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Fussball

Drei Thesen zum DFB-Remis gegen Dänemark: Dann wäre es töricht, auf Boateng zu verzichten

© getty

2. Wird Hummels nicht fit, muss Löw Boateng nachnominieren

Löws Idee, mit fünf Verteidigern anzutreten, wäre ja noch logisch nachvollziehbar, wenn die Defensive dadurch stabiler auftreten würde. Das tat sie im Vergleich zum blamablen 1:2 gegen Nordmazedonien im März zwar, die Rückwärtsbewegung war um Längen besser und viele dänische Konter verpufften auch dadurch. Aber: Letztlich spielte die deutsche Elf einmal mehr nicht zu Null.

Den Dänen reichte in Person von Yussuf Poulsen eine Großchance zu einem Tor. Dem Gegentreffer in der 71. Minute war ein punktgenauer Pass von Christian Eriksen zwischen Mats Hummels und Niklas Süle hindurch vorausgegangen. Löw bemängelte hinterher: "Süle hätte den Passweg besser zustellen können."

Es war neben Süle aber auch Rückkehrer Hummels, der in dieser Situation alles andere als gut aussah. Der 32-Jährige kann trotz aller Erfahrung eben auch keine Wunder bewirken, zumal er körperlich nicht bei 100 Prozent ist. Löw verriet auf der Pressekonferenz nach der Partie zumindest, Hummels sei mit Problemen an der Patellasehne seines linken Knies ins Trainingslager nach Tirol gereist.

"Das ist nicht weiter tragisch", sagte Löw zwar, aber: "Das behindert Mats manchmal in Sprintduellen. Er hat das heute in der zweiten Halbzeit ein bisschen gespürt." Und konnte Poulsen beim 1:1 wohl auch deshalb nicht mehr einholen.

Für Hummels, der zuletzt schon mit einbandagiertem Knie trainiert hatte, ist es nun elementar wichtig, schnellstmöglich topfit zu werden. Anderenfalls wäre es töricht von Löw, nicht Jerome Boateng nachzunominieren. Der "beste Mann der Bundesliga", wie ihn Ex-Kollege Bastian Schweinsteiger Anfang der Woche in einem Interview mit der Bild nannte, sollte in den nächsten Tagen zumindest vom Bundestrainer vorgewarnt werden, nicht allzu sehr in den Urlaubsmodus zu schalten.

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