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Fussball

Julian Green im Interview: "Ich mag das Adrenalin, wenn ich einen Fisch an der Angel habe"

Julian Green kämpfte sich beim FC Bayern in die Profimannschaft, setzte sich dort aber nicht durch.
© getty

SPOX: Der Fußball in Ihrer Heimat USA wird seit Jahren als schlafender Riese bezeichnet, zuletzt gelang aber nicht einmal die Qualifikation für die WM in Russland. Wie steht es um die Entwicklung?

Green: Der Fußball wird immer größer, aber er ist noch nicht auf einem Level mit der NHL, NBA und NFL. Ich bin mir jedoch sicher, dass sich das in den nächsten Jahren ändern wird. Es ist eine gute Entwicklung, dass viele talentierte Amerikaner wie Christian Pulisic, Weston McKennie oder Josh Sargent schon im jungen Alter nach Europa wechseln und dort ausgebildet werden.

SPOX: Der FC Bayern hat 2016 ein Büro in New York eröffnet. Wirkt sich das hinsichtlich der Beliebtheit des Klubs in den USA aus?

Green: Ja, der FC Bayern wurde in den USA seitdem definitiv bekannter. Real Madrid, der FC Barcelona und Manchester United sind zwar noch einen Tick vorne, aber der FC Bayern ist klar am Aufholen.

SPOX: Für welche der traditionellen US-Sportarten interessieren Sie sich?

Green: Eishockey! Bis ich elf war, habe ich bei daheim in Miesbach sogar im Verein gespielt. Dann musste ich mich entscheiden - und habe den Fußball gewählt. In der NHL ist Tampa Bay Lightning mein Lieblingsverein und ich versuche mir viele Spiele anzuschauen, aber das ist mit der Zeitverschiebung natürlich nicht immer möglich.

SPOX: Betreiben Sie selbst noch andere Sportarten?

Green: Ich kann Skifahren und Snowboarden, das macht mir viel Spaß. Leider hatte ich in den letzten Wintern aber nicht genügend Zeit dafür. Nach der Karriere will ich das wieder öfter machen.

Green: "Angelschein steht ganz oben auf meiner Todo-Liste"

SPOX: Ihr Vater lebt in Florida. Wie oft sind Sie bei ihm zu Besuch?

Green: Früher war ich in den Sommerferien immer lange dort, aber das geht heute zeitlich nicht mehr. Ich versuche aber einmal im Jahr in Florida zu sein. In der letzten Nationalmannschaftsperiode konnte ich meinen Vater besuchen, weil wir in Tampa gegen Kolumbien gespielt haben. Eigentlich ein Heimspiel, wobei, Heimspiel war relativ: es waren 40.000 Zuschauer da und davon 25.000 Kolumbianer.

SPOX: Was gefällt Ihnen an Florida?

Green: Ich liebe es, in der Wärme am Strand zu sein. Außerdem angle ich gerne, manchmal vom Steg und manchmal fahre ich auch mit dem Boot aufs offene Wasser hinaus. Ich höre dann leise Musik und kann sehr gut entspannen. Ich mag die Ruhe, die Natur - und das Adrenalin, wenn ich einen Fisch an der Angel habe und versuche ihn einzuholen.

SPOX: Was waren Ihre größten Angel-Erfolge?

Green: Ich habe mal einen halben Meter langen Hai gefangen - den habe ich rausgezogen und sofort wieder reingeworfen. Letztes Jahr hatte ich einen Barsch an der Angel, der wog so fünf, sechs Kilogramm. Den habe ich dann gekocht und gemeinsam mit einem Freund, der oft mit mir angelt, gegessen. War sehr gut, fanden wir. Mein Vater hat auch einmal gekostet, aber er war nicht ganz so überzeugt wie wir (lacht).

SPOX: Angeln Sie auch in Deutschland?

Green: Das geht leider noch nicht, weil ich keinen Angelschein habe. Ich will ihn schon seit Längerem machen, bisher habe ich es zeitlich noch nicht hingekommen. Steht aber ganz oben auf meiner Todo-Liste.

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