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Fussball

Transfermarkt: 20 Top-Transfers unserer Redaktion

Drei Gewinner des Transfersommers? James Rodriguez, Leroy Sane und Sandro Tonali wechselten allesamt im Sommer den Verein.
© imago images

 

 

Sandro Tonali

  • Abgebender Verein: Brescia Calcio
  • Aufnehmender Verein: AC Milan
  • Ablösesumme: 10 Millionen Euro Leihgebühr, Kaufoption über 20 Millionen

Man muss sich Sandro Tonali als romantischen Spieler vorstellen. Wieso um alles in der Welt sollte ein Mittelfeldakteur seiner Extraklasse sonst in diesen Zeiten zum AC Milan wechseln, für den der Weg zur Extraklasse noch ein recht weiter sein dürfte.

Tonalis Hang zur Romantik ist leichter zu verstehen, wenn man weiß, mit wem er verglichen wird und wer sein Vorbild ist. Der 20-Jährige hat jedenfalls nichs dagegen, wenn er als "Mini-Pirlo" bezeichnet wird. Obgleich Tonali neben den Maestro auch noch dessen Kettenhund Gennaro Gattuso als Vorbild nennt.

Die Parallelen zur Pirlo sind aber größer: Sie stammen beide aus Brescia, gaben beide minderjährig ihr Profidebüt, blicken aus recht melancholischen Augen in die Welt. Und dann wären da noch die Ähnlichkeiten auf dem Platz: Diese Pässe wie Gemälde! Dieses Spielverständnis! Diese engen Dribblings! Diese Antizipation!

Und dazu noch dieser schleppende, fast traktorartige Antritt (wobei Tonali im Vergleich zum heutigen Juve-Coach durchaus respektable Endgeschwindigkeiten erreicht)! Milan hat wieder einen Metronomen und Komponisten in Personalunion, der sogar Gegenpressing nicht nur aus dem Lexikon kennt - und die Fußball-Hipster könnten bald wieder einen Lieblingsspieler haben.

Sergino Dest

  • Abgebender Verein: Ajax Amsterdam
  • Aufnehmender Verein: FC Barcelona
  • Ablösesumme: 21 Millionen Euro

Mit seinen 19 Jahren eines der größten Defensivtalente in Europa. Sieht man sich Dests bisherige Spiele bei Ajax an, ist es aber fast schon eine Frechheit, ihn als Defensivspieler zu bezeichnen. Der Außenverteidiger geht fast schon als Außenstürmer durch.

Sein offensiv interpretierter Spielstil dürfte Barca gut zu Gesicht stehen - und hätte wohl auch dem FC Bayern gut zu Gesicht gestanden. Die Katalanen stachen den deutschen Rekordmeister aus, der schon im Frühjahr erste Gespräche mit Dests Vertretern aufgenommen hatte. Eine empfindliche Niederlage für Hasan Salihamidzic. Wie schwer sie ist, wird die Zeit zeigen.

Thiago Alcantara

  • Abgebender Verein: FC Bayern
  • Aufnehmender Verein: FC Liverpool
  • Ablösesumme: 22 Millionen Euro

Man soll ja immer aufhören, wenn's am Schönsten ist. Und da sich Thiago Ende August mit dem Triple in Lissabon unsterblich beim deutschen Rekordmeister gemacht hatte, blieb er seinem schon Monate zuvor geschmiedeten Plan treu und entschied sich für eine neue Herausforderung in einer für ihn noch unbekannten Topliga anstatt für eine Vertragsverlängerung in München.

Tränenreich soll der Abschied gewesen sein, und ja, die Bayern dürften ihrem spielwitzigen Spielgestalter auch noch den einen oder anderen Monat länger hinterhertrauern. Thiago in Liverpool, das klingt zugleich aber sehr spannend. Kann sich der 29-Jährige unter Jürgen Klopp noch einmal weiterentwickeln?

Thomas Partey

  • Abgebender Verein: Atletico Madrid
  • Aufnehmender Verein: FC Arsenal
  • Ablösesumme: 50 Millionen Euro

Partey sorgt für Party bei Arsenal. Ein echter Coup für die Gunners, die schon lange nach einem körperlich robusten und technisch versierten Antreiber im Mittelfeld gesucht haben. Gewöhnt sich der von Atletico-Trainer Simeone zum Topspieler ausgebildete Mann aus Ghana schnell an das Tempo in der Premier League, darf sich das Team von Mikel Arteta auf einen großen Qualitätsschub freuen.

Nichts anderes erhoffen sie sich im Norden von London, ansonsten hätten sie den 27-Jährigen wohl kaum zu ihrem viertteuersten Neuzugang (nach Nicolas Pepe, Pierre-Emerick Aubameyang und Alexandre Lacazette) gemacht.

Timo Werner

  • Abgebender Verein: RB Leipzig
  • Aufnehmender Verein: FC Chelsea
  • Ablösesumme: 53 Millionen Euro

Neben Lautaro Martínez war Timo Werner der wohl begehrteste junge Vollblutstürmer in der abgelaufenen Transferperiode. Mit dem Unterschied: Martínez ist immer noch bei Inter, Werner ist tatsächlich gewechselt. Wenn auch nicht unbedingt zu einem Klub, der noch vor sechs Monaten erwartet worden war.

Nicht beim FC Bayern (Timing des beiderseitigen Interesses immer unglücklich, konnte keine Hauptrolle garantieren), nicht beim FC Barcelona (kein Geld, wäre nur 1b-Lösung gewesen, wenn Lautaro nicht geklappt hätte), nicht bei Real Madrid (kein echter Kontakt), nicht bei Manchester United (nicht gut genug für Werner), nicht beim FC Liverpool (konnte keine Hauptrolle garantieren) unterschrieb Werner, sondern bei Chelsea.

Ein Wechsel, der aus der Ferne nüchtern betrachtet total Sinn ergab. Chelsea ist ein Versprechen für die Zukunft. Nun müssen die Versprechen eingelöst werden. Die ersten Wochen waren holprig.

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