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Radsport

Schachmann mit starkem Ardennen-Auftakt: "Bronze" beim Goldrennen

SID
Radprofi Maximilian Schachmann glänzt beim Amstel God Race mit Platz drei.

Radprofi Maximilian Schachmann glänzt beim Amstel God Race mit Platz drei. Sieger zum Auftakt der Ardennen-Trilogie wird Belgiens Topstar Wout Van Aert.

Maximilian Schachmann legte nach fünf Stunden Schinderei alle Kraft in einen letzten Angriff, doch zum ganz großen Ardennen-Coup reichte es nicht ganz: Nach einem großartigen Kampf und trotz Sturzpech hat der deutsche Radstar seinen ersten Sieg bei einem großen Eintagesrennen nur knapp verpasst, mit Platz drei beim Amstel Gold Race aber einen ganz starken Start in die Ardennen-Trilogie hingelegt.

Beim wichtigsten Rennen der Niederlande musste sich der 27 Jahre alte Berliner vom Team Bora-hansgrohe im Spurt einer Dreiergruppe dem belgischen Topstar Wout Van Aert (Jumbo-Visma) und dem Briten Thomas Pidcock (Ineos Grenadiers) geschlagen geben - bei seinem Angriff an der letzten leichten Anstieg kurz vor dem Ziel hatte sich Schachmann nicht absetzen können.

"Es war hart. Der Bemelerberg ist zu weit vom Ziel entfernt gewesen, gerade bei dem Wind. Und der letzte kleine Hügel war einfach nicht lang genug. Aber ich musste etwas versuchen", sagte Schachmann: "Das Amstel Gold Race ist ein wunderschönes Rennen, ich mag diese Art."

Schachmann war nach einem Sturz am Ende des Hauptfeldes rund 50 km vor dem Ziel schon abgehängt gewesen und musste sich mit großer Anstrengung wieder herankämpfen. In der Schlussphase hatte er sich dann mit den beiden Mitfavoriten - am Mittwoch hatte Pidcock (21) den Pfeil von Brabant im Sprint vor Van Aert (26) gewonnen - abgesetzt.

Van Aert gewinnt nach Fotofinish mit Pidcock

Im Finale nach 218,6 km in Berg en Terblijt waren dann die beiden Konkurrenten einen Hauch zu stark für den zweimaligen Gewinner der Fernfahrt Paris-Nizza. Die einzigen deutschen Sieger des "Goldrennens" sind damit weiterhin Olaf Ludwig (1992), Erik Zabel (2000) und Stefan Schumacher (2007).

Van Aert setzte sich im Fotofinish mit wenigen Millimetern Vorsprung auf Pidcock durch, das offizielle Ergebnis stand erst nach langer Auswertung der Bilder fest. Für den Vizeweltmeister war es nach Mailand-Sanremo 2020 der zweite Sieg bei einem großen Frühjahrsklassiker.

Beim Amstel Gold Race war diesmal vieles anders als in den Vorjahren: Das Rennen, das 2020 wegen der Corona-Pandemie ausgefallen war, fand aus Sicherheitsgründen auf einem 17 km langen Rundkurs rund um Valkenburg unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, das Rennen war gut 40 km kürzer als gewohnt, dafür ging es satte zwölfmal den berüchtigten Cauberg hinauf.

Die Ardennen-Woche wird am Mittwoch mit dem Fleche Wallone fortgesetzt, ehe am Sonntag mit Lüttich-Bastogne-Lüttich das letzte ganz große Eintagesrennen des Frühjahres ansteht. Dort fehlt Van Aert, was Schachmanns Chancen noch einmal vergrößert. Vor zwei Jahren war er in Lüttich Dritter nach Platz fünf beim Amstel Gold Race - eine Verbesserung erneut um zwei Plätze wäre ganz nach Schachmanns Geschmack.

 

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