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Ironman-Tabubruch: WM ab 2023 nicht mehr nur auf Hawaii

SID

Tabubruch im Triathlon: Die Ironman-WM wird ab dem kommenden Jahr aufgeteilt und nicht mehr sowohl für Männer als auch für Frauen im legendären Austragungsort Hawaii veranstaltet. Wie die Organisatoren bekannt gaben, werden 2023 die Frauen am 14. Oktober ihre Weltmeisterin wie traditionell in Kailua-Kona ermitteln, die Männer hingegen außerhalb des Pazifikinsel an den Start gehen.

Wo und wann das Männer-Rennen stattfindet, soll im kommenden Januar verkündet werden. Als Favorit auf den Schauplatz wird Nizza gehandelt. 2024 soll getauscht werden, die Männer sind dann wieder auf Hawaii zu Gast, die Frauen müssen umziehen.

Unter den Top-Triathleten sorgte die Entscheidung, über die schon länger gemunkelt wurde, für teils harsche Kritik. "Für mich gehört die Ironman-WM nach Hawaii. Da ist unser Sport geboren, dort gehört er hin. Unser Sport lebt von dem Mythos Hawaii", sagte Ex-Weltmeister Patrick Lange der Hessenschau: mit Nachdruck. "Da ist unser Sport geboren, dort gehört er hin." Für Lange ist Profitgier der Grund für die "Revolution": "Die Kuh wird wohl so lange gemolken, bis sie tot umfällt."

Das Rennen über die traditionellen Distanzen von 3,86 km Schwimmen, 180,2 km Radfahren und 42,195 km Laufen wird seit 1978 auf Hawaii ausgetragen, seit 1982 unter dem Namen Ironman. Bislang einzige Ausnahme: Die wegen der Corona-Pandemie verschobene WM 2021 wurde im Mai 2022 in Utah nachgeholt.

2022 gab es damit zwei WM-Auflagen, da im Oktober auch auf Hawaii gestartet wurde. Dabei wurden die Rennen der Männer und Frauen erstmals getrennt an zwei Tagen ausgetragen. Aufgrund explodierender Kosten für Teilnehmer und Teilnehmerinnen war die Veranstaltung stark in die Kritik geraten.

 

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