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NBA

NBA Christmas Games: Kevin Durant und Kyrie Irving dominieren auch gegen die Boston Celtics

Die Boston Celtics unterlagen den Brooklyn Nets.
© getty

Die Brooklyn Nets haben bei den Boston Celtics einen überzeugenden Sieg eingefahren. Kevin Durant und Kyrie Irving erwischten beide einen guten Tag und waren nicht zu stoppen. Am Ende siegen die Nets mit 123:95 (die Highlights der Partie im Video).

Kevin Durant erzielte dabei 29 Punkte (9/16 FG), Kyrie Irving verbuchte bei seinem ersten Spiel in Boston seit seinem Abgang (Preseason ausgeschlossen) 37 Zähler (7/10 Dreier) und 8 Assists. Das Duo schulterte damit den Löwenanteil der Offense, alleine 40 Punkte in der zweiten Halbzeit, ansonsten punktete nur Caris LeVert zweistellig. Stark war ansonsten auch Center Jarrell Allen (9, 11 Rebounds). Für Boston waren Jaylen Brown (27, 8 Boards) und Jayson Tatum (20, 9/22 FG) die besten Scorer, während Daniel Theis (2, 5 Rebounds, 3 Assists) offensiv kaum in Erscheinung trat.

Von der ersten Minute an war die Partie hart umkämpft, es gab kaum leichte Punkte auf beiden Seiten. Die Celtics hatten riesige Probleme mit ihrer Offense, Tristan Thompson ermöglichte seinem neuen Team aber zahlreiche zweite Chancen. Durant startete gut, nahm aber in der Folge nur wenige Würfe. Auf Seiten der Gastgeber generierte Semi Ojeleye etwas Offense, Tatum blieb dagegen zunächst ohne Punkte.

Das sollte sich im zweiten Abschnitt ändern, als der 22-Jährige vermehrt den Drive suchte und auch seinen Touch aus der Distanz fand. Das tat auf der Gegenseite auch Irving, der 14 Punkte einstreute. Die Celtics führten zur Pause mit 3 Zählern, es hätten aber mehr sein können, wenn sie nicht Brooklyn so viele leichte Zähler von der Freiwurflinie geschenkt hätten. Theis und auch Thompson hatte nach 24 Minuten schon je drei Fouls auf dem Konto.

Kevin Durant und Kyrie Irving zu viel für die Celtics

Nach dem Wechsel taute dann Durant so richtig auf. Der zweifache Finals-MVP machte mit Thompson, was er wollte und schenkte dem Center 9 Zähler am Stück ein. Da Boston früh im Bonus war, blieben sie zunächst dran - bis Durant Marcus Smart und Brown innerhalb weniger Sekunden jeweils das vierte Foul anhing. Danach bauten die Gäste den Vorsprung aus, mit 86:77 zugunsten der Nets ging es in den Schlussabschnitt.

In diesen starteten die Nets mit einem 9:2-Lauf, der den Celtics den Wind aus den Segeln nahm. Caris LeVert führte nun die Reservisten an, während Tatum auf der anderen Seite einiges liegen ließ. Als Irving und Durant noch einmal zurükkehrten, war dann schnell klar, wer das Feld als Sieger verlassen würde. Den Celtics gelangen gegen die beiden Stars einfach keine Stops mehr, sodass es keine Aufholjagd gab.

Die wichtigsten Statistiken

Boston Celtics (1-1) vs. Brooklyn Nets (2-0) 95:123

  • Die Celtics begannen wie schon gegen Milwaukee mit Theis UND Thompson im Frontcourt, entsprechend dominant war Boston unter den Brettern. Schon nach 58 Sekunden nahm Nets-Coach Steve Nash die erste Auszeit, weil die Celtics zwei Offensiv-Rebounds am Stück geholt hatten. Es trat aber keine Besserung ein, alleine im ersten Viertel holten die Celtics 7 zweite Chancen, 4 davon durch Thompson. Am Ende hatten die Celtics trotz Pleite 19 Offensiv-Rebounds gesammelt, Brooklyn gerader einmal 9.
  • Allerdings hatte die physische Spielweise auch seinen Preis. Die Nets bekamen jede Menge Pfiffe und gingen alleine in der ersten Halbzeit 17-mal an die Freiwurflinie. Zum Vergleich: Boston nahm gerade einmal 7 Freebies. Über 48 Minuten marschierten die Nets 31-mal an die Linie, neun davon wurden von Durant genommen.
  • Ein Zeichen für die gute Defensiv-Arbeit beider Teams? In Halbzeit eins kamen beide Mannschaften zusammengerechnet auf gerade einmal 5 Punkte in Transition. Hier lag im dritten Viertel auch der Hase im Pfeffer. Während die Nets absolut nichts zuließen, genehmigte Boston in diesem Abschnitt satte 12 Zähler in Transition, was den Unterschied (23:35 war das Resultat des Viertels) ausmachte.
  • Die Nets haben eine erstaunliche Offensiv-Power in ihrem Kader und sie können vor allem mit ihren Sprungwürfen dominieren. Durant und Irving taten dies vor allem im dritten Viertel, in welchem sie zusammen mehr Punkte als das komplette Celtics-Team erzielten (25:23). 42 Punkte (21/34 FG) in der Zone sind alles andere als ein Spitzenwert, aber als elitäres Wurf-Team kann man sich dies leisten.
  • Jeff Teague ist menschlich! Nachdem der Point Guard inklusive Preseason bisher alle seine neun Dreier verwandelt hatte, setzte der Neuzugang der Celtics seinen ersten Versuch aus der Distanz daneben. Und nicht nur das: Teague verfehlte an diesem Abend alle seine fünf Würfe und blieb in 21 Minuten ohne Punkte.
  • Für die Celtics ist es die höchste Niederlage seit mehr als fünf Jahren, als man im März 2015 in Cleveland mit 31 Punkten verlor. Zuhause verloren die Celtics zuletzt im März 2007 höher - und zwar mit 31 Punkten gegen die Houston Rockets.

Boston Celtics vs. Brooklyn Nets: Die Stimmen zum Spiel

Marcus Smart (Boston Celtics): "Der Vorteil davon, mit diesen beiden Spielen gegen zwei großartige Teams zu starten, ist, dass du gezwungen wirst, besser zu werden. Jetzt wissen wir, wonach wir streben müssen."

Steve Nash (Coach Brooklyn Nets) über Durant: "Es ist nach all diesen Jahren immer noch beeindruckend. Diese kleinen Runs sind für ihn überhaupt nichts. Für Normalsterbliche in der NBA ist es unmöglich, überhaupt daran zu denken."

Der Star des Spiels: Kevin Durant

Es ist so gut, dass Durant wieder auf diesem Niveau Basketball spielen kann. Wenn der Forward seinen Touch gefunden hat, dann kann ihn wohl niemand auf dieser Welt stoppen, erst recht nicht Tristan Thompson. KD versenkte im dritten Viertel seine ersten fünf Würfe für 12 Punkte und gab dem Spiel damit eine völlig neue Dynamik. Pullup, Pullup, Transition, Pullup-Dreier, es war in dieser Phase die KD-Show. Ach ja: Dieser Kyrie Irving war auch gar nicht so schlecht.

Der Flop des Spiels: Marcus Smart

Er hatte die meiste Zeit die unangenehme Aufgabe, Irving zu checken, aber gegen die vielen Moves des Nets-Guards konnte auch er meistens nichts ausrichten. Sein Dreier fiel wieder solide, dafür hatte Smart große Probleme im Abschluss in Brettnähe. Es war mit Sicherheit nicht das beste Spiel von Smart, wobei Tatum oder Teague ebenfalls nicht ihr Potenzial ausschöpfen konnten.

Die Szene des Spiels

Lob City mag Geschichte sein, doch DeAndre Jordan kann weiterhin verdammt hoch springen. Als Beweis darf dieser Alley Oop dienen, den in dieser Liga wohl nicht viele so vollenden können. DJ kann es und zeigte in diesem Spiel (nicht nur durch diese Aktion), dass er noch ein bisschen mehr als gedacht im Tank hat.

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