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NBA

NBA: Paul George versenkt die Los Angeles Lakers - Dennis Schröder kratzt bei Debüt an Triple-Double

Paul George drehte in der zweiten Halbzeit auf.

Die L.A. Clippers haben den Los Angeles Lakers die Ring-Zeremonie vermiest. Das Team um Kawhi Leonard und Paul George setzte sich mit 116:109 durch. Vor allem PG-13 überragte dabei nach der Pause. Bei den Los Angeles Lakers war LeBron James nur in Phasen dominant, während Dennis Schröder bei seinem Lakers-Debüt ein Double-Double auflegte (die Highlights im Video!).

Der Deutsche kam in 28 Minuten auf 14 Punkte (5/15 FG), 12 Rebounds sowie 8 Assists und unterstützte damit LeBron James (22, 7/17 FG) sowie Anthony Davis (18, 7 Boards) nach Kräften. Auf Seiten der Clippers stach Paul George mit 15 seiner 33 Zähler (13/18 FG, 5/9 Dreier) im dritten Viertel heraus, auch der zweimalige Finals-MVP Kawhi Leonard machte mit 26 Punkten (10/26) ein solides Spiel. Für die Lakers verbuchte zudem Ex-Clipper Montrezl Harrell (17 und 10) ein Double-Double.

Vor dem Spiel erhielten die Lakers ihre Championship-Ringe, auch wenn im Staples Center keine Zuschauer waren. Stattdessen erhielt jeder Spieler eine Nachricht via Videowürfel von Familienmitgliedern, sodass auch Bucks-Star Giannis Antetokounmpo seinen Auftritt hatte, der seinem Bruder Kostas noch einmal gratulierte.

Lakers-Coach Frank Vogel machte um seine Starting Five lange ein Geheimnis, am Ende starteten jedoch die vermuteten Schröder, Kentavious Caldwell-Pope, LeBron, Davis und Marc Gasol. Auch bei den Clippers gab es keine Überraschungen, die Starter hießen Patrick Beverley, George, Leonard, Nicolas Batum und Serge Ibaka.

L.A. Clippers starten stark - Lakers kommen zurück

Die Clippers starteten besser, nach zwei Minuten eröffnete Schröder für die Lakers von Downtown. Mehr als ein Davis-Dunk sprang zunächst aber nicht heraus, die "Gäste" führten schnell mit 16:5 dank 8 Ibaka-Punkten. Der Champion wirkte schläfrig, nicht eingespielt und soft in der Verteidigung. Der Clippers-Vorsprung wuchs so spielerisch und nach einem 15:2-Lauf stand es nach zwölf Minuten 39:19.

Es wurde zäh, die Clippers kühlten komplett ab, LeBron und Co. machten es aber selbst zunächst kaum besser. 8 Ballverluste sammelten die beiden Teams in 6 Minuten, die Clippers blieben sogar über fünf Minuten ohne Punkt. Doch nach einigen guten KCP-Plays ging ein Ruck durch die Lakers, die Offensive wurde dynamischer, auch weil LeBron endlich aufwachte. Dazu machte Schröder auf beiden Seiten des Feldes gute Plays, sodass die Clippers zur Pause mit gerade einmal 2 Pünktchen führten (56:54).

Paul George entscheidet L.A.-Duell

Nach dem Wechsel zeigte sich Kawhi aggressiver, James antwortete aber mit zwei Dreiern. Es entwickelte sich eine enge Angelegenheit, in welcher auch Schröder immer wieder gute Momente hatte. Zum Ende des Viertels war dann George zur Stelle (10:2-Lauf), der Forward traf alle seine sechs Würfe im dritten Abschnitt für 15 Punkte. Die Clippers führten wieder mit 89:78.

Im Schlussabschnitt verdrehte sich James den Knöchel, blieb aber auf dem Feld. Der King orchestrierte nun wieder die Offense, die Clippers hatten aber stets eine Antwort parat. George konnte weiter nicht danebenwerfen, so traf er auch Mitte des Viertels mit Foul. Bei noch gut 3:30 Minuten vor dem Ende und einem Rückstand von 16 Punkten hisste Vogel die weiße Fahne und nahm seine Starter runter.

Für die Lakers geht es in der Nacht auf den zweiten Weihnachtsfeiertag mit dem Duell gegen die Dallas Mavericks (2 Uhr) weiter, die L.A. Clippers gastieren 2,5 Stunden später bei den Denver Nuggets zu einem Re-Match der vergangenen Conference Semifinals. Beide Partien gibt es live auf DAZN zu sehen.

Die wichtigsten Statistiken

Los Angeles Lakers (0-1) vs. L.A. Clippers (1-0) 109:116

  • Im ersten Viertel spielten fast ausschließlich die Clippers, die eigentlich höher hätten führen müssen. Einige saudumme Turnover (George!) verhinderten dies, ansonsten lief die Maschine, obwohl Leonard kaum etwas traf. Die Gäste trafen 70 Prozent aus dem Feld und 5 Dreier. Rollenspieler wie Ibaka oder Batum sorgten für Spacing, dazu wusste Ivica Zubac mit 7 Punkten in Korbnähe zu gefallen. So erlaubten die Lakers 39 Punkte, so viele hatten sie in keinem ersten Abschnitt in der Vorsaison kassiert.
  • Was machten die Lakers im zweiten Viertel besser? Sie zogen energischer in die Zone, wo sich die Clippers nur mit Fouls zu helfen wussten. Die Lakers nahmen in diesem Abschnitt 13 Freiwürfe, dazu wurden vier Dreier von vier verschieden Spielern versenkt. Es war ein erster Vorgeschmack darauf, dass der Champion offensiv potenter als noch im Vorjahr sein wird.
  • Schröder lieferte ein gutes Debüt für die Lakers. Dank ihm konnte sich James auch auf dem Feld einige Pausen genehmigen, wenn der Braunschweiger Regie führte. Es hätten durchaus mehr als die 8 Assists sein können. Dafür schnappte sich der Guard zum zweiten Mal in seiner Karriere mehr als 10 Rebounds und stellte seinen Karrierebestwert von 12 eingesammelten Abprallern ein.
  • Vor allem in der ersten Halbzeit war es lange schwere Kost, was beide Teams zeigten. Zusammengerechnet kamen die Mannschaften auf 23 Ballverluste, teilweise waren sie haarsträubend. Einer der Schlüssel für die Clippers nach dem Wechsel war, dass sie dies reduzierten. In den zweiten 24 Minuten kamen nur noch vier hinzu, bei den Lakers waren es acht.

Los Angeles Lakers vs. L.A. Clippers: Die Stimmen zum Spiel

Ty Lue (Head Coach Clippers) über George: "Wir haben ihm einfach nur gesagt, dass er aggressiv spielen soll. Das hat er getan. Er hat mir heute gezeigt, dass man ihn nicht aufhalten kann"

Frank Vogel (Head Coach Lakers) über Schröder und Harrell: "Sie sind Winning Players. Mir hat gefallen, was ich heute von den beiden gesehen habe."

Der Star des Spiels: Paul George

Die Hater kamen schon wieder aus ihren Löchern gekrochen, nachdem George im ersten Viertel einen Pass ins Nichts spielte, weil er den Referee für einen Mitspieler hielt. In den letzten 16 Minuten des Spiels war es aber die PG-13-Show. Der Forward verwandelte einen Sprungwurf nach dem anderen und machte aus einem ausgeglichenen Spiel eine 10-Punkte-Partie. Es war ein Vorsprung, von dem die Clippers bis zum Ende zehrten.

Der Flop des Spiels: Marc Gasol

Der Spanier deutete zwar an, dass er vor allem offensiv gut zu den Lakers passt, am hinteren Ende hatte Gasol jedoch große Probleme. Gerade gegen Ex-Raptors-Kollege Serge Ibaka wirkte der Center oft zu hüftsteif und sammelte so jede Menge Fouls. Seine Statline für den Abend: 12 Minuten, 1 Rebound, 1 Assist, 0 Würfe, 5 Fouls. Wir nennen das mal ausbaufähig.

Die Szene des Spiels

Paul George war nicht zu stoppen in der zweiten Halbzeit und keine Szene belegt das besser als das Vierpunktspiel im vierten Viertel. KCP war zwar etwas spät, aber eben doch nah genug, um George das Leben schwer zu machen, Das gelang nicht einmal mit Foul, der Korb schien für George an diesem Abend größer als für jeden anderen Akteur.

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