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Fussball

Manchester United: Potenzielle Käufer nach dem angekündigten Glazer-Ausstieg

Von SPOX

Ende November gab der Vorstand von Manchester United bekannt, dass ein "Prozess zur Sondierung strategischer Alternativen für den Verein" eingeleitet worden sei. Auch ein Verkauf der Red Devils wurde in der Mitteilung als Möglichkeit genannt.

Wir zeigen potenzielle Käufer der Red Devils. Doch zunächst ein Blick zurück auf die bisherigen Eigner.

Manchester United im Besitz der Glazers

ManUnited ist seit 2005 im Besitz der amerikanischen Glazer-Familie, zuletzt hatten die Fans heftig gegen die ungeliebten Eigentümer demonstriert. "Der Fisch stinkt vom Kopf her", hatte etwa der Supporters Trust des Klubs erklärt.

"Die Stärke von Manchester United beruht auf der Leidenschaft und Loyalität unserer globalen Gemeinschaft von 1,1 Milliarden Fans", wurden Avram und Joel Glazer auf der Homepage der Red Devils zitiert. Man werde "alle Optionen prüfen, um sicherzustellen, dass wir unseren Fans am besten dienen und dass Manchester United die erheblichen Wachstumschancen maximiert, die dem Klub heute und in Zukunft zur Verfügung stehen".

Auch der FC Liverpool prüft Verkauf

Zuletzt hatte Liverpools Vorstandsvorsitzender Tom Werner erklärt, dass die Fenway Sports Group (FSG) als Klub-Eigentümer einen Verkauf der Reds in Erwägung ziehe. "Wir prüfen einen Verkauf. Aber es gibt keine Eile, keinen Zeitrahmen für uns", sagte Werner dem Boston Globe.

Im Folgenden sehen wir uns an, wer als potenzieller Käufer bei Rekordmeister Manchester United im Gespräch ist.

Michael Knighton

Der Geschäftsmann, Fußball-Liebhaber und Künstler ist diesmal kein Kandidat bei United. 1989 erlangte der heute 71-Jährige Berühmtheit, als er die Red Devils um ein Haar übernommen hatte. 20 Millionen Pfund standen damals auf dem Spiel, doch das Geschäft scheiterte letztlich.

Geht es nach Knighton, sollte Sir Jim Ratcliffe bei United einsteigen.

Sir Jim Ratcliffe

Der 70-Jährige, Gründer und Boss des Chemieriesen Ineos, macht keinen Hehl daraus, in der Premier League mitmischen zu wollen. Im vergangenen Sommer bot er für den FC Chelsea, zog aber den Kürzeren gegen den US-Amerikaner Todd Boehly. Mit OGC Nizza und FC Lausanne-Sport gehören Ratcliffe bereits zwei Erstligateams.

David Beckham

Die United-Legende besitzt nicht die Mittel, um "seinen" Klub allein zu übernehmen, hat aber großes Interesse gezeigt, sich an alter Wirkungsstätte zu engagieren. Einem möglichen Käufer stellte Becks bereits seine Unterstützung in Aussicht.

Amancio Ortega

Wie die Manchester Evening News berichten, sei der spanische Mode-Gigant (Inditex, u.a. Zara) sehr interessiert an einer Übernahme Uniteds und habe dieses Interesse auch schon hinterlegt.

Ortega, 81, hat das nötige Kleingeld wie kaum ein anderer. Forbes führt ihn als sechstreichsten Mann der Welt mit einem Vermögen von über 60 Milliarden Euro.

Apple

Laut dem britischen Daily Star habe Apple-Boss Tim Cook Interesse an einem Kauf von United. Die Mittel des Techgiganten aus Kalifornien sind nahezu unbegrenzt (Umsatz 2021: 386 Milliarden US-Dollar).

Das Boulevardblatt will erfahren haben, dass Cook plane, das beste Stadion der Welt bauen zu wollen und bereit sei, 5,8 Millionen Pfund zu bieten. Quellen nannte der Daily Star bislang nicht.

Saudi-arabischer Investor

Saudi-Arabien mischt in der Premier League bereits mit. Newcastle United gehört einem vom saudischen Staatsfonds Public Investment Fund angeführten Konsortium.

Geht es nach dem Sportminister des Wüstenstaats, Prince Abdulaziz bin Turki Al Faisal, dann hat man durchaus ein Auge auf Manchester United und den FC Liverpool geworfen. Einem potenziellen saudischen Investor sagte er jedenfalls staatliche Unterstützung zu. "Wenn es einen Investor gibt, der die Absicht hat, und die Zahlen stimmen, warum nicht?"

Amazon

Das neueste Gerücht stammt vom 13. Dezember: Laut The Athletic denke man auch bei Onlineversandhändler Amazon darüber nach, ManUnited zu kaufen.

Die Kohle hätte das US-Unternehmen von Gründer Jeff Bezos in jedem Fall: Amazon kam nur im dritten Quartal 2022 auf einen Umsatz von rund 120 Milliarden Euro - dem Bericht zufolge hoffen die Glazers auf bis zu acht Milliarden Euro.

Es wäre in jedem Fall nicht die erste Investition in den Fußball für Amazon. Man ist bereits Sponsor beim SSC Neapel und besitzt auch TV-Rechte an der Premier League.

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