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Fussball

EM 2021: Müller-Abschied? Boateng-Rückkehr? Fragen und Antworten zum neuen DFB-Team

Wird sich Thomas Müller aus der Nationalmannschaft verabschieden.
© imago images

Nach der EM ist vor der WM, nach Joachim Löw ist vor Hansi Flick. Beim DFB bahnt sich ein neues Zeitalter an, der Blick geht nach dem bitteren K.o. gegen England nach vorne. Wir beantworten drei zentrale Fragen.

 

 

Wie geht es mit Löw weiter?

Löw will sich nach insgesamt 17 Jahren beim DFB (zwei als Assistent von Jürgen Klinsmann, 15 als Bundestrainer) eine Auszeit nehmen.

"Ich brauche emotionalen Abstand", stellte er auf seiner Abschiedspressekonferenz am Mittwoch klar und betonte zudem, "keinen konkreten Plan" zu haben.

Aber: "Vom Ruhestand habe ich nie gesprochen. Es gibt mit Sicherheit neue Aufgaben, die für mich interessant sind."

Welche Veränderungen sind unter Flick zu erwarten?

Zwar wird Löws langjähriger Assistent Marcus Sorg dem Trainerteam erhalten bleiben, Flick möchte aber noch eine weitere Vertrauensperson an seiner Seite wissen. Gespräche gibt es nach Informationen von SPOX und Goal mit Danny Röhl, der Flick auch schon beim FC Bayern mit Rat und Tat zur Seite stand. Hermann Gerland oder Miroslav Klose sind dagegen kein Thema.

Desweiteren ist davon auszugehen, dass Flick von Löws 3-4-3 abrücken und in Zukunft mit dem von ihm bevorzugten 4-2-3-1, dem Triple-System des FC Bayern, spielen wird. Auch in Bezug auf die Kaderzusammenstellung ist mit frischem Wind zu rechnen.

Ridle Baku (23/rechte Abwehr und rechtes Mittelfeld/VfL Wolfsburg), Niklas Dorsch (23/zentrales Mittelfeld/KAA Gent), Florian Wirtz (18/offensives Mittelfeld/Bayer Leverkusen) und Lukas Nmecha (22/Sturm/RSC Anderlecht) haben sich bei der U21-EM in den Fokus gespielt. Gut möglich, dass es mindestens einer von ihnen ins Aufgebot für das Flick-Debüt im September in Liechtenstein schaffen wird.

Und Jamal Musiala (18/offensives Mittelfeld/FC Bayern), der bereits den einen oder anderen verheißungsvollen Kurzeinsatz wie zuletzt gegen Ungarn hatte, ist sowieso einer der Lieblinge von Flick und soll mittel- bis langfristig zu einem der Gesichter des neuen DFB-Teams werden.

Flicks Auftrag lautet, den von Löw begonnenen, aber nie zu Ende gebrachten Umbruch weiter voranzutreiben. Gleichzeitig muss er Spieler wie Leroy Sane, Timo Werner oder Serge Gnabry, die unter Löw zuletzt nicht zu performen wussten, wieder in die Spur bringen.

Welche Routiniers bleiben, welche gehen?

Wer Flick kennt, weiß, dass er auch gerne auf erfahrene Spieler setzt. Manuel Neuer (35) spielt in seinen Planungen eine feste Rolle, der Torhüter selbst will ohnehin noch die WM 2022 in Katar mitnehmen. Mats Hummels (32) hat seine Zukunft in der Nationalmannschaft nach dem 0:2 gegen England hingegen noch offen gelassen, er werde sich "in den nächsten Tagen" Gedanken machen.

Bei Toni Kroos (31) geht die Tendenz - auch aus familiären Gründen - eher Richtung Abschied, wenngleich der Mittelfeldspieler von Real Madrid laut Oliver Bierhoff intern noch keine Entscheidung kommuniziert hat. Thomas Müller (32) wird unter seinem Fürsprecher Flick aller Voraussicht nach bleiben.

Denkbar zudem: eine Rückkehr von Jerome Boateng (32), den Flick nach eigenen Angaben gerne im EM-Kader gesehen hätte. Das dürfte allerdings auch davon abhängen, wo der Innenverteidiger in Zukunft spielt. Sollte er nach seinem Abschied aus München bei einem Top-Klub anheuern, wäre ein Comeback für Flick sportlich gut argumentierbar.

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