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Scheibner holt zweites Gold bei Kanu-WM - Brendel verpasst Rekord

SID
Rennsportkanute Conrad Scheibner (Berlin) hat sich bei den Titelkämpfen in Kopenhagen zum Doppelweltmeister gekürt.

Der dreimalige Olympiasieger Sebastian Brendel hat bei der Kanu-WM in Kopenhagen einen Rekord verpasst. Der 33-Jährige wurde am Sonntag über die nicht-olympische 5000-m-Distanz Zweiter. Bei einem Titelgewinn wäre der Potsdamer der erste Athlet in der Geschichte gewesen, der zum siebten Mal in Folge WM-Gold in einer Bootsklasse holt.

Im Ziel hatte Brendel, der bei den Olympischen Spielen in Tokio im Zweier-Canadier mit Tim Hecker Bronze geholt hatte, 0,65 Sekunden Rückstand auf den Ungarn Adolf Balazs. Damit muss der deutsche Ausnahmekönner weiter auf seinen elften WM-Titel warten.

Wenige Stunden zuvor hatte sich Conrad Scheibner (Berlin) in Kopenhagen zum Doppelweltmeister gekürt. Einen Tag nach seinem Triumph im Canadier-Einer über die olympischen 1000 m gewann der 25-Jährige auch das Sprintrennen über die nicht-olympische 500-m-Distanz. Mit 1,03 Sekunden Vorsprung verwies er den Tschechen Martin Fuksa auf Rang zwei.

Nach Gold im tschechischen Racice 2017 im C4 über 1000 m und Silber 2019 in Szeged (Ungarn) über die 500 m in derselben Klasse erhöhte Scheibner sein persönliches WM-Medaillenkonto mit den Erfolgen in Kopenhagen auf vier. Bei den Olympischen Spielen in Tokio war er vor wenigen Wochen im Einer über die 1000 m auf Brendels Paradestrecke Sechster geworden.

Tobias Schultz (Essen) und Martin Hiller (Potsdam) holten kurz vor Scheibners zweitem Sieg im K2-Sprint über 500 m die erste Silbermedaille für den Deutschen Kanu-Verband (DKV) in Kopenhagen. Das Duo fuhr 0,97 Sekunden hinter den Spaniern Marcus Walz/Rodrigo Germade ein.

Kanu-WM: Florstedt holt Bronze

Sportsoldat Schultz (26) hatte bereits 2019 im K4 über 1000 m WM-Gold gewonnen. Der 21-jährige Hiller sicherte sich im selben Jahr ebenfalls im K2 Bronze.

Moritz Florstedt (Magdeburg) sicherte sich im K1-Sprint über 500 m Bronze. Der 19-Jährige landete 1,17 Sekunden hinter Weltmeister Mikita Borikau (Belarus). Für den Junioren-Weltmeister von 2019 war es die erste Medaille bei Titelkämpfen im Herrenbereich.

Bei den Titelkämpfen auf dem Bagsvaerd-See will der DKV vor allem mit Nachwuchsathletinnen und -athleten den olympischen Zyklus bis Paris 2024 einleiten. Deshalb traten die Tokio-Goldgewinner aus dem Kajak-Vierer sowie das Silberboot mit Max Hoff und Jacob Schopf nicht an.


 

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