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Fussball

Stürmer-Legende Dieter Müller: Sasa Kalajdzic idealer Lewandowski-Nachfolger

Von Sebastian Mittag

Wer könnte Robert Lewandowski als Mittelstürmer des FC Bayern München beerben? Stürmer-Legende Dieter Müller ist sich sicher, dass Sasa Kalajdzic vom VfB Stuttgart die Qualitäten dafür hätte.

"Beim VfB Stuttgart spielt ja Sasa Kalajdzic: Der hat die Qualitäten dafür", sagte der frühere Nationalstürmer im Interview mit SPOX und GOAL.

Der 68-Jährige, der unter anderem selbst für den VfB Stuttgart spielte, erklärte: "Er ist ein typischer Torjäger, groß und sehr kopfballstark. Die Bayern haben ja viele Leute, die flanken. Sie sind meistens überlegen, mit viel Ballbesitz. Insofern glaube ich, dass Kalajdzic ein guter Ersatz für Lewandowski wäre."

Lewandowskis Vertrag bei Bayern München läuft noch bis Juli 2023. Der 33-Jährige drängt aber offenbar auf einen Wechsel in der laufenden Transferperiode zum FC Barcelona.

Dieter Müller: "Wäre schade für Bayern, wenn Lewandowski ginge"

Müller würde es jedoch bedauern, wenn Lewandowski den FC Bayern verließe: "Es wäre schade für Bayern München, wenn Lewandowski ginge. Und auch für den deutschen Fußball. Er ist ein außergewöhnlicher Stürmer. Ich glaube aber, dass er bleibt. Wie die Bayern Lewandowski weggeben würden, wäre das ein sehr großer Verlust. Das können sie sich gar nicht erlauben."

Bayerns Ehrenpräsident Uli Hoeneß hatte zuletzt vermutet, dass es bei Lewandowskis Abwanderungswille "nur ums Geld" ginge. Das sieht Müller anders: "Vielleicht will Lewandowski auch noch einmal eine Herausforderung. Er ist jetzt 33. Ich glaube nicht, was Uli Hoeneß sagt: Dass es ihm ums Geld geht. Das kann ich mir nicht vorstellen. Da spielt Geld keine Rolle mehr. Er hat schon so viel Geld verdient!"

Müller geht davon aus, dass eher das Interesse des FC Bayern an Erling Haaland ein Hauptgrund für Lewandowskis Wechselwunsch ist: "Ich glaube, dass Lewandowski vielleicht auch ein bisschen enttäuscht war, dass die Bayern hinter seinem Rücken mit Erling Haaland verhandelt haben. Da spielen, glaube ich, auch persönliche Eitelkeiten eine Rolle."

Dieter Müller spielte neben seiner Station in Stuttgart auch bei Kickers Offenbach, dem 1. FC Köln, Girondins Bordeaux, Grasshopper Zürich und dem 1. FC Saarbrücken. In der Bundesliga erzielte er insgesamt 177 Treffer, im DFB-Pokal schoss er 48 Tore. Nur Ikone Gerd Müller traf im Pokal öfter.

Dieter Müller wird auf dem "Walk of Fame" verewigt

Für seine Leistungen im DFB-Pokal wurde Müller am Rande des DFB-Pokalfinales am vergangenen Samstag mit einem Platz auf dem "Walk of Fame" geehrt.

Der DFB-Pokal "Walk of Fame" wurde 2013/14 anlässlich der 70. Austragung des DFB-Pokals von DFB und Volkswagen am Berliner Olympiastadion ins Leben gerufen. Jahr für Jahr werden zwei Spieler aufgenommen: ein historischer Pokalheld sowie der beste Spieler des zurückliegenden Wettbewerbs. Feldspieler werden mit ihren Fuß-, Torhüter mit ihren Handabdrücken an dem Memorandum verewigt.

Überlegt sich Müller manchmal, wie es wäre, wenn er heutzutage auf dem Transfermarkt gehandelt würde? "Gut, ich war ja zweimal Torschützenkönig und habe wahnsinnig viele Tore gemacht", erzählte der Stürmer, der mit sechs Toren in einem einzigen Bundesligaspiel immer noch den Rekord hält: "Aber ich habe es mir eigentlich abgewöhnt im Leben, so zu denken. Das bringt alles nix. Nur aus Spaß würde ich mir mal denken: 'Wie viel Ablösesumme würde ich kosten?' Dann wäre ich auch zigfacher Millionär."

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