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Fussball

DFB-Team - Goretzka und Kroos nicht fit, Hummels angeschlagen: So steht es um Löws Sorgen-Trio

© getty

Mats Hummels, Toni Kroos und Leon Goretzka sind eigentlich als Stammspieler für die EM eingeplant. Zwölf Tage vor dem Auftakt gegen Frankreich ist das Trio aber noch nicht bei 100 Prozent. Ein Überblick.

Mats Hummels: Die Patellasehne zwickt

  • Situation: "Alles gut", sagte Mats Hummels noch, nachdem er am Sonntag das Mannschaftraining in Seefeld vorzeitig abgeblasen und die Medienvertreter ihn gefragt hatten, warum sein linkes Knie einbandagiert sei. Drei Tage später verriet Joachim Löw jedoch, dass der DFB-Rückkehrer mit Patellasehnenproblemen nach Tirol gereist sei. "Das behindert Mats manchmal in Sprintduellen", stellte Löw nach dem 1:1 gegen Dänemark fest. "Er hat das heute in der zweiten Halbzeit ein bisschen gespürt." Keine optimalen Voraussetzungen für eine Europameisterschaft mit einem Hammer-Auftakt gegen die Weltklasse-Offensive der Franzosen um Kylian Mbappe und Karim Benzema.
  • Prognose: Patellasehnenprobleme können sich - gerade nach einer so langen Saison wie Hummels sie mit dem BVB hinter sich hat - durchaus einige Tage oder gar Wochen hinziehen. Löw wäre allerdings nicht das Risiko eingegangen, den 32-Jährigen gegen Dänemark von Beginn an aufzustellen, hätte dieser im Vorfeld über große Schmerzen geklagt. Der Bundestrainer selbst stufte Hummels' Probleme als "nicht weiter tragisch" ein. Und die medizinische Abteilung des DFB um Dr. Tim Meyer macht derzeit ohnehin eher den Eindruck, übervorsichtig zu sein. Youngster Jamal Musiala zum Beispiel durfte wegen eines leichten Zwickens in der Hüfte mehrere Tage nicht mit dem Team trainieren. Es ist also davon auszugehen, dass sich Hummels bis zum Turnier vollständig rehabilitiert. Für den Fall der Fälle stünde dennoch Jerome Boateng parat, der aktuell zwar im Urlaub weilt, sich aber fit hält.

Toni Kroos: Individualtraining nach Corona-Infektion

  • Situation: Der Profi von Real Madrid kam mit zweitgägiger Verspätung in Österreich an, nachdem er am 17. Mai erstmals positiv auf das Coronavirus getestet worden war und seither vergeblich auf einen negativen Test wartete. "Insgesamt bin ich schon schlapp", verriet er kurz nach seiner Infektion im Podcast Einfach mal Luppen mit seinem Bruder Felix. Kein Wunder also, dass Kroos bislang noch nicht voll mit der Nationalmannschaft trainieren konnte. "Wir wollen Toni stufenweise heranführen", so Teamarzt Meyer. Beim Vormittagstraining am Mittwoch schlug er nur ein paar Flanken, ehe er sich mehreren individuellen Pass- und Sprintübungen in Kombination mit Torabschlüssen und Balleroberungen widmete.
  • Prognose: Beim DFB und Kroos selbst herrscht Zuversicht, dass der Mittelfeldspieler rechtzeitig bis zum Duell mit Frankreich auf hundert Prozent kommt. Ob er schon beim zweiten und letzten Test gegen Lettland nächsten Montag mitwirken kann, ist noch fraglich. Löw geht aber davon aus, dass Kroos an diesem Freitag zumindest weite Teile des Mannschaftstrainings mitmachen kann.

Leon Goretzka: Das größte Sorgenkind

  • Situation: Goretzka zog sich am 11. Mai beim 6:0-Sieg des FC Bayern gegen Borussia Mönchengladbach einen Muskelfaserriss im hinteren linken Oberschenkel zu und erhielt erst am Montagabend von den Ärzten grünes Licht, nach Seefeld reisen zu dürfen. Dort trainiert er nun - wie Kroos - individuell, aber bei weitem noch nicht mit derselben Belastung wie der Real-Star. Am Mittwoch verbrachte Goretzka zwei Stunden auf dem Trainingsgelände unterhalb der Toni-Seelos-Olympiaschanze. Eine davon im Fitnesszelt, die andere auf dem Platz mit lockeren Läufen, Passübungen und leichten Dribblings unter minimalem Gegnerdruck.
  • Prognose: Löws Assistent Marcus Sorg deutete bereits an, dass ein Spieler möglicherweise verspätet ins Turnier einsteigen könnte. Dabei handelt es sich um Goretzka, der nach über dreiwöchiger Zwangspause am meisten aufzuholen hat. Klar ist: Für das Lettland-Spiel wird es nicht reichen. Ein Einsatz gegen Frankreich über 90 Minuten ist momentan eher unwahrscheinlich. Doch noch bleiben Goretzka zwölf Tage. Es wird ein Wettlauf mit der Zeit.
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