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Fussball

FC Liverpool: Wie Fabinho einst seine Europa-Karriere bei Real Madrid startete

Von Oliver Maywurm
Fabinho spielt heute beim FC Liverpool.

Beim FC Liverpool hat sich Fabinho zu einem der besten Mittelfeldspieler der Welt entwickelt. Was kaum einer weiß: Als Talent spielte er für Real Madrid.

Ein Champions-League-Finale ist natürlich immer ein ganz besonderes Spiel. Für Liverpools Mittelfeldspieler Fabinho bekommt das Duell mit Real Madrid im Endspiel von Paris am Samstag aber vielleicht nochmal einen Tick mehr Besonderheit.

Schließlich ist es für den Brasilianer auch ein Spiel gegen seine Vergangenheit, gegen einen seiner Ex-Klubs. Bitte was? Fabinho hat mal für Real gespielt? Ja, tatsächlich!

Im Sommer 2012 war der damals 18-Jährige von Fluminense eigentlich zu Rio Ave, einem kleineren portugiesischen Erstligisten, gewechselt. Doch die Kontakte von Starberater Jorge Mendes, der Fabinho damals schon vertrat, machten eine Leihe zu Real Madrid möglich.

Bei den Königlichen hatte seinerzeit Jose Mourinho das Traineramt inne, Superstar des Teams war ein gewisser Cristiano Ronaldo. Beide werden und wurden bekanntlich ebenfalls von Mendes beraten.

Fabinho bei Real Madrid: "Er war sehr schüchtern"

Fabinho trainierte zwar immer wieder mit CR7 und Co. bei der ersten Mannschaft - vornehmlich war er aber für die Castilla, die zweite Mannschaft, eingeplant, um sich an den europäischen Fußball zu gewöhnen. "Er war sehr schüchtern, aber man konnte sofort sein Potenzial sehen", erinnert sich der damalige Castilla-Trainer Alberto Toril im Gespräch mit SPOX und GOAL.

Fabinho kam auch im B-Team in eine Mannschaft mit Spielern, deren großartige Qualitäten sich wenig später auch für ein breiteres Publikum herausstellen sollten. Alvaro Morata und der damals als Mega-Talent gehandelte Jese wirbelten in der Offensive, Denis Cheryshev und Lucas Vazquez spielten auf den Flügeln. Auf der Sechs räumten Casemiro oder Omar Mascarell auf, in der Abwehr hielt unter anderem Nacho den Laden zusammen.

Fabinho fügte sich gut ein in dieses Team, machte in der Saison 2012/13 30 Spiele in der zweiten spanischen Liga. Allerdings agierte er nicht wie heute im defensiven Mittelfeld, sondern vornehmlich als Rechtsverteidiger. "Manchmal kam er auch als Innenverteidiger zum Einsatz, aber nie im Mittelfeld", erzählt Toril. "Damals sahen wir in ihm einfach keinen Mittelfeldspieler, wenngleich wir auch nicht wussten, was seine beste Position sein könnte."

Fabinho: Ein Einsatz für die erste Mannschaft von Real Madrid

Man habe für Fabinho dennoch "großartige Zukunftsperspektiven" gesehen, betont Toril. "Er war sehr konsequent, aufmerksam und großzügig. Er hat viele Spiele gemacht."

In einem Spiel durfte Fabinho dann sogar bei Mourinho ran: Am drittletzten Spieltag in LaLiga wurde Fabinho bei einem 6:2-Sieg Reals gegen Malaga für die Schlussviertelstunde eingewechselt. Und als Rechtsverteidiger gelang ihm dabei sogar noch der Assist zum Endstand, den er Angel Di Maria auflegte.

Am letzten Spieltag gegen Osasuna stand Fabinho dann zumindest noch einmal im Kader der ersten Mannschaft, eine Zukunft in Madrid hatte er nach dem Leihjahr jedoch nicht. Stattdessen brachte Mendes ihn zur AS Monaco - bekanntlich nicht der schlechteste Schritt.

Denn bei den Monegassen wurde der seinerzeit 19-Jährige schnell Stammspieler und war dann eine der absoluten Schlüsselfiguren in der herausragenden Saison 2016/17, als der Klub aus dem Fürstentum französischer Meister wurde und es in der Champions League bis ins Halbfinale schaffte.

Mehrere Topklubs hatten Fabinho spätestens jetzt auf dem Zettel, im Sommer 2018 erhielt Liverpool den Zuschlag. Und mit den Reds könnte der brasilianische Nationalspieler am Samstag bereits zum zweiten Mal die Königsklasse gewinnen. Ausgerechnet gegen Real.

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