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Fussball

FC Liverpool - Trainer Jürgen Klopp zu Wechsel von Sadio Mané zum FC Bayern: "Dürfte gerne Normalität werden"

Von Marcus Blumberg
Jürgen Klopp kann das Geschäftsgebaren beim FC Barcelona nicht nachvollziehen.

Jürgen Klopp hat seinen Ex-Profi Sadio Mané beim FC Liverpool für dessen Offenheit vor dem Wechsel zum FC Bayern gelobt. Zudem äußerte er Unverständnis gegenüber dem Geschäftsgebaren des FC Barcelona.

Angesprochen auf den Abgang von Leistungsträger Mané vom FC Liverpool nach München sagte Trainer Jürgen Klopp im Gespräch mit dem kicker: "Die Sadio-Geschichte ist eine spezielle" und ging sogar so weit, zu sagen: "Sie dürfte aber auch gerne Normalität sein. Sadio hat uns frühzeitig gesagt, dass er gerne wechseln würde. Man spricht mit einem Spieler, der sechs Jahre bei uns ist. Das ist völlig normal."

Klopp erklärte zwar, dass er Mané "sehr gerne gehalten" hätte, doch: "Sadio wollte gerne etwas anderes machen. Das ist eine freie Welt, man sollte Entscheidungen treffen auf eben diese Art: sie rechtzeitig bekanntgeben. Wenn es dann einen oder mehrere Interessenten gibt, wird ein vernünftiger Preis bezahlt, dann ist es ein Deal. Wäre das immer so, wäre das einfach cool."

Dass neben Mané auch noch andere bekannte Namen wie die Niederländer Matthijs de Ligt (von Juventus) oder Ryan Gravenberch (Ajax) zum FC Bayern wechselten und nicht etwa zu anderen europäischen Topklubs, überraschte Klopp derweil nicht. "Aus deutscher Sicht sollte man den Fehler nicht machen, den FC Bayern in seiner Strahlkraft zu unterschätzen. Wenn man nach München geht, ist die Wahrscheinlichkeit, dass man Meister wird, relativ groß. Größer als zum Beispiel mit Juventus Turin in Italien. Es ist also ein richtiger Schritt von Ajax zu Bayern zu gehen, ein großer ist es auch."

Weitere Gründe, die für Bayern sprechen, seien, dass die Stadt München "wunderschön" sei und Deutschland und der FC Bayern "Sicherheit" geben. "Es ist nicht in allen Ligen so, dass es gibt, was vereinbart wurde. Bayern ist Weltklasse und grundsolide, deshalb sind sie auch einer der erfolgreichsten Vereine der Welt."

Klopp: "Weiß nicht, ob es in Barcelona einen Watzke gibt"

Ein anderer großer Klub in Europa ist der FC Barcelona, der sich derzeit in einer gewissen Schieflage befindet. Auf die Frage, ob er deren Geschäftsgebaren nachvollziehen könne, sagte Klopp: "Nein. Aus verschiedenen Gründen nicht. Der eine Grund ist, ich bin kein Finanzfachmann. Der zweite: Wenn man mir sagt, ich habe kein Geld, dann gebe ich nichts mehr aus. Meine Kreditkarte ist auch schon zweimal zerschnitten worden, das ist zum Glück schon ein paar Jahre her. Ich beobachte das wie ein Fußballfan, ich verstehe es nicht. Ich fand den Verein in den letzten Jahrzehnten, in denen ich Fußball schaute, einfach überragend und hoffe, dass sie es hinkriegen."

In gewisser Weise fühlte sich Klopp durch die aktuelle Lage bei Barca an seinen Ex-Klub BVB erinnert: "Der einzige Verein, den ich kenne, der mal das Stadion und andere Rechte im Voraus verkauft hat, war Borussia Dortmund. Da musste Aki Watzke in letzter Sekunde kommen und das Ganze retten. Und ich weiß nicht, ob es in Barcelona einen Aki Watzke gibt."

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