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Fussball

FC Bayern: Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge nimmt Abschied von FCB-Fanklubs

Von Philipp Schmidt
Rummenigges Zeit beim FCB endet am 30. Juni.

Bayerns scheidender Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge hat in einem Brief Abschied von den Mitgliedern der Fanklubs des FCB genommen. Dabei konnte er es sich nicht verkneifen, gegen den Stadtrivalen 1860 zu sticheln.

"47 Jahre nachdem ich als 18-jähriger Nachwuchsfußballer zum ersten Mal auf dem Trainingsplatz an der Säbener Straße gestanden bin, bin ich in Zukunft quasi hauptberuflich Fan dieses wunderbaren und niemals langweiligen Klubs", erklärte Rummenigge, der ab dem 1. Juli durch Vorstandsmitglied und Vereinslegende Oliver Kahn ersetzt wird.

"Ich hoffe, dass ich mehr richtig als falsch gemacht habe. Mir hat es ungeheuer viel Spaß gemacht beim FC Bayern, beim besten Fußballverein der Welt", erklärte er weiter. Nachfolger Kahn, Präsident Herbert Hainer sowie sämtliche Kollegen "werden alles dafür tun, dass der FC Bayern Erfolg hat und Spaß macht."

Diese Botschaft habe er auch an Kahn übermittelt: "Bei allem Erfolgsdruck, der speziell beim FC Bayern herrscht, ist und bleibt Fußball ein Spiel. Und ein Spiel muss Spaß machen. Das gilt für die Spieler auf dem Platz, das gilt für die Fans auf der Tribüne und in der Kurve - und schlussendlich auch für das Management in den Büros."

Rummenigge: "Fußball ohne Fans macht keinen Spaß"

Von Kahn sei er volllumfänglich überzeugt, da dieser "den FC Bayern genau wie ich im Herzen" trage. "Er hat hier im Verein alle Höhen und Tiefen erlebt. Er hat das Bayern-Gen, das Bayern-Feeling - ohne das man diese Aufgabe gar nicht schaffen kann."

Rummenigge stand dem Bayern-Vorstand seit 2002 vor, zuvor war er knapp elf Jahre als Vizepräsident tätig. Einen Platz im Aufsichtsrat strebt er nun nicht an. "Vielleicht sitze ich ja auch neben meinem Freund und langjährigen Weggefährten Uli Hoeneß - und wir zwei Alten schimpfen von oben wie Waldorf und Statler in der Muppet-Show", ließ er sich offen, wie er die Spiele seines Vereins künftig verfolgt. In erster Linie hoffe er auf eine schnelle Fanrückkehr: "Da fehlen das Herz und die Seele. Fußball ohne Fans macht keinen Spaß."

Zu seinen mit dem FCB errungenen Erfolgen sagte er: "Irgendjemand hat nachgezählt, wie viele Titel der FC Bayern und ich gemeinsam gewinnen konnten - und ist ausgerechnet auf 60 gekommen. Das ist für einen vom FC Bayern an sich keine schöne Zahl, die 61 hätte ruhig noch dazukommen können."

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