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NBA

NBA, Atlantic Division Preview: Zwischen Titelträumen und Vabanque-Spiel

Kevin Durant ist der Superstar der Brooklyn Nets.

In nicht einmal zwei Wochen startet schon wieder die neue NBA-Saison. Bis dahin nehmen wir alle Divisionen unter die Lupe - beginnend mit der Atlantic Division, in der sich mit den Boston Celtics, Brooklyn Nets, Philadelphia 76ers und den Toronto Raptors gleich vier klare Playoff-Teams tummeln. Doch wer hat die besten Karten? Wir machen den Check!

Die Boston Celtics spielen nun seit vier Jahren konstant in der Spitze der Eastern Conference mit, eine Teilnahme an den Finals blieb der Traditions-Franchise aber bisher vergönnt.

Boston Celtics: Die Transaktionen

Neuzugänge

  • Draft: Aaron Nesmith (Nr. 14), Payton Pritchard (26), Yam Madar (47)
  • Free Agency: Tristan Thompson (Cleveland Cavaliers), Jeff Teague (Atlanta Hawks), Tacko Fall (Two-Way)

Abgänge

  • Trade: Vincent Poirier (Oklahoma City Thunder), Enes Kanter (Portland Trail Blazers)
  • Free Agency: Gordon Hayward (Charlotte Hornets), Brad Wanamaker (Golden State Warriors)

Boston Celtics: Die wichtigsten Statistiken 2019/20

Bilanz Regular SeasonOffensiv-RatingDefensiv-RatingNet-Rating
48-24 (Platz 3 im Osten)112,8 (4.)106,5 (4.)6,3 (3.)

Boston Celtics: Die Strategie

Dreimal in vier Jahren erreichten die Celtics die Conference Finals (in verschiedensten Zusammenstellungen), auch vergangene Saison war man knapp dran und scheiterte in sechs Spielen an Miami, obwohl Boston in der Serie mehr Punkte als der spätere Finalist erzielte. Der Abgang von Hayward schmerzt, dafür wurde aber die vergangenes Jahr (zu) dünne Bank aufgepolstert.

Jeff Teague soll Kemba Walker und Marcus Smart im Spielaufbau entlasten, mit Tristan Thompson kommt ein neuer Konkurrent für Daniel Theis, der im Gegensatz zu Enes Kanter in den Playoffs nicht unspielbar ist. Aus Celtics-Sicht ist es jedoch ärgerlich, dass der frühere Cavs-Center nun die Vorbereitung verpassen wird.

Ansonsten ist das Team aber eingespielt, die Eckpfeiler heißen weiter Jaylen Brown und Jayson Tatum, der es sogar ins All-NBA-Team schaffte. Daneben erhofft sich Coach Brad Stevens von den jungen Spielern einen Sprung. Grant Williams spielte schon als Rookie wichtige Minuten in den Playoffs, auch die aktuellen Rookies, Flügel Nesmith und Point Guard Pritchard sollen im Idealfall Teile der Rotation sein.

Boston Celtics: Die Schwachstellen

So sehr der Vertrag von Gordon Hayward in Charlotte belächelt wurde: der 30-Jährige spielte lange eine richtig gute Saison, vor allem zu Beginn, und schuf auf dem Flügel beinahe ein Luxusproblem. Nun klafft hingegen hinter Brown und Tatum ein Loch, welches vornehmlich junge Spieler wie Nesmith, Williams oder der noch immer verletzte Romeo Langford schließen müssen.

Dazu macht der Zustand von Walker Sorgen. Vor der Corona-Pandemie klagte der All-Star über Knieschmerzen und wurde von den Celtics in den folgenden Monaten in Watte gepackt. Es half wenig, auch in der Bubble wirkte der Guard teils gehemmt und nicht so explosiv wie erhofft. Anfang Oktober wurde nun eine Stammzelleninjektion im Knie durchgeführt, sodass Walker die ersten Saisonwochen verpassen wird.

Der Kader der Boston Celtics

Point GuardShooting GuardSmall ForwardPower ForwardCenter
Kemba WalkerMarcus SmartJaylen BrownJayson TatumDaniel Theis
Jeff TeagueRomeo LangfordAaron NesmithGrant WilliamsTristan Thompson
Payton PritchardCarsen Edwards Semi OjeleyeRobert Williams
Tremont Waters (Two-Way) Tacko Fall (Two Way)

Boston Celtics: Der Hoffnungsträger

In Walkers Abwesenheit dürfte einmal mehr der Fokus auf Tatum liegen, doch gleichzeitig muss auch Jaylen Brown den nächsten Schritt machen. Der dritte Pick von 2016 verbesserte sich Jahr für Jahr beständig und reifte im Schatten von Tatum ebenfalls zu einem Star. Nun dürfte noch mehr Verantwortung auf dessen Schultern lasten, speziell in den Bereichen Scoring und Creation.

Brown ist inzwischen ein guter Schütze aus dem Stand und ein guter Cutter, nun gilt es, mehr für sich selbst und für andere zu kreieren. Kann er beständig seinen Gegenspieler bestrafen? Kann er eine Defense ins Wanken bringen? Wenn Brown diese Fragen positiv beantworten kann, ist den Celtics und vor allem Tatum sehr geholfen.

Denn Tatum bekommt nun die Superstar-Behandlung und wird geblitzt, damit er den Ball abgeben muss. Das zeigten die Playoffs deutlich.

Boston Celtics: Das Fazit

Die Celtics werden auch in dieser Saison um die Krone im Osten spielen. In Tatum hat Boston einen waschechten Superstar, dazu passen Walker, Brown, Smart oder Theis hervorragend ins System. Gerade in der Regular Season sollten die Celtics von ihrer Eingespieltheit und den Veteranen wie Teague oder Thompson profitieren.

Darüber hinaus gibt es mit den jungen Spielern mehrere Wild Cards, wovon zumindest eine zünden sollte. Es muss aber auch erwähnt werden, dass der Osten in diesem Jahr ungleich besser besetzt ist. Womöglich haben die Celtics in der vergangenen Spielzeit eine goldene Chance auf die Finals liegengelassen. Nun ist es an ihnen, diese These zu widerlegen.

Prognose: Platz 1 in der Atlantic Division.

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