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NBA Playoffs - Erkenntnisse zu Bucks vs. Hawks, Spiel 5: Wie Milwaukee auch ohne Giannis die Hawks dominierte

Brook Lopez stellt in Spiel 5 gegen die Hawks mit 33 Punkten einen neuen persönlichen Playoff-Bestwert auf.

Kein Giannis, kein Problem! Diesen Eindruck hinterließen die Milwaukee Bucks beim Sieg in Spiel 5, mit dem sie die Kontrolle über die Ost-Finals übernahmen. Die Rollenspieler sprangen in die Bresche, Brook Lopez sprang in die Zeitmaschine und eine sinnvolle Veränderung im Defensiv-System stellte die Hawks vor Probleme. Die Erkenntnisse zum Spiel.

Brook Lopez: Die Geburt von "Oop Mountain"

Auf dem Gesicht von Shaquille O'Neal machte sich in der TNT-Postgame-Show ein fettes Grinsen breit, als die Highlights von Brook Lopez über den Bildschirm flackerten. Was er sah, war ein Big Man, der - aus Shaqs Sicht endlich mal wieder - wie ein klassischer Big Man spielte. "Er hat wahrscheinlich dir zugehört. Ich weiß, wie oft du predigst, dass Big Men in die Zone gehen und dort ihr Barbecue Chicken essen sollen", scherzte Bucks-Guard Jrue Holiday in Anspielung auf einen der Lieblingssprüche des Big Aristotle.

Lopez war mit 33 Punkten, 7 Rebounds und 4 Blocks die dominante Figur beim 123:112-Sieg der Bucks in Spiel 5 der Ost-Finals gegen die Hawks. Der Center traf 14/18 aus dem Feld, hämmerte Dunks und Alley-Oops durch den Korb, versenkte Hook-Shots und erinnerte fast an den alten Brook Lopez aus New Jersey- beziehungsweise Brooklyn-Tagen, der als Nummer-eins-Option in der Zone wütete.

Seither hat der Scoring-Leader der Nets-Franchise sein Spiel einmal auf links gedreht, seit einigen Jahren fokussiert er sich auf seine neue Rolle als Ring-Beschützer und Stretch-Big, der offensiv in erster Linie von Downtown Gefahr ausstrahlt. Gegen die Hawks wurde aus "Splash Mountain" allerdings "Oop Mountain", wie die Social-Media-Abteilung der Bucks ihn taufte.

Bucks vs. Hawks, Spiel 5: Hier geht's zu den Highlights!

Die Devise für Spiel 5 war klar: Ohne einen Giannis Antetokounmpo, der normalerweise in Ringnähe agiert, dieses Mal aber aufgrund von Knieproblemen ausfiel, sollte Lopez vermehrt die Zone besetzen. In der regulären Saison standen gerade einmal 2,7 Abschlüssen in der Restricted Area des 33-Jährigen 4 Dreierversuche pro Partie gegenüber. Nun aber versenkte er überragende 12/13 Versuche in der Restricted Area, darunter zwei Alley-Oops, drei weitere Dunks und mehrere Tip-Ins. 26 seiner 33 Punkte kamen in der Zone.

"Das macht Brook nun mal. Er ist sehr vielseitig, aber am Ring ist er noch viel besser", sagte Holiday. "Er ist 2,13 Meter groß, hat einen guten Touch. Er wusste, ohne Giannis würden wir ihn in der Zone brauchen." Letztlich nahm Lopez in Spiel 5 nur einen Dreierversuch aus dem Spiel, sein zweiter war ein Wurf fast übers komplette Spielfeld mit dem Buzzer zur Halbzeitpause.

"Ich bin bereit, das zu tun, was immer man von mir verlangt", zeigte sich der Big nach der Partie zurückhaltend, trotz seines beeindruckenden Auftritts. Seine Quote von 77,8 Prozent ist die viertbeste in einem 30+-Punkte-Spiel in der Playoff-Historie der Bucks. Genau diesen Lopez hat Milwaukee ohne Giannis gebraucht. "Brook ist eine Bestie", fasste Bobby Portis zusammen.

Bucks vs. Hawks: Der frühe Vogel fängt den Wurm

Angesprochen auf den größten Unterschied zur Pleite in Spiel 4 betonte Lopez nicht etwa sein eigenes Career-High oder das von Teamkollege Portis. Stattdessen hob er die Anfangsminuten hervor: "Wir haben einen sehr guten Start hingelegt. In den vergangenen beiden Partien waren wir zu Beginn etwas langsam. Heute sind wir rausgekommen und haben an beiden Enden des Courts dominiert."

Tatsächlich erwischten die Hawks in Spiel 3 und 4 den deutlich besseren Start. Den 2:15-Rückstand nach den Anfangsminuten von Spiel 3 konnte Milwaukee noch drehen, doch der 10:2-Start der Hawks in Spiel 4 brachte Atlanta - in Verbindung mit der Giannis-Verletzung - auf die Siegerstraße. Nun legte Milwaukee mit einem 10:2-Lauf los und setzte sich bereits im ersten Viertel mit bis zu 20 Zählern ab.

"Sie haben uns ins Gesicht geschlagen und wir haben uns davon einfach nicht erholt", fasste Hawks-Coach Nate McMillan zusammen. "Sie sind sehr aggressiv rausgekommen, nachdem sie das vorige Spiel verloren haben." Vor allem Holiday gebührte ein Sonderlob. Seine bisherigen Playoffs waren offensiv mehr ein Auf und Ab, doch in Spiel 5 war er mit 7 der ersten 10 Bucks-Zähler sofort da.

"Mit seinen Körben zu Beginn und seiner Aggressivität hat er den Ton vorgegeben", schwärmte Bucks-Coach Mike Budenholzer. So verhinderten die Bucks mit ihrer Aggressivität, sich eine eigene Grube zu graben. In den Anfangsminuten des Schlussabschnitts erhöhte dann Khris Middleton den Druck und machte jegliche Comeback-Hoffnungen der Gäste zunichte. "Wir müssen mit derselben Mentalität auch in das nächste Spiel gehen", forderte Coach Bud.

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