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Fussball

Nach Aus bei der WM: So könnte Spaniens Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft 2026 aussehen

Von Tom Maston

Steht der spanischen Nationalmannschaft ein Umbruch bevor? Wir wagen eine Prognose für das Team der Zukunft der Spanier.

Platz zwei in der Gruppenphase bei der WM 2022 in Katar, anschließend das wenig überzeugende Achtelfinalspiel gegen Marokko, welches für den Turnier-Knockout sorgte: Spaniens Nationalmannschaft legte wahrlich keine gute Wüsten-WM hin.

Noch schlimmer: Seit dem WM-Triumph 2010 in Südafrika gelang es den Spaniern nicht, ein K.-o.-Spiel bei einer der nachfolgenden drei Endrunden zu gewinnen. Für eine solch erfolgsverwöhnte Nation ein Desaster.

Nationaltrainer Luis Enrique durfte als Nationalcoach nicht weitermachen, der Sportdirektor geht demnächst auch. Ein großer Umbruch in den kommenden Jahren ist nicht ausgeschlossen.

SPOX und GOAL werfen einen Blick in die Kristallkugel und zeigen, wie das Team der Spanier bei der WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko aussehen könnte.

Torhüter: Unai Simón

La Roja, wie die spanische Nationalmannschaft auch genannt wird, setzte bei den vergangenen beiden großen Turnieren auf Unai Simón als Stammtorhüter. Zu Beginn der WM 2026 wird er 29 sein, ist also dann noch im besten Fußballer-Alter.

Seine Ersatztorhüter in Katar, Robert Sánchez und David Raya, werden bei der nächsten WM 28 beziehungsweise 30 Jahre alt sein und könnten bei guten Leistungen Simóns Stammplatz für sich beanspruchen.

Ebenfalls nicht vergessen solle man Kepa Arrizabalaga. Der Chelsea-Torwart ist 2026 31 Jahre alt und dürfte hoffen, seine Karriere bis dahin wieder in die Spur gebracht zu haben.

Rechtsverteidiger: José Ángel Carmona

Spaniens bisherige Rechtsverteidiger, Dani Carvajal und César Azpilicueta, sind bereits 31 respektive 33 Jahre alt. Ein erneuter Einsatz bei der WM 2026 ist nicht unmöglich, aber unwahrscheinlich. Die Suche nach einem Rechtsverteidiger für die Zukunft sollte bereits jetzt beginnen.

Hier drängt sich José Ángel Carmona auf, der sich mit seinen 21 Jahren in dieser Spielzeit bei Sevilla durchgesetzt hat. Dazu stehen mit Pedro Porro (23) und dem jungen Arnau Martínez (19) weitere hochveranlagte Talente in den Startlöchern.

Ebenfalls interessant dürfte die Entwicklung des erst 17-jährigen Alejandro Jiménez werden. Der steht aktuell bei Real Madrid unter Vertrag, Manchester United, Chelsea und die Bayern sollen bereits ihr Interesse hinterlegt haben.

Innenverteidiger: Pau Torres

Bei der WM 2022 in Katar war Pau Torres nicht dabei, doch mit erst 25 Jahren hat er noch alle Möglichkeiten, sich in den nächsten vier Jahren zurück ins WM-Aufgebot zu spielen. Aktuell steht Torres noch bei Villarreal unter Vertrag, könnte sich aber für höhere Klubs empfehlen.

Junge Alternativen wären Valencias Hugo Guillamón und Eric García vom FC Barcelona.

Innenverteidiger: Aymeric Laporte

Aymeric Laporte wäre bei der WM 2026 32 Jahre alt, aber nicht nur durch seine starken Leistungen für Manchester City erscheint es unwahrscheinlich, dass Laporte bis dahin aus dem Kader fällt. Immerhin braucht die Abwehr einen erfahrenen Anführer.

Neben den bereits oben genannten, jungen Alternativen für die Innenverteidigung käme noch Valencias Teenager-Duo Cristhian Mosquera und Yarek Gasiorowski infrage.

Linksverteidiger: Alejandro Balde

Alejandro Balde zeigte sowohl für Spanien als auch für Barcelona vielversprechende Ansätze, um der langfristige Nachfolger von Jordi Alba zu werden. Lediglich die unglaubliche Tiefe, die die Spanier auf dieser Position zur Verfügung haben, könnte dem im Wege stehen.

José Gayà wäre bei der nächsten Endrunde erst 31, Álex Grimaldo ist sogar ein paar Jahre jünger. Manchester Citys Sergio Gómez könnte sich ebenfalls in den Vordergrund spielen, ist erst 21 Jahre alt und hat viel Talent.

Zentraler Mittelfeldspieler: Rodri

Sergio Busquets steht vor seinem Rücktritt in Sachen internationale Karriere und Rodri hat das Potenzial, ihn im defensiven Mittelfeld zu ersetzen. Ein weiterer potenzieller Backup ist Stefan Bajcetic, der beim FC Liverpool unter Vertrag steht und beim kommenden Turnier erst 21 Jahre alt ist.

Eine weitere Option: Martín Zubimendi von Real Sociedad.

Zentraler Mittelfeldspieler: Gavi

Keine Frage: Gavi gilt als eines der größten spanischen Talente, wird 2026 erst 22 Jahre alt und überzeugt schon jetzt mit teils brillanten Leistungen. Über die nächsten Jahre, wenn nicht sogar über das nächste Jahrzehnt, dürfte Gavi aus dem Team von La Roja nicht mehr wegzudenken zu sein.

Carlos Soler (25) und Marcos Llorente (27) sind bei der kommenden WM noch jung genug, um eine Rolle im Kader zu spielen, dürften aber wohl kaum am Mega-Talent Gavi vorbeikommen.

Zentraler Mittelfeldspieler: Pedri

Das nächste Riesentalent, der nächste junge Spitzenspieler vom FC Barcelona. Pedri ist gerade einmal 20 Jahre alt und dürfte - ähnlich wie Gavi - über viele Jahre das Bild bei der spanischen Nationalmannschaft prägen. Womöglich sogar als Kapitän?

Auf dem gleichen Level wie Pedri ist aktuell kein anderer Spieler anzusiedeln. Trotzdem stehen hochkarätige Alternativen wie Pablo Torre, Aleix Garrido und César Palacios in den Startlöchern.

Rechter Flügelspieler: Ansu Fati

Großes Verletzungspech plagte den 20-Jährigen in den Monaten vor der WM in Katar und verhinderte so womöglich einen Startelfplatz. Sollte Fati gesund bleiben, führt 2026 wohl kein Weg an dem Youngster des FC Barcelona vorbei.

Konkurrenz bekommt er von Leipzigs Dani Olmo, der immer besser in Form kommt, und Mikel Oyarzabal, der die Wüsten-WM aufgrund einer Verletzung verpasste.

Linker Flügelspieler: Yéremy Pino

Bei der WM 2022 stand Yéremy Pino zwar nicht auf dem Platz - die Erfahrung, bei einem solchen Turnier im Kader gestanden zu haben, kann ihm aber niemand nehmen. 2026 wird er 23 Jahre alt sein und kann bis dahin viele weitere Erfahrungen sammeln.

Nico Williams ist nur ein paar Monate älter und könnte der größte Konkurrent von Yéremy um einen Stammplatz sein. Genauso wie Bryan Gil, der ebenfalls tolle Veranlagungen hat.

Stürmer: Ferran Jutglà

Das größte Problem der Spanier bei den vergangenen Turnieren war das Fehlen eines verlässlichen Torschützen. Ferran Jutglà soll dieses Problem lösen. Bei Brügge überzeugte er in dieser Saison mit starken Leistungen und wäre 2026 mit 27 Jahren in bestem Alter.

Als Alternativen kommen Ferran Torres und Iker Bravo in Frage. Selbst Álvaro Morata wäre mit dann 33 Jahren noch eine Option.

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