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BVB - Eintracht Frankfurt 5:2: Phänomenaler Haaland! Furiose Dortmunder zerlegen die SGE

An allen fünf Dortmunder Toren beteiligt: Erling Haaland.
© getty

Erling Haaland war beim furiosen 5:2 von Borussia Dortmund gegen Eintracht Frankfurt (der LIVETICKER zum Nachlesen) am ersten Spieltag der Bundesliga der überragende Spieler. Der Stürmer war an allen fünf Toren seiner Mannschaft entscheident beteiligt.

Haaland bereitete in eleganter Dampfwalzenmanier die Tore von Marco Reus (23.), Thorgan Hazard (32.) und Gio Reyna (58.) vor und erzielte zwei Treffer (34., 70.) selbst. Einen der Frankfurter Ehrentreffer erzielte auch ein Dortmunder - Felix Paßlack fabrizierte beim Rettungsversuch ein kurioses Eigentor (27.). Neuzugang Jens Petter Hauge erzielte kurz vor Schluss per Kopf das 2:5. "Ich freue mich unglaublich, 25.000 Fans, eine gute Leistung der Mannschaft. Es ging drum, dass wir gut starten wollten. Das ist uns gelungen. Erling Haaland ist ein unglaublicher Teamspieler, ich glaube, dass er sich das heute verdient hat", sagte BVB-Trainer Marco Rose nach seinem gelungenen Bundesligadebüt bei seinem neuen Verein.

BVB-Kapitän Marco Reus, nach Haaland der zweite überragende Mann beim BVB, warnte mit Blick auf Haaland: "Erling Haaland ist natürlich schon ein Paket. Man darf ihn nicht zu viel loben, weil er sich auch noch verbessern muss. Aber heute darf er sich feiern lassen und wenn er weiter so die Leistung bringt, lassen wir ihn natürlich an der langen Leine." Ansonsten sagte Reus: "Es war keine richtig optimale Vorbereitung, wenn man die Aufstellung dann heute sieht, dann ist das schon gut. Da steckt viel Qualität drin. Man hat heute trotzdem gesehen, dass wir noch lange nicht da sind, wo wir hin wollen." Und zu den Zielen des BVB: "Wenn man bei Borussia Dortmund spielt, dann brauchen wie nicht über zweite und dritte Plätze reden. Aber es geht nur über Bayern, das ist ganz klar und das sage ich schon die ganze Zeit. Wenn wir stabil bleiben und da sind, wenn es drauf ankommt, ist einiges möglich."

Marco Rose meinte dazu: "Es ist genauso wichtig, dasss sich unser Kapitän hier hinstellt und Konstanz anmahnt."

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BVB - Eintracht Frankfurt: Die Analyse

Dortmund begann furios, setzte die Eintracht sofort unter Druck, spielte vor allem in der Offensive sehr variabel und frech. Der neue BVB-Trainer Marco Rose hatte die sehr variablen Angriffsbemühungen seiner Mannschaft schon in seiner Grundformation vorbestimmt.

Seine Spieler agierten mit einer taktischen Mischung aus einer 4-3-3- und einer 4-4-2-Grundordnung mit Mittelfeldraute heraus. Vor allem Kapitän Reus beackerte in der Anfangsphase beinahe die komplette Frankfurter Hälfte, spielte mal neben Haaland, mal hinter ihm.

Aus einem sicheren Ballbesitz heraus legten sich die Dortmunder den Gegner zurecht, um dann urplötzlich direkt zu spielen. Ein prototypischer BVB-Angriff war jener in der achten Minute, als Bellingham Hazard auf rechts freispielte und der direkt in die Mitte des Strafraums zu Haaland passte. Der Torjäger verpasste um Zentimeter die Führung.

Die Treffer in der ersten Halbzeit resultierten jedoch allesamt aus Ballgewinnen und blitzsauberen Kontern. Beim 1:0 gewannen Bellingham und Hazard den Ball gegen Evan N'Dicka. Hazard bediente Haaland, der sich auch von einem versuchten Foul von Makoto Hasebe nicht aus der Ruhe bringen ließ und im richtigen Moment auf Marco Reus ablegte. 17 Sekunden vergingen zwischen Ballgewinn und Tor (23.).

Vier Minuten später spitzelten die Frankfurter Giovanni Reyna im Mittelfeld den Ball von der Fußspitze und bewiesen, dass sie eben auch direkt und schnörkellos kontern können. Über den kolumbianischen Neuzugang Rafael Borre ging der Ball in die Spitze, BVB-Rechtsverteidiger Felix Paßlack schoss den Ball beim Rettungsversuch ins eigene Tor. BVB-Keeper Gregor Kobel war völlig ohne Chance.

Wieder fünf Minuten später glänzte Haaland wieder als Vorbereiter. Das zweite Tor war beinahe eine seitenverkehrte Kopie des ersten Treffers: Ballgewinn, schneller, direkter Angriff über Haaland, der diesmal den Ball nach rechts auf Thorgan Hazard ablegte. Der Belgier traf fulminant. Unmittelbar danach stibitze Haaland Stefan Ilsanker den Ball und machte es selbst.

In der zweiten Halbzeit nahm der BVB minimal das Tempo heraus, das hinderte Haaland aber nicht, seinen dritten entscheidenden Pass vor einem BVB-Tor zu spielen. Giovanni Reyna hatte ein bisschen mehr Mühe gegen Frankfurts Abwehr, traf aber zum 4:1. Haaland, beim 4:1 mit dem entscheidenden Pass auf Reyna, aber ohne offiziellen Assist-Eintrag, weil Trapp zwischenzeitlich am Ball war, machte dann noch das 5:1. Frankfurts Neuzugang Jens Petter Hauge durfte dann noch sein erstes Bundesligator machen und versaute so dem BVB den Sprung an die Tabellenspitze, wo der VfB Stuttgart nach dem 5:1 über Fürth steht.

BVB - Eintracht Frankfurt: Die Aufstellungen

BVB: Kobel - Passlack, Witsel (78. Papadopoulos), Akanji, Schulz - Bellingham (73. Delaney), Dahoud, Reyna (87. Moukoko) - Reus (87. Tigges) - Hazard (73. Malen), Haaland.

Eintracht Frankfurt: Trapp - Ilsanker (46. Lenz), Hinteregger, Ndicka - Da Costa, Sow, Hasebe (69. Hrustic), Kostic (86. Ache) - Kamada (46. Hauge), Borre, Barkok (46. Lindstrom).

BVB - Eintracht Frankfurt: Die Daten des Spiels

  • Tore: 1:0 Reus (23.), 1:1 Passlack (ET/27.), Hazard (32.), Haaland (34.), 4:1 Reyna (58.), 5:1 Haaland (70.)., 5:2 Hauge (85.)

  • Bes. Vorkommnis: Felix Passlack trifft ins eigene Tor (27). Tore zum 4:1 und 5:1 nach VAR

  • Erling Haaland erzielte seine Pflichtspieltreffer 61 und 62 für den BVB im 61. Pflichtspiel.
  • Marco Reus erzielte sein 100. Bundesligator für den BVB. Er ist erst der fünfte Spieler, dem 100 oder mehr Tore für den BVB gelangen.
  • Borussia Dortmund traf in jedem der letzten 33 Bundesligaspiele und stellte damit einen neuen Vereinsrekord auf.
  • Haaland lieferte erstmals mehr als einen Assist für den BVB.

Der Star des Spiels: Erling Haaland (BVB)

Offiziell zwei Vorlagen und zwei Tore im ersten Spiel der neuen Saison. Dazu die entscheidende Beteiligung am vierten Dortmunder Tor. Die norwegische Walze entwickelt sich mehr und mehr zum wahrscheinlich besten Hybridstürmer der Welt: Unwiderstehlicher und schier unaufhaltsamer Neuner mit Torriecher und dem richtigen Körper und erstaunlich geschmeidiger Zehner mit schnörkelloser Spielintelligenz. Ein bisschen unfair für jeden Gegner, wenn die Naturgewalt mitspielt.

Der Flop des Spiels: Stefan Ilsanker (Eintracht Frankfurt)

Der Österreicher begann ordentlich, unterband resolut einige der frühen BVB-Walzbemühungen. Doch mit zunehmender Spieldauer wirkte er gegen die furiosen BVB-Stürmer immer limitierter. Unglücklich aussehender Fehler vor Haalands 1:3. Durfte in der Pause in der Kabine bleiben.

Der Schiedsrichter: Tobias Stieler

Gab Reus' vermeintliches 4:1 richtigerweise nach Videobeweis nicht, weil der Ball vor Haalands Vorlage schon im Aus gewesen war. Überstimmte bei Reynas 4:1 richtigerweise seinen Assistenten, der eine Abseitsposition erkannt haben wollte und ließ sich beim 5:1 durch den Kölner Keller umstimmen. Jedes Mal korrekt. So muss das Zusammenspiel zwischen Technik und Offiziellen vor Ort funktionieren.

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