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NFL Recap: New England Patriots vs. Buffalo Bills 12:24 - Mac Jones mit Problemen, Bills-Defense rasiert die Patriots

Von Niklas Staiger
NFL, Analyse, Recap, Week 13, Thursday Night, New England Patriots, Buffalo Bills

Die Buffalo Bills haben die New England Patriots erneut dominiert. Diesmal mussten sie zwar punten, siegten aber trotzdem problemlos im Division-Match. Dabei offenbarten sich jedoch auch Schwächen beim Topteam aus Buffalo.

Patriots vs. Bills: Auf einen Blick

  • Quarterback Mac Jones konnte seine starken Leistungen aus der Vorwoche nicht bestätigen. Der Quarterback der New England Patriots warf 36-mal, brachte davon 22 Pässe an und holte 195 Yards und einen Touchdown raus.
  • Die Buffalo Bills dominierten fast von Beginn an die Offensive der Patriots. Zusammen mit einer starken Offensive rund um Quarterback Josh Allen sorgte Buffalos Defense dafür, dass das Spiel nur auf dem Papier noch spannend aussah.
  • Auch in der zweiten Halbzeit hatte die Patriots-Offense wenig zu bieten. Die Bills erhöhten und begannen früh damit, die Zeit runterzuspielen.
  • Wenn die Bills-Offense stoppte, dann aus einem von drei Gründen: Strafen, Fumbles, Offensive-Live-Probleme. Hier besteht noch Verbesserungsbedarf.

New England Patriots vs. Buffalo Bills: Die Analyse

Das Spiel begann mit einem Fumble bei der Ballübergabe von Patriots-Quarterback Mac Jones an seinen Running Back Rhamondre Stevenson. Der konnte sich zwar auf den Ball werfen, aber keinen Raungewinn erzielen. Nach dem Punt trugen die Bills den Ball bis knapp vor die Redzone New Englands, doch Strafen gegen Receiver Stefon Diggs und Offensive Tackle Spencer Brown stoppten den Drive und die Bills schossen ein Field Goal - 0:3.

Nach einem schnellen First Down fumblete Stevenson erneut. Doch weil Nelson Agholor den freien Ball sicherte, ging es für die Patriots weiter - und die haben sich etwas Besonderes überlegt. Cornerback Marcus Jones stellte sich als Wide Receiver auf. Weil sein Gegenspieler blitzte, warf Mac Jones den kurzen Pass zu ihm. Nach einem Block von DeVante Parker startete Jones komplett durch und trug den kurzen Pass über 48 Yards in die Endzone.

Eine Strafe gegen Patriots-Cornerback Jack Jones bei einem langen dritten Versuch rettete den Bills den folgenden Drive. Ein guter Lauf von Runningback James Cook brachte sie vor dem Ende des ersten Viertels in die Patriots-Redzone. Im ersten Play des zweiten Viertels findet Allen Star-Receiver Stefon Diggs links in der Endzone zum Touchdown.

Dann drückte Buffalo die Pats-Offense tief rein. Der Punt ging an die neun Yards-Linie, ein Intentional Groudning später stand Mac Jones an der eigenen eins. Nach dem Punt hatte Buffalo ein kurzes Feld (56 Yards) und marschierte das problemlos herunter. Bei einem dritten Versuch mit acht Yards zurk Endzone rollte Josh Allen nach rechts raus, löste sich aus einem Tackling-Versuch von Linebacker Mac Wilson und fand in der Endzone Receiver Gabe Davis - 7:17.

Die Patriots hatten weiterhin Probleme, ein konstantes Offensivspiel aufzubauen und mussten sofort wieder runter. Auch die Bills hatten zum ersten Mal Probleme und mussten mit einem 3 & Out vom Feld. Selbiges galt für den nächsten Drive der Patriots. Innerhalb der letzten zwei Minuten bewegte Buffalo den Ball dann wieder etwas besser. Doch Patriots-Passrusher Josh Uche schlug seinen Offensive Tackle und bekam eine Hand an den Ball, mit der er den Fumble erzwingen konnte.

Zwei First Downs brachten die Patriots in Field Goal Range, doch dann war Schluss - und der Versuch scheiterte, weil Nick Folg nur den Querbalken traf. Mit zehn Sekunden auf der Uhr versuchten die Bills noch einen tiefen Wurf, dann ging es in die Halbzeit.

Bills schalten in den Verwaltungsmodus, Patriots chancenlos

Nach der Pause starteten die Bills eigentlich gut, doch eine unnötige Strafe gegen Receiver Gabe Davis sorgte für einen langen zweiten Versuch, den Buffalo nicht korrigieren konnte. Doch die Defense lieferte: Zunächst fing Jordan Poyer eine Interception, die jedoch nicht zählte. Dann schickte die Bills-Verteidigung die Patriots trotzdem vom Feld.

In einem langen Drive nahm Buffalo ordentlich Zeit von der Uhr, ehe Devin Singletary aus einem Yard in die Endzone lief. Jones eröffnete mit einem guten Pass für die Patriots, doch das blieb eine einmalige Sache - es ging sofort wieder vom Feld. Die Bills spielten in der Folge die Zeit runter. Kurze Pässe und Läufe nahmen fünf Minuten Spielzeit ein, sorgten jedoch nach sieben Spielzügen für einen erzwungenen Punt.

Im letzten Patriots-Drive der Partie lief es dann besser. Auch weil Buffalo in einer Prevent-Defense auflief. Drei Minuten vor Schluss gab es etwas Aufregung, als Bills-Safety Damar Hamlin in der Endzone Jacobi Meyers tackelte, während dieser im Fangen war - Hit gegen einen Defenseless Receiver. Hamlin wurde in der Folge für das Spiel disqualifiziert. Weil Passrusher A.J. Epenesa kurz darauf durchbrach und Jones sacken konnte, endete dieser gute Patriots-Drive nur mit einem Field Goal.

Der Versuch eines Onside Kicks der Patriots wurde von Gabe Davis sicher aufgenommen. Da schon weniger als zwei Minuten zu spielen waren, knieten die Bills drei Mal ab und beendeten das Spiel.

New England Patriots (6-6) - Buffalo Bills (9-3)

Ergebnis: 10:24 (7:3, 0:14, 0:0, 3:7) BOXSCORE

Patriots vs. Bills - die wichtigsten Statistiken

  • Marcus Jones fing in seinem ersten Snap jemals für die Patriots-Offense direkt einen Touchdown mit einem Catch & Run für 48 Yards. Das ist das erste Mal seit der Saison 2000, dass ein Cornerback einen Touchdown-Pass von seinem eigenen Quarterback fängt. Damals fing Marcus Coleman von den New York Jets den Pass - ebenfalls gegen die Buffalo Bills.
  • Bei seinem Touchdown-Lauf war Jones laut Next Gen Stats fast 37 km/h schnell (20,88 mph) und ist damit der schnellste Patriots-Spieler der Saison mit Ball in der Hand.

  • Drei Minuten vor Ende der ersten Halbzeit konnten die Buffalo Bills ihren Drive zum ersten Mal nicht mit Punkten beenden. Im vierten Drive musste man somit zum ersten Mal punten. Durchaus etwas besonderes - bei den letzten zwei Aufeinandertreffen in der Saison 2021 (Playoffs und Regular Season) punteten die Bills kein einziges Mal und erzielten 33 sowie 47 Punkte.
  • 0,3 Yards - so weit war Josh Allen nur noch vom Seitenaus entfernt, als er den Ball für Gabe Davis in die Endzone feuerte und den Touchdown zum 17:7 erzielte. Dabei war er 33,1 Yards zu Fuß unterwegs, bevor er den Ball acht Yards weit in die Endzone warf.

Der Star des Spiels: Buffalo Bills Defense

Die Verteidigung der Bills war in diesem Spiel einfach überragend. Der Ausfall von Superstar Von Miller konnte gut aufgefangen werden. Zudem war gut zu sehen, dass wichtige Stützen wie Tremaine Edmunds zurück auf dem Platz waren. Beim Touchdown von Marcus Jones haben sie sich etwas davon überraschen lassen, dass der Cornerback tatsächlich angeworfen wird, wenn man es den Patriots anbietet.

Auch wenn der Pass Rush wenig Statistiken ablieferte (ein Sack von Epenesa), war konstanter Druck auf Mac Jones da. An der Patriots-Endzone erzwang man ein Intentional Grounding und ließ Jones auch sonst wenig Zeit, tiefe Stationen zu finden. Auf kurze Pässe und Screen Plays war Buffalo gut vorbereitet.

Der Flop des Spiels: David Quessenberry

An dieser Stelle könnte auch die gesamte Patriots-Offense stehen. Auch bei der Patriots-Defense hätte sich mit Jonathan Jones ein Cornerback angeboten, der immer wieder negativ auffiel. Doch David Quessenberry schaffte es trotz einer sonst starken Offensivleistung der Buffalo Bills oft negativ aufzufallen.

Der Aushilfs-Left-Tackle hatte von Beginn an Probleme mit Josh Uche und vereinzelt Matthew Judon. Uche brach ein ums andere Mal durch, sammelte zwei Sacks, einen mit erzwungenem Fumble, und sieben Tackles für die Patriots-Defense. Zu allem Überfluss könnte Quessenberry sich auch noch verletzt haben. Er musste in der zweiten Halbzeit zwischenzeitlich vom Platz, dann ging es aber weiter. Die Bills sollten auf eine schnelle Rückkehr von Dion Dawkins hoffen, denn gegen einen stärkeren Gegner hätte es echt Probleme geben können.

Analyse: Patriots vs. Bills - die Taktiktafel

  • Die Verteidigung der Buffalo Bills zielte von Beginn an darauf ab, Mac Jones tiefe Passoptionen zu nehmen und bei kurzen Pässen zuzuschlagen. Alle 51 Plays der Defense standen fünf Defensive Backs auf dem Feld. Dabei griff Buffalo laut Next Gen Stats in 92 Prozent der Passspielzüge auf eine Zone Coverage zurück - der bisher höchste Wert der Bills.
  • Die Patriots-Defense nahm Josh Allen oft die tiefen Anspielstationen. Doch der blieb geduldig und nahm die Yards, wie sie ihm angeboten wurden. Immer wieder nutzte er Checkdowns auf seine Runningbacks oder kurze Receiver, um den Ball zu bewegen. Seine durchschnittlichen zehn Yards pro angebrachtem Pass sind der zweitniedrigste Saisonwert (9,5 Yards pro Catch in Woche 3 gegen die Dolphins).
  • Trotz guten Spiels ließen die Buffalo Bills durchblicken, dass sie ihre Offensive-Tackle-Probleme besonders auf der linken Seite nicht gut zu beschützen wissen. David Quessenberry machte durchweg kein gutes Spiel, der junge Playcaller der Bills Ken Dorsey schickte ihn trotzdem immer wieder in Eins-gegen-Eins-Matchups. Hier müssen in der langen Woche unbedingt Lösungen her. Man vertraute zu 100 Prozent auf die Mobilität von Quarterback Josh Allen, was zu Problemen führte. Neben zwei zugelassenen Sacks musste Allen acht Mal selbst laufen. Davon war nur ein Laufspiel Absicht. Sieben Mal rannte er vor Druck davon.
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