlastet. Und doch bleibt die Frage: Wo soll es eigentlich mit den Kings hingehen?

Von Platz 19 auf Platz 23: Washington Wizards (27-31)

Net-Rating: -2,6 (Platz 22)

Das lässt sich auch auf die Wizards reproduzieren, bei denen Neuzugang Porzingis bislang noch nicht im Einsatz war. Bradley Beal wird nach seiner Hand-OP nicht mehr eingreifen, der Shooting Guard wird Free Agent. Für den Rest des Jahres kann Washington schauen, wer denn eigentlich Teil der Zukunft sein soll. Das gilt vor allem für die Youngster auf dem Flügel - Deni Avdija, Rui Hachimura oder auch Corey Kispert. Wirklich überzeugen konnte in dieser Saison keiner aus diesem Trio.

Von Platz 22 auf Platz 22: Portland Trail Blazers (25-34)

Net-Rating: -4,2 (Platz 25)

McCollum weg, Powell weg, Nance weg, Lillard weiter verletzt, Nurkic auch verletzt - Portland stellt sich neu auf und darf feststellen, dass Anfernee Simons keine Eintagsfliege ist. Seit Januar legt der Guard 24 Zähler im Schnitt bei über 40 Prozent von der Dreierlinie auf - das dürfte im Sommer für einen warmen Geldregen sorgen. Auch Josh Hart dürfte Teil der Zukunft sein, gleiches gilt für die zwei Erstrundenpicks, die Portland im Sommer erwarten. Läuft es nach Plan, picken die Blazers dank New Orleans womöglich gleich zweimal in der Top 10. Für den Moment reicht es im Schneckenrennen des Westens sogar für einen Play-In-Platz.

Von Platz 24 auf Platz 21: San Antonio Spurs (23-36)

Net-Rating: +0,4 (Platz 16)

Den könnten aber auch die Spurs noch erobern, die weiter in Schlagdistanz sind und gemäß der Zahlen wie ein Playoff-Team agieren. Laut Cleaning the Glass haben die Texaner knapp 6 Siege zu wenig eingefahren, wenn man ihr Net-Rating betrachtet. Durch die Deals vor der Trade Deadline bekommen Youngster wie Devin Vassell oder Lonnie Walker mehr Spielanteile. Ebenfalls positiv: Zach Collins machte nach über einem Jahr Pause seine ersten Gehversuche und setzte in durchschnittlich 16 Minuten als Spielmacher auf der Fünf einige Duftmarken.

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