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NBA

NBA: 54 Punkte und Franchiserekord für Fred VanVleet bei Sieg der Toronto Raptors in Orlando - Curry-Gala gegen Boston zu wenig

Von SPOX
Fred VanVleet erzielte in Orlando 54 Punkte.
© getty

Karriereabend für Fred VanVleet. Der Guard erzielt beim Sieg seiner Toronto Raptors in Orlando 54 Punkte und stellt damit einen neuen Franchiserekord auf. Auch ein anderer Rekord wackelte zwischenzeitlich bedenklich. Indiana und Portland fahren souveräne Siege ein. Die Golden State Warriors verlieren trotz einer Gala von Stephen Curry gegen die Boston Celtics.

54 Punkte, elf Dreier, es war der Abend von Fred VanVleet. Ein anderes Bild gab es in der Hauptstadt, in welcher die Wizards wieder einen Rückschlag hinnehmen mussten.

Orlando Magic (8-14) - Toronto Raptors (9-12) 108:123

  • Was für ein Abend für Fred VanVleet! Der Guard der Raptors machte das Spiel seines Lebens und stellte mit 54 Punkten (17/23 FG) einen neuen Franchise-Rekord für die Kanadier auf. VanVleet knackte damit die 52 Zähler von DeMar DeRozan, der am Neujahrstag 2018 gegen die Milwaukee Bucks die alte Marke aufgestellt hatte. Die 54 Punkte waren zudem die meisten Zähler, die jemals ein ungedrafteter Spieler erzielte, die vorherige Bestmarke (53) hatte Moses Malone aufgestellt, der über die ABA in die NBA kam.
  • Lange Zeit sah es auch so aus, als ob der Dreierrekord von Klay Thompson (14) wackeln könnte. Zur Pause hatte VanVleet acht Distanzwürfe verwandelt, nach drei Vierteln waren es 11. Im vierten Viertel verteidigten die Magic den Guard aber enger, VanVleet vergab seine letzten beiden Versuche aus der Distanz, erzielte aber noch 8 Zähler mit Zweiern. Seinen Karrierebestwert von 36 Zählern aus dem August 2020 hatte VanVleet aber bereits zu Beginn des dritten Viertels geknackt.
  • Toronto brauchte zunächst auch jeden Punkt des Flammenwerfers, da Orlando mit einem 11:0-Lauf startete, wobei Evan Fournier mit 12 schnellen Zählern die heiße Hand hatte. Mit einem 20:4-Run kamen die Raptors, angeführt natürlich von VanVleet, ins Spiel und zogen in der zweiten Halbzeit langsam davon. Zwei Minuten vor dem Ende war die Partie entschieden, sodass VanVleet keine Chance mehr hatte, 60 Punkte anzugreifen.
  • Dank VanVleet trafen die Gäste 44 Prozent ihrer Dreier (20/45), aber auch Norman Powell (23, 4/9 3P) und Kyle Lowry (14, 3/8 3P, 10 Rebounds, 10 Assists) hatten ein weiches Handgelenk und konnte so die mäßige Performance von Pascal Siakam (12, 4/11, 8 Assists) kompensieren.
  • Orlando hat dagegen nun zwölf der vergangenen 14 Partien verloren. Nikola Vucevic (21, 18 Rebounds) und Fournier (21) waren zu wenig, auch wenn es einige andere Lichtblicke gab. Rookie Cole Anthony (16, 7 Rebounds) machte mit einem mächtigen Putback-Slam auf sich aufmerksam, Dwayne Bacon steuerte 15 Zähler (4/6 Dreier) von der Bank bei.

Broklyn Nets (14-9) - L.A. Clippers (16-6) 124:120

Hier geht's zum ausführlichen Spielbericht!

Indiana Pacers (12-9) - Memphis Grizzlies (9-7) 134:116

  • Vor diesem Spieltag waren es die Memphis Grizzlies, welche die längste Siegesserie der Liga inne hatten, nach sieben Erfolgen in Serie erwischte es Ja Morant und Co. aber bei den Pacers. Domantas Sabonis war nicht zu stoppen, der Litauer verbuchte in 35 Minuten 32 Punkte (13/15 FG, 2/2 Dreier), 13 Rebounds sowie 5 Assists und sorgte früh für klare Verhältnisse.
  • Bereits im ersten Viertel hatten sich die Gastgeber eine zweistellige Führung erarbeitet, später wuchs diese auf bis zu 28 Zähler an. Die Pacers verbuchten einen Saisonbestwert von 134 Punkten, 62 davon wurden in der Zone erzielt. Hinzu kam eine starke Dreierquote von 55 Prozent (16/29), wobei Jeremy Lamb (19, 5/7 3P) am besten traf.
  • Alle Starter punkteten zweistellig, darunter natürlich auch Myles Tuner (22, 9/13 FG, 11 Rebounds, 5 Blocks) und Malcolm Brogdon (23, 7 Assists), der gleichzeitig Grizzlies-Star Morant (10, 2/10, 5 Assists) das Leben verdammt schwer machte. "Das war heute nichts von mir", gab Morant nach dem Spiel an. "Als Point Guard kann ich mir das nicht erlauben, ich muss unser Team schließlich führen."
  • Ohne die Produktion ihres besten Spielers war für die Gäste nichts drin. Dillon Brooks war mit 25 Punkten Topscorer, Rookie Desmond Bane (16, 6/13 FG, 5 Assists) wusste auch zu gefallen. Wer allerdings knapp 60 Prozent aus dem Feld zulässt, wird in der NBA kaum ein Spiel gewinnen.

Washington Wizards (4-13) - Portland Trail Blazers (11-9) 121:132

  • Der Sieg gegen Brooklyn könnte sich für die Wizards lediglich als Strohfeuer entpuppen, gegen Portland setzte es den nächsten Rückschlag. Damian Lillard führte die Gäste mit 32 Punkten (9/23, 8 Assists) zum Erfolg in der Hauptstadt, obwohl er zunächst überhaupt kein Faktor war. Die Blazers legten bereits in den ersten zwölf Minuten einen 18:0-Lauf hin und führten mit 40:23, Lillard hatte zu diesem Zeitpunkt gerade einmal 2 Pünktchen auf dem Konto.
  • Dafür sprangen diesmal endlich andere in die Bresche. Gary Trent Jr. (26, 7/9 Dreier) hatte die heiße Hand, dazu trafen auch Robert Covington (19, 5/8 3P) und Rodney Hood (15, 3/6 3P) ihre Dreier. So versenkten die Gäste starke 46 Prozent (21/46) aus der Distanz, was Wizards-Coach Scott Brooks am Spielfeldrand sichtbar verärgerte.
  • Zeit für Geschichte blieb auch noch. Carmelo Anthony erzielte als Sixth Man 21 Punkte (8/16 FG) und zog in der All-Time Scoring List an Dominique Wilkins vorbei. Mit 26.675 Punkten steht Melo nun an Position 13, zum legendären Oscar Robertson fehlen ebenfalls nur 35 Zähler.
  • Das wäre ungefähr eine Bradley-Beal-Performance. Der Shooting Guard der Wizards verbuchte 37 Punkte (14/24 FG), diesmal fehlte aber mit Ausnahme von Rui Hachimura (24, 10/12) wieder die Unterstützung, auch wenn Russell Westbrook (17, 7/15, 12 Rebounds, 10 Assists) ein weiteres Triple-Double auflegen konnte.
  • Moritz Wagner blieb in knapp 17 Minuten ohne Foul und kam auf 6 Punkte (3/5 FG), 1 Rebound, 2 Assists und 1 Block. Isaac Bonga durfte dagegen erst in den letzten 72 Sekunden auf das Feld, als das Spiel entschieden war. Dabei gelang nichts erwähnenswertes.

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