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Fussball

Real-Trainer Zinedine Zidane "müde und enttäuscht" nach unterdurchschnittlicher Saison

Von Mario Cortegana

Bei Real Madrid gibt es ein großes Fragezeichen hinter der Zukunft von Trainer Zinedine Zidane. Dabei geht es nach Informationen von SPOX und Goal nicht darum, dass sich der Klub vom französischen Trainer aufgrund der in Copa del Rey und Champions League titellosen Spielzeit trennen könnte, sondern es besteht die Sorge, dass sich bei Zidane die Geschichte aus dem Jahr 2018 wiederholt.

Damals hatte Zidane nach dem Gewinn der Champions League, dem bislang letzten Titel in der Königsklasse für die Königlichen, überraschend seinen Rücktritt verkündet. Aktuell mehren sich erneut die Anzeichen, dass 'Zizou' wiederum einen drastischen Schritt machen und von sich aus hinwerfen könnte.

Nach Informationen von SPOX und Goal wirkt Zidane intern im Saison-Endspurt müde und ein wenig enttäuscht. Die Enttäuschung rührt zum einen vom drohenden Verpassen der sportlichen Ziele: In der Copa schied Real bereits früh gegen den Drittligisten Alcoyano aus, in der Champions League war in dieser Woche im Halbfinale gegen Chelsea Schluss.

In der Liga haben die Madrilenen weiterhin Chancen auf den Gewinn der Meisterschaft, doch sie müssen in den verbleibenden vier Partien noch am Stadtrivalen und Tabellenführer Atletico vorbeiziehen.

Es droht eine titellose Saison - und nach Zidanes Ansicht sind die vielen Verletzungen in der aktuellen Spielzeit ein Grund dafür, die ausgebliebenen Transfers im vergangenen Sommer, als das Team nicht adäquat verstärkt wurde, ein anderer.

Raul mit den besten Karten auf die Zidane-Nachfolge

Zum anderen hängt Zidanes Enttäuschung und nachdenkliche Stimmung auch mit den in Spanien weiterhin gültigen Corona-Maßnahmen zusammen. Die Arbeit mit der Mannschaft im Trainingszentrum Valedebebas macht Zidane weiterhin Spaß, doch die Einschränkungen, die ein Team-Leben wie vor der Corona-Krise verhindern, drücken bei ihm auf die Laune.

Die Klub-Bosse in Madrid sind sich bewusst, dass Zidane erneut von sich aus gehen könnte und diskutieren intern bereits über einen möglichen Nachfolger. Die besten Karten hat momentan Klub-Legende Raul, der als Jugend-Trainer mit dem Gewinn der Youth League hat aufhorchen lassen. Er würde als ehemaliger Star der Blancos, als Respektsperson aus einer ähnlichen Position wie Zidane im Jahr 2016 starten, der ebenfalls zunächst im Castilla-Team Erfahrung sammelte.

Zwei weitere Namen, die für Präsident Florentino Perez infrage kommen, sind Joachim Löw und Massimiliano Allegri. Löw gibt im Sommer seinen Job als Bundestrainer nach 15 Jahren auf, der ehemalige Milan- und Juve-Coach Allegri ist aktuell ohne Verein.

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