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Fussball

David Alaba vom FC Bayern vor Wechsel zu Real Madrid: Fünf Fragen zum FCB-Abschied des Innenverteidigers

David Alaba wird den FC Bayern München im Sommer ablösefrei verlassen.
© getty

David Alaba: Braucht Real Madrid ihn überhaupt?

Aktuell sind Raphael Varane (27) und natürlich Sergio Ramos (34) gesetzt in der Innenverteidigung der Königlichen - und dürften dies eigentlich auch bleiben.

Aber: Ramos' Vertrag läuft im Sommer aus, der Kapitän kokettierte zuletzt immer wieder damit, einen ähnlichen Weg wie Alaba bei Bayern einschlagen zu wollen - und nach dann 16 Jahren auch mal wieder eine Luftveränderung anzustreben. Ob Varane bei aller Klasse auch das Zeug zum Abwehrchef hat, soll bei Real intern durchaus kontrovers diskutiert werden.

Von Alaba verspricht man sich hingegen genau das. Auch wegen des drohenden Abgangs von Ramos soll Zidane zuletzt intern Druck gemacht haben in der Causa Alaba. Selbst wenn Ramos bleiben sollte, wäre Alaba hochwillkommen, heißt es.

Der Spanier mit dem Wikinger-Bart wird nicht jünger - und dahinter wird es im Kader qualitativ dünn. Nacho (31) ist allenfalls gehobener Durchschnitt, mit Eder Militao (22) kann Zidane offenbar nichts anfangen. Und: Alaba ist vielseitig, könnte links in der Abwehrkette und auch mal hinter Toni Kroos im Mittelfeld spielen.

David Alaba: Könnte der FC Barcelona noch reingrätschen?

Der FC Barcelona soll früher das eigentliche Sehnsuchtsziel Alabas gewesen sein, Vater George soll einen regelmäßigen Kontakt zu den Vertretern des katalanischen Klubs gepflegt haben. Alabas spielerische Anlagen würden grundsätzlich auch besser zur Fußballideee des FC Barcelona passen. Dass dennoch Real Madrid die Pole Position in den Verhandlungen übernommen hat, liegt vor allem an der finanziellen Situation Barcelonas.

Rund 300 Millionen Euro sollen coronabedingt die Einnahmenverluste sowohl bei Barca als auch bei Real betragen, jedoch plagten Barca schon vor der Pandemie große finanzielle Sorgen. Zuletzt mussten die Katalanen bereits zum zweiten Mal die eigentlich allen Seiten genehme Rückkehr von Eric Garcia von Manchester City verschieben; selbst die von den Cityzens geforderte moderate Ablöse von fünf Millionen Euro für den 20-jährigen Verteidiger soll Barca für diesen Winter zu hoch sein.

Ganz aus dem Alaba-Rennen ausschließen sollte man Barca trotzdem noch nicht. Dass Garcia und Alaba auf der gleichen Position spielen, ist ohnehin kein Ausschlusskriterium, denn Barca kann in der Defensive durchaus eine größere Blutauffrischung gebrauchen. Und: Sollte man im Sommer wie geplant ein paar Großverdiener loswerden können, könnte auch bei Barca plötzlich wieder Geld da sein für den potentiellen Großverdiener Alaba.

Momentan deutet sogar einiges darauf hin, dass die Katalanen etwas damit zu tun haben, dass Alaba noch nicht beim königlichen Erzrivalen unterschrieben hat. Oder genauer: Der Präsidentschaftskampf beim FC Barcelona. Zahavi und der aussichtsreichste Kandidat Joan Laporta gelten als befreundet. Laporta, von 2003 bis 2010 Barca-Präsident, soll bereits im November darüber nachgedacht haben, Alaba als eine Art Antrittsgeschenk mitzubringen.

Die Wahl des Barca-Präsidenten wurde wegen der Pandemie zuletzt erneut verschoben und soll nun am 7. März stattfinden. Will Alaba, der zudem auch Angebote von Paris Saint-Germain, Manchester United und dem FC Chelsea vorliegen haben soll, solange warten? Genug Zeit hätte er ja eigentlich.

David Alaba: Wer könnte ihn beim FC Bayern ersetzen?

Und was machen die Bayern ohne Alaba? RB Leipzigs Dayot Upamencano vereint alle Eigenschaften, die man sich von einem Alaba-Nachfolger wünschen würde: Der Franzose ist schnell, athletisch, technisch und taktisch gut ausgebildet und einer der besten Balldiebe der Liga.

Seine ab und an auftretenden Unkonzentriertheiten und unglücklichen Aktionen im Strafraum stellte er zuletzt weitgehend ein. Seine Ablöse ist darüber hinaus dank 45-Millionen-Euro-Ausstiegsklausel zwar nicht günstig, aber durchaus vernünftig.

"Wenn ein Spieler mit seiner (Alabas, Anm. d. Red.) Qualität den Verein verlässt, muss der Verein einen Spieler dieser Qualität holen, um diesen zu ersetzen", sagte Flick am Dienstag. Reicht aber ein Upamecano, der zudem auch von Chelsea umworben sein soll, allein aus um Bayerns Abwehrsorgen zu beheben? Eher nicht. Auch für den unwahrscheinlichen Fall eines Alaba-Verbleibs wäre Upamecano wohl auf dem Münchner Einkaufszettel.

"Die Corona-Situation ist auch für den FC Bayern nicht ganz einfach. Das Festgeldkonto ist nicht mehr so gut gefüllt", bekannte Flick zwar, jedoch haben die Bayern in der Abwehr Bedarf: Jerome Boatengs Vertrag läuft aus, Niklas Süle kämpft nach seiner langen Verletzung und vielen Aussetzern zuletzt noch um den Anschluss an alte Klasse.

Und Rekordeinkauf Lucas Hernandez absolvierte sein letztes Spiel vor Weihnachten. "Ja, das traue ich ihm auch zu", sagte Flick dennoch am Dienstag auf die Frage, ob Hernandez womöglich in die Rolle Alabas hineinwachsen könnte.

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