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Fussball

David Alabas Wien-Imperium: Wohnen, Essen, Fußball-Klub

David Alaba wechselte im vergangenen Sommer ablösefrei vom FC Bayern München zu Real Madrid.

David Alaba (29) spielt zwar bei Real Madrid, investiert aber in seine Heimatstadt Wien: Nach dem Erwerb von Luxusimmobilien und der Eröffnung eines eigenen Restaurants stieg er nun mit einer Investorengruppe bei seinem Jugendklub Austria ein.

David Alaba war 15 Jahre alt, als er für die Zweitvertretung seines Jugendklubs Austria Wien debütierte, zeitgleich stieß der etwas ältere Aleksandar Dragovic zur Mannschaft. "Ich weiß noch genau, wie ich gemeinsam mit David die ganze Drecksarbeit machen musste: Bälle einsammeln, Kisten tragen, solche Sachen", erinnerte sich Dragovic, der mittlerweile bei Roter Stern Belgrad spielt, kürzlich im Interview mit SPOX und GOAL.

"Als wir bei den Amateuren wegen eines Sieges gegen Schwanenstadt unsere erste Prämie kassiert haben, haben wir uns gefühlt, als hätten wir die Champions League gewonnen." Was mit der Prämie angestellt wurde? "Das bleibt unser Geheimnis. Ich kann nur eines sagen: Das Geld war so schnell wieder weg, wie es reingekommen ist."

14 Jahre später investiert Alaba weiterhin reichlich in seiner Heimatstadt Wien, in jüngerer Vergangenheit baute er sich ein kleines Imperium auf: Alaba kaufte Luxusimmobilien, eröffnete gemeinsam mit seiner zwei Jahre jüngeren Schwester Rose May Alaba ein Restaurant und stieg außerdem als Teil einer Investorengruppe bei der Austria ein.

Investorengruppe bei der Austria: Die Hintergründe

Der finanziell arg angeschlagene Traditionsklub verkündete am Montag, dass die "Viola Investment GmbH - Freunde der Austria" 40 Prozent der FK Austria Wien AG erwirbt mit Option auf weitere 10,1 Prozent. Dafür kassiert der Klub zunächst zehn Millionen Euro, die kurzfristig das Überleben sichern sollen. Eine Übernahme der Anteilsmehrheit ist wegen der auch in Österreich geltenden 50+1-Regel aktuell nicht möglich.

Die Lizenz für die laufende Bundesligasaison bekam die Austria erst in zweiter Instanz, zuletzt wurde gar über eine mögliche Insolvenz diskutiert. Den Klub plagen Schulden in Höhe von 79 Millionen Euro, sportlich liegt er aktuell auf einem Abstiegs-Playoff-Platz. Der bis heute letzte Meistertitel datiert von 2013. "Wir haben die Austria jetzt aus dem Koma erweckt, aber sie ist immer noch ein Intensivpatient", sagte Jürgen Werner, der als Gesicht der neuen Investorengruppe gilt. Zuletzt fungierte der 60-Jährige als Vizepräsident des Ligarivalen LASK.

Neben Werner und Alaba zählt auch der ehemalige Bundesligaspieler Sebastian Prödl zur Invstorengruppe. Nach Station bei Werder Bremen, dem FC Watford und Udinese Calcio ist der 34-Jährige aktuell vereinslos. Alaba selbst investierte schon im vergangenen Frühling eine halbe Million Euro in die Austria. Zuletzt vermeldete die Zeitung Österreich, dass Alaba dem Klub eine finanzkräftige Fluglinie als Sponsor beschaffen könnte.

Beim Einstieg der Investorengruppe ließ sich Alaba offiziell von seinem Vater und Berater George vertreten, richtete sich aber in einer Videobotschaft an die Fans: "Die Austria Wien ist in meinem Herzen seit Kindheitstagen und deshalb möchte ich hier immer helfen und auch immer allen verbunden sein - auch jetzt. Ihr könnt euch immer auf mich verlassen."

Die Tabelle der österreichischen Bundesliga

PlatzKlubSpieleSUNToreDifferenzPunkte
1RB Salzburg (M, P)18143142:123045
2Sturm Graz1894537:261131
3Wolfsberger AC1894531:28331
4Austria Klagenfurt (N)1867526:27-125
5Rapid Wien1866627:27024
6SV Ried1866624:34-1024
7Austria Wien1849524:22221
8TSV Hartberg1856728:28021
9Linzer ASK1855823:26-320
10WSG Tirol1847725:35-1019
11FC Admira Wacker1837821:25-416
12SCR Altach18341110:28-1813

Alaba eröffnet mit seiner Schwester ein Restaurant

Alaba wechselte 2008 wenige Wochen nach der ersten Siegprämie mit Dragovic zum FC Bayern München, wo er anschließend 13 Jahre verbrachte. Auch wegen seiner angeblich allzu optimistischen Gehaltsforderungen scheiterte im vergangenen Frühling eine Vertragsverlängerung. Im Sommer wechselte er ablösefrei zu Real Madrid.

Davor nahm Alaba mit der österreichischen Nationalmannschaft noch an der Europameisterschaft teil, weshalb er Ende Mai die Eröffnung seines Restaurants DaRose (Akronym für David und Rose) im Herzen Wiens verpasste. "Er wäre sehr gerne ein Teil vom Soft-Opening, aber er muss ja leider zum Nationalteam und seinem Job nachgehen", erklärte seine Schwester damals.

Beim DaRose handelte es sich nach eigener Auskunft um "das erste Eatertainment Restaurant Wiens". Angeboten werde eine "innovative mediterrane und singapurische Küche", auf der Speisekarte findet sich von Tapas über Wiener Schnitzel, Fisch, Burger, Steaks und Pizza so gut wie alles. Neben Essen geht es in dem Restaurant aber auch um Musik. So gibt es Live-Auftritte, unter anderem von Alabas Schwester Rose May höchstpersönlich.

Alaba selbst dürfte auch gelegentlich vorbeischauen, zieht es ihn doch regelmäßig in seine Heimatstadt. "Wien ist wunderschön", schwärmte er vor zwei Jahren in einem Interview mit dem Magazin GQ, für das er sich auch in seiner zweistöckigen Wien-Wohnung in der 17. und 18. Etage eines Neubaus fotografieren ließ. "Ich bin sehr gerne hier, habe hier meine Familie und viele meiner Freunde. Wenn ich Urlaub habe, verbringe ich viel Zeit hier, weil die Stadt mir einfach sehr viel gibt."

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