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NBA Dropping Dimes - die SPOX-Awards für den Monat März: Von Duplos, Erdbeben und einem neuen Thronfolger

Nikola Jokic schnappt sich den SPOX-MVP-Award im Monat März.

Dropping Dimes ist zurück und vergibt mit etwas Oster-Verspätung die wichtigsten Awards für den Monat März. Ein neuer MVP besteigt seinen Thron und ein Scharmützel geht gewaltig nach hinten los. Was das alles mit Duplos, Erdbeben und Windböen zu tun hat, erfahrt Ihr hier.

Außerdem mit dabei: D'Angelo Russell holt sich endlich "seinen" Award zurück, verbale Streitereien im DPOY-Rennen und gleich drei ganz bittere Airballs.

Performance des Monats: Damian Lillard

"Absurd", "eiskalt" oder einfach: "Dame ist lächerlich!" Die Reaktionen der NBA-Stars am Abend des 16. März sprachen Bände. In den Minuten zuvor hatte Damian Lillard mit 50 Punkten sowie 10 Assists beim Comeback-Sieg gegen New Orleans einige denkwürdige Momente geliefert. Und trotz zahlreicher Playoff-Heldentaten war diese Partie für ihn etwas Besonderes: "So wie es passiert ist und aus der Position, aus der wir uns herausgekämpft haben, wird das ein Spiel sein, an das ich mich erinnern werde."

Was er damit meinte: Die Blazers lagen knapp sechs Minuten vor dem Ende mit 17 Zählern im Hintertreffen. Dann leitete der 30 Jahre alte Clutchkönig mit einem tiefen Triple die Dame Time ein, an deren Ende 20 Zähler im Schlussabschnitt, zwei siegbringende Freiwürfe 1,2 Sekunden vor dem finalen Buzzer und unfassbare Quoten standen (und zugegebenermaßen ein desolater Einbruch der Pelicans).

Dass es für Big Game Dame keine schlechten Würfe gibt, musste selbst sein alter Nemesis Paul George nach dem All-Star Game zugeben. Gegen die Pels bestätigte er diese Annahme mit mehreren Dreiern vom Parkplatz bei 6/13 von Downtown, 13/20 aus dem Feld und 18/18 von der Freiwurflinie. Damit benötigte Lillard laut ESPN Stats & Info die drittwenigsten Feldwurfversuche in einem 50-Punkte-Spiel in der Shot-Clock-Ära, also seit der Saison 1954/55!

Seine True-Shooting-Percentage allein für diese Partie lag bei 89,5 Prozent, sein persönliches Offensiv-Rating bei 135,3 Punkten pro 100 Possessions. Gar nicht mal so schlecht. Dass Lillard im Anschluss auch eins der besten Post-Game-Interviews der jüngeren Vergangenheit ablieferte, passte zu seinem "absurden" Abend.

Runner-Up: Westbrooks historische 35, 14 & 21 gegen die Pacers, Jokic-Show gegen die Bucks, Hardens 40-Punkte-Triple-Double gegen die Pacers

Sixth Man des Monats: Montrezl Harrell

Sowohl im Januar als auch im Februar schaffte es der amtierende Sixth Man of the Year nicht einmal unter die Runner-Ups - das war für Montrezl Harrell offenbar Motivation genug, im März ordentlich an seinen Stats zu schrauben. Vielleicht hatte es auch weniger mit Dropping Dimes, sondern mehr mit deutlich mehr Spielzeit nach den Ausfällen von Anthony Davis (Mitte Februar) und Marc Gasol (Anfang März) zu tun.

Im März stand der 27-Jährige im Schnitt knapp fünf Minuten länger auf dem Parkett als in den ersten Saisonmonaten, mit der dünnen Personaldecke im Frontcourt der Lakers einher gingen auch mehr Möglichkeiten für Harrell. Und die nutzte er. Im März legte der Big 19,5 Punkte und 7,8 Rebounds bei einer True Shooting Percentage von 65,8 auf, damit übertrumpfte er sogar seine Statistiken aus dem Vorjahr, als er im Clippers-Trikot den Award absahnte (18,6 Punkte und 7,1 Rebounds bei 60,7 Prozent True Shooting).

Seine Energie und seine Offense unter dem Korb halfen den Lakers in Abwesenheit der Superstars AD und zuletzt LeBron James. So führte er im vergangenen Monat alle Bankspieler mit mindestens fünf Einsätzen in Sachen Scoring an. Jordan Clarkson hat derweil seinen schlechtesten Monat bei der persönlichen Ausbeute (15,2 Punkte) und Effizienz (46,6 Prozent True Shooting) hinter sich, bleibt im Gesamtbild aber weiterhin der Führende im Rennen um den Sixth Man of The Year-Award.

Runner-Up: Jordan Clarkson, Chris Boucher, Carmelo Anthony

Die Statistiken von Lakers-Big Montrezl Harrell in den ersten Saisonmonaten

MonatG / MINPunkteReboundsAssistsTS%
Dezember5 / 26,214,06,61,869,8
Januar16 / 24,012,66,40,863,9
Februar14 / 23,214,96,31,167,6
März13 / 28,919,57,81,265,8

D'Angelo-Russell-Swaggy-P-Award für den Teamkollegen des Monats: D'Angelo Russell

Selbst fünf Jahre nach der Fehde mit seinem damaligen Teamkollegen Nick Young um aufgezeichnete und an die Medien gespielte Seitensprung-Geständnisse von Swaggy P liefert der Namensgeber des Awards in schöner Regelmäßigkeit ab. So auch im März, auch wenn er es dieses Mal sicherlich nur gut gemeint hat.

Sein Tweet wirkte harmlos, Mitte des Monats verlinkte er das Profil von Teamkollege und Nr.1-Pick Anthony Edwards und schrieb drei simple Buchstaben dahinter: "ROY". An sich ja nett, dass er den 19-Jährigen im Rennen um den Award für den besten Liga-Neuling unterstützen möchte. Dass er diesen Tweet allerdings ganze sieben Minuten nach der Meldung vom drohenden Saisonaus für LaMelo Ball, den eigentlichen ROTY-Favoriten, absetzte, hinterließ dann doch einen bitteren Beigeschmack.

So wirkte es doch mehr wie das äußerst fragwürdige Abfeiern der Verletzung eines Gegners als die vielleicht gut gemeinte Unterstützung für den eigenen Teamkollegen. Das muss nun wirklich nicht sein - fand auch die Twitter-Gemeinde, die Russell mit einem Shitstorm belegte.

Runner-Up: Die Gleichgültigkeit der Jazz-Announcer zum Gobert-Poster, Biyombos Nackenschelle gegen Rozier, die Social-Media-Abteilung der Rockets

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