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NFL: Gewinner und Verlierer Week 12 - die Legende geht weiter

Von Marcus Blumberg / Marko Markovic
NFL, Gewinner und Verlierer, Week 12
© getty

Woche 12 bescherte uns die Renaissance des Mike White, der in seinem Start für die Jets anstelle von Zach Wilson glänzte. Zudem überzeugte auch ein weiterer früherer Jets-Quarterback. Die Offense der Buccaneers machte hingegen mehrerer Schritte zurück.

Außerdem brillierten gleich mehrere Stars und ein Sternchen an Thanksgiving. Derweil enttäuschte nahezu eine ganze Division. Die Gewinner und Verlierer der Woche.

Gewinner - MIKE WHITE, Quarterback, Jets

Die Legende geht weiter! Mike White übernahm für Zach Wilson, der gar nicht im Kader stand gegen die Bears, und lieferte eine sehr gute Vorstellung ab. White warf für 315 Yards und 3 Touchdowns.

Wir wissen nicht, wie die Planungen der Jets für die kommenden Wochen aussehen, doch wirklich denkbar ist es nicht, dass Wilson allzu schnell seinen Starter-Job zurückbekommen wird.

Gewinner - SAM DARNOLD, Quarterback, Panthers

Nicht nur ein aktueller Jets-QB glänzte, auch ein früherer QB von Gang Green spielte überzeugend. Darnold gab sein Startdebüt in dieser Saison und führte Carolina zu einem überraschend klaren Erfolg über Denver.

Darnold warf zwar nur für 164 Yards, fand aber einmal die Endzone. Und er lief zudem selbst zu einem Touchdown gegen eine der besten Defenses in der NFL. Mit dieser Vorstellung dürfte sich Darnold erstmal den Starter-Job für die kommenden Wochen gesichert haben.

Gewinner - BRIAN ROBINSON, Running Back, Commanders

Der Rookie ist definitiv angekommen und der neue Lead-Back des Teams. Gegen die Falcons brachte er es nicht nur auf 125 Scrimmage Yards, er fing auch noch den ersten Touchdown-Pass des Spiels von Taylor Heinicke.

Nachdem er den Saisonstart mit Verletzungen durch einen Überfall verpasst hatte, fand er sich fast nahtlos seit seiner Rückkehr im Team der Commanders ein und ist nun der Leistungsträger, der sich schon in der Preseason angedeutet hatte.

Gewinner - TEE HIGGINS, Wide Receiver, Bengals

Im vermutlich letzten Spiel ohne Ja'Marr Chase drehte die eigentliche Nummer 2 im Receiving Corps der Bengals gegen Tennessee nochmal richtig auf. Er erzielte einen Touchdown und kam insgesamt auf 114 Yards bei 7 Receptions.

Higgins fing zudem einen langen Pass spät im Spiel, der ein wichtiges First Down bescherte. Higgins hat einmal mehr gezeigt, dass auf ihn Verlass ist, egal ob der Superstar des Teams spielt oder nicht.

Gewinner - DEFENSIVE LINE, Commanders

Die Defensive Line der Commanders glänzte vielleicht nicht über das gesamte Spiel hinweg, doch am Ende war sie der entscheidende Faktor mit Daron Paynes Pass Deflection, die zur Interception in der Red Zone führte.

Zudem lieferte sie konstant Pressure gegen Marcus Mariota und schaffte einen Stop bei 4th Down. Und womöglich schon nächste Woche kommt endlich Chase Young zurück ...

Gewinner - NICK CHUBB, Running Back, Browns

Den Browns gelang ein überraschender Erfolg über die Bucs und Chubb war dabei mal wieder der Motor dieser Offense. Er lief für 116 Yards und hatte einen Touchdown.

Bemerkenswert ist dabei vor allem, dass diese Vorstellung gegen die zuletzt erholte Run-Defense der Bucs gelang. Und sie macht Hoffnung für die kommenden Wochen, wenn Deshaun Watson zurückkehrt und auch das Passspiel befeuern könnte.

Gewinner - JUSTIN JEFFERSON, Wide Receiver, Vikings

Er hatte eine Monstervorstellung beim Sieg der Vikings über die Patriots an Thanksgiving und ließ eine der bislang besten Pass-Defenses der NFL ganz alt aussehen.

Jefferson fing 9 Pässe für 139 Yards und erzielte noch dazu einen Touchdown. Er ist wohl derzeit der beste Receiver in der NFL.

Gewinner - MICAH PARSONS, Linebacker, Cowboys

Er hat es schon wieder getan! Fast schon turnusgemäß erzielte Parsons nicht einen, sondern zwei Sacks an Thanksgiving gegen die Giants und war damit mal wieder einer der entscheidenden Spieler für Dallas.

Und als wäre das nicht genug, kamen auch noch zwei Tackles for Loss dazu. Parsons ist in seiner zweiten Saison schon jetzt einer der besten Verteidiger der NFL.

Gewinner - ISAIAH MCKENZIE, Wide Receiver, Bills

Die Bills haben zahllose Waffen, darunter Stefon Diggs und Gabe Davis, aber an Thanksgiving war es McKenzie, der letztlich am größten auftrumpfte.

McKenzie hatte 6 Receptions für 96 Yards und einen Touchdown. Wohl dem, der so viele Waffen hat.

Gewinner - JACKSONVILLE JAGUARS

Was für ein furioses Finish von Trevor Lawrence und Co.! Lawrence führte sein Team 14 Sekunden vor Schluss zum Touchdown und zur Two-Point Conversion, die das Spiel zugunsten der Jaguars entschied.

Lawrence hatte 321 Yards und 3 Touchdowns. Wide Receiver Zay Jones kam auf 11 Receptions für 145 Yards und die zwei Punkte zum Sieg und Doug Pedersons entschied sich dazu, am Ende auf Sieg zu gehen, anstatt die Overtime anzupeilen. Hut ab!

Gewinner - JOSH JACOBS, Running Back, Raiders

Manchmal ist ein Running Back als Leading Receiver seines Teams mit 74 Yards schon bemerkenswert genug.

Bei Jacobs war das diesmal eine Fußnote zu seinen 33 Carries für 229 Yards und 2 Touchdowns, von denen der letzte in Overtime die Entscheidung brachte.

Gewinner - BRANDON STALEY, Head Coach, Chargers

Staley war in letzter Zeit immer wieder unter den Verlierern zu finden - auch weil sein Game Management fragwürdiger geworden ist im Laufe der Zeit.

Nicht so diesen Sonntag: Nach dem Ekeler-Touchdown, der auf 1 verkürzte, war der alte Staley wieder da - und entschied sich für eine Two-Point Conversion. Aggressiv gegen Overtime vorgehen und der eigenen Offense das Spiel in die Hand geben, führte zum Pass von Herbert zu Everett - und dem Sieg der Chargers.

Verlierer: KEVIN STRONG, Defensive Tackle, Titans

War hauptsächlich im Special Team im Einsatz und machte hier einen schweren Fehler! Die Bengals entschieden sich nach der Two-Minute Warning zu einem Field Goal, welches den Titans den Ball nochmal zurückgegeben hätte.

Doch Strong kassierte bei der Ausführung des Kicks eine Strafe für übertriebene Härte und schenkte den Bengals damit ein neues First Down, wodurch sie dann die Uhr herunter spielen konnten und den Sieg nach Hause schaukelten.

Verlierer: KYLE ALLEN, Quarterback, Texans

Allen übernahm den Starter-Job von Davis Mills und enttäuschte mit seinen Kollegen in Miami auf ganzer Linie. Schon zur Pause lag man aussichtslos hinten.

Allen brachte sein Team zwar nochmal etwas näher heran nach der Pause, doch letztlich warf er 2 Interceptions und fumbelte zweimal - immerhin landete der Ball jeweils bei einem Mitspieler. Doch insgesamt sammelte er keine Argumente, den Starter-Job zu behalten.

Verlierer: RUSSELL WILSON, Quarterback, Broncos

Wilson und seine Offense enttäuschten mal wieder auf ganzer Linie. Wilson selbst warf für gerade mal 143 Yards (19/35) und erzielte seinen 300. Touchdown-Pass (!) erst in der Garbage Time.

Dazu verlor er noch einen Fumble. Diese Offense funktioniert überhaupt nicht und Wilson selbst hilft auch nicht weiter. Hier muss sich einiges verändern.

Verlierer: BYRON LEFTWICH, Offensive Coordinator, Buccaneers

Nachdem diese Offense vor zwei Wochen in München gegen die Seahawks noch Lebenszeichen zeigte und deutlich variabler und dynamischer aufgetreten war, machte sie gegen die Browns nun mehrere Schritte zurück.

Trotz Overtime liefen die Bucs als Team für lediglich 96 Yards. Das weitaus größere Problem war jedoch, dass man beim Pass wieder komplett statisch war, Pre-Snap-Motion und vor allem Play Action fanden kaum statt. So kann man einfach nicht gewinnen, selbst mit der Qualität, die die Bucs aufweisen.

Verlierer: NFC SOUTH

Die Bucs, Saints und Falcons haben allesamt verloren, was dazu führt, dass alle vier Teams dieser Division nach Thanksgiving eine negative Bilanz aufweisen. Es bahnt sich ein Schneckenrennen zum Division-Titel an, ohne wirkliche Chance auf eine Wildcard.

Da muss man natürlich die Panthers lobend erwähnen, die immerhin ihr Spiel gegen Denver gewonnen haben. Doch ihre Saison dürfte ohnehin schon verloren sein.

Verlierer: ALVIN KAMARA, Running Back, Saints

Die Saints kassierten erstmals seit 2001 einen Shutout. Und Kamara, eigentlich der Star dieser Offense, hatte seinen Anteil daran. Er verlor zwei Fumbles, einen davon tief in der Red Zone.

Generell war er meist wirkungslos und lief gerade mal für 13 Yards bei 7 Carries. Durch die Luft waren es auch nur 37 Yards auf 6 Catches.

Verlierer: OFFENSIVE LINE - Seahawks

Die schwache Vorstellung in München war wohl keine Eintagsfliege: die Offensive Line der Seahawks war auch gegen die Raiders ein Problem.

Das Run Game kam nicht in Tritt, man lief für lediglich 2,8 Yards pro Carry. Zudem stand Geno Smith unter Dauerbeschuss, kassierte 3 Sacks und 10 QB-Hits. So wird es schwierig, in der NFC West mitzuhalten.

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