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Fussball

Lewandowski pulverisiert Müller-Rekord, FC Bayern sollte Boateng halten: Die Thesen zum Sieg gegen den VfB Stuttgart

Von Dennis Melzer
Robert Lewandowski traf gegen Stuttgart drei Mal.
© imago images

Der FC Bayern lässt dem VfB Stuttgart beim 4:0 trotz Unterzahl keine Chance. Gerd Müllers Rekord wird von Robert Lewandowski pulverisiert, Jerome Boateng sollte gehalten werden. Die Thesen. Hier geht's zu den Höhepunkten.

Der FC Bayern lässt dem VfB Stuttgart trotz Unterzahl keine Chance. Gerd Müllers Rekord wird von Robert Lewandowski pulverisiert, Jerome Boateng sollte gehalten werden. Die Thesen.

Dem FC Bayern München reichte gegen den VfB Stuttgart eine herausragende halbe Stunde im ersten Durchgang, um einen ungefährdeten 4:0-Erfolg einzufahren.

Dabei wussten die Schwaben bis zum frühen Platzverweis von Alphonso Davies (12.) durchaus zu gefallen, in Überzahl agierte der VfB aber gänzlich planlos. Der FCB und insbesondere Torjäger Lewandowski nutzten die Unzulänglichkeiten und spielten sich zwischenzeitlich in einen Rausch.

Der Pole ist derzeit nicht nur auf dem besten Weg, den Uralt-Rekord von Bayern-Legende Gerd Müller einzustellen, sondern dürfte die für viele Jahre als nicht erreichbar geltende Bestmarke sogar am Ende der Saison pulverisieren. Außerdem zeigte Jerome Boateng wieder einmal, dass sein Klub gut beraten wäre, ihn zu halten.

Die Thesen zum Spiel:

1. Davies' Platzverweis wird zum Weckruf

Es war sicherlich kein Novum in dieser Saison, dass der FC Bayern in den ersten Minuten einen einigermaßen schläfrigen Eindruck vermittelte, den Gegner durch vermeidbare Fehler stark machte.

Besonders Linksverteidiger Alphonso Davies ließ sich zu Beginn der Begegnung von Stuttgarts schnellem Flügelspieler Silas Wamangituka ein ums andere Mal übertölpeln. Noch düsterer mutete die Situation an, als ebenjener Davies nach einem harten Einsteigen gegen Wataru Endo bereits nach zwölf Minuten des Feldes verwiesen wurde.

Doch die Tatsache, fortan mit einem Mann weniger agieren zu müssen, schien die Gastgeber nicht zu schwächen - ganz im Gegenteil. Die Rote Karte für den Kanadier fungierte als Weckruf, das dezimierte Kollektiv wirkte mit einem Mal deutlich konzentrierter in der Defensive und spielte plötzlich flüssigen, sehenswerten Kombinationsfußball.

"Ich muss meiner Mannschaft ein riesiges Kompliment machen", sagte Trainer Hansi Flick im Anschluss auf der Pressekonferenz. "Nach dem berechtigten Platzverweis haben wir in der Defensive die Räume sehr eng gemacht und in Ballbesitz gut agiert. Die Tore waren herausragend herausgespielt."

Robert Lewandowski hatte im Platzverweis den notwendigen Motivationsschub ausgemacht: "Erst nach der Roten Karte sind wir aufgewacht", analysierte der Goalgetter im Gespräch mit Sky. "Es war eine Herausforderung für uns, mit zehn Spielern Torchancen zu kreieren." Auf der anderen Seite herrschte aufgrund der Tatsache, von zehn Münchnern vorgeführt worden zu sein, hingegen Ernüchterung, die Stuttgarter Protagonisten begaben sich auf Ursachenforschung.

"Wenn man in Überzahl spielt, will man eigentlich etwas höher anlaufen", erklärte Torhüter Gregor Kobel bei Sky und schob nach: "Man hat direkt gemerkt, dass bei uns die Abläufe überhaupt nicht mehr gepasst haben. Nach dem dritten Gegentor kam dann noch mehr Unsicherheit dazu und wir haben uns in gewisser Weise selbst ins Chaos gestürzt."

VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo sagte, seine Schützlinge seien auf die Überzahlsituation nicht vorbereitet gewesen. "Gegen Bayern so früh in Überzahl zu spielen, haben wir vorher nicht angesprochen", verriet er bei Sky. Er ergänzte: "Wir haben unseren Überzahl-Plan im Vorfeld natürlich grundsätzlich besprochen., aber den Fall gab es seit mehreren Wochen nicht mehr."

Matarazzos Ausführungen hatten sich im Agieren der Mannschaft deutlich widergespiegelt. Die Cannstatter konnten kein Kapital aus dem vermeintlichen Vorteil schlagen, weil sie mit dem unverhofften Ballbesitz (57,4 Prozent zugunsten des VfB) nichts anzufangen wussten, der eigentliche Matchplan war nach Davies' Aus verpufft.

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