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NFL Week 4 Recaps: Highlights, Ergebnisse und alle Infos zu Woche 4

Von Marcus Blumberg / Marko Markovic

Woche 4 sah einen hart erkämpften Sieg der Bills in Baltimore, während die Eagles die aufstrebenden Jaguars nach anfänglichen Problemen in die Schranken verwiesen. Bei den Titans meldete sich Derrick Henry zurück und die Packers schlugen die Patriots mit deren drittem Quarterback glücklich in der Overtime.

NFL: Recaps Week 4

Das Spiel der Woche

Baltimore Ravens (2-2) - Buffalo Bills (3-1)

Ergebnis: 20:23 (14:3, 6:7, 0:10, 0:3) BOSXCORE

  • Die Bills liefen für eine Halbzeit lang gegen die Wand und konnten erst neun Sekunden vor dem Halbzeitpfiff ihren ersten TD erzielen. Ein recht lauflastiger Gameplan war hier mitverantwortlich.
  • Die Ravens hatten auf den Lauf gute Antworten und konnten auf Offense selbst an der Line of Scrimmage anfangs überzeugen. J.K. Dobbins (2 TDs und -0.3 EPA auf 17 Touches) war hierbei der Comeback-Held.
  • Im Passspiel gelang aber beiden Teams lang nichts, anfangs des vierten Viertels hatte kein QB über 170 Yards oder 5.5 Yards/Attempt. Ein tipped Pick von Lamar Jackson zu Beginn des letzten Viertels setzte die Misere des Passspiels fort.
  • Jackson (20 von 29 für 144, 1 TD, 2 INTs und -6.9 EPA Passing) warf noch eine INT, diesmal in die Bills Endzone, wobei er mehrere offene Receiver gehabt hätte. Am Offense-Meltdown in Hälfte zwei trägt er Mitschuld.
  • Josh Allen (19 von 36 für 213, 1 TD, 1 INT und 8.2 EPA passing sowie 1 TD und 2.6 EPA rushing) war der bessere QB, und die Bills hatten mehr Yards/Play und weniger Penalties. Der Sieg war verdient, auch wenn es klar ist, dass die beiden Teams sich auch bei einem erneuten Treffen in den Playoffs nicht viel schenken würden.

New Orleans Saints (1-3) - Minnesota Vikings (3-1)

Ergebnis: 25:28 (0:7, 7:6, 7:3, 11:12) BOXSCORE

  • Saints Kicker Will Lutz hatte ein 60-Yards-Field-Goal in petto, um das Spiel innerhalb der Two-Minute-Warning auszugleichen. Aber dass er mit auslaufender Uhr noch ein 61-Yards-FG zu verwerten hatte, war dann den Ticken zu viel verlangt: Der Ball prallte von der Upright auf die Querstange und dann zurück ins Feld. Double-Doink-Daneben!
  • Bitter für die Saints ist die Niederlage umso mehr, da sie als Underdog in einem Spiel, in dem sie mehr Turnover und mehr Penalties hatten, trotzdem bis zum Ende mithalten konnten. Und das alles mit Backup-QB Andy Dalton, der das Spiel solide verwaltete: 20 von 28 für 236 Yards, 1 TD und 7.1 EPA.
  • Die Saints hatten mehr Yards/Play, mehr EPA/Play - in Summe, im Lauf und im Pass - und haben mehr 1st Downs in neue 1st Downs verwandelt.
  • Die Vikings hatten auch Glück, dass es am Ende knapp genug war, dass ein Bounce bei einem FG das Spiel entschieden hat. Außer einem Kirk-Cousins-Pick waren alle Big Plays auf Seiten der Vikings: Ein Punt Return Fumble der Saints, eine 40 Yards DPI gegen Marshon Lattimore, ein erfolgreicher Fake Punt im dritten Viertel, ein Big Play zu Justin Jefferson am letzten Drive, ein Alexander-Mattison-TD bei 3rd and 15 und ein Andy-Dalton-Fumble kurz vor der Halbzeit.
  • Kirk Cousins bleibt unbesiegt in London (1 Sieg, 1 Unentschieden), durfte sich aber mit nicht viel Ruhm bekleckern: 25 von 38 für 273 Yards, 1 TD, 1 INT und 4.8 EPA Passing. Die Offense war lauflastig und selten explosiv: Dalvin Cook lief 20 Mal für 76 Yards und -3.4 EPA und Kevin O'Connell spielte am Ende auf ein letzlich doch spielentscheidendes 47-Yards-FG von Greg Joseph, der davor schon einen XP verschossen hat. Die Vikings-Offense hat noch Luft nach oben.

Atlanta Falcons (2-2) - Cleveland Browns (2-2)

Ergebnis: 23:20 (10:0, 0:10, 0:3, 13:7) BOXSCORE

  • Die Browns haben sich in ihrer Identität (lauflastiges Team mit Bridge-Quarterback) von den Falcons schlagen lassen. Die Falcons waren besser darin, ihren QB zu verstecken, und konnten am Boden effizienter den Ball bewegen. Caleb Huntley (3.7 EPA rushing) mit einem Drittel der Running-Back-Carrries war hier die Überraschung des Gameplans.
  • Kevin Stefanski spielte immer wieder 4th Downs aus, während Arthur Smith weiterhin vor jeder mutigen Entscheidung wegrennt. Ein Field-Goal-Versuch an der 2-Yard-Linie war hierbei die merkwürdigste Entscheidung.
  • Jacoby Brissett (21 von 35 für 234 Yards, 1 INT und -6.4 EPA) hatte zwar einen mauen Tag, aber ein Pump Fake, der im Endeffekt drei Falcons Defender täuschte und zum selbst gelaufenen TD führte, war ein wunderschönes Highlight von ihm.
  • Arthur Smith hat nach einer Marcus Mariota INT 14 Runs am Stück gecalled. Die wegweisende Frage in Atlanta ist für die kommende Woche: Traut er sich den nötigen Schritt zu gehen und Desmond Ridder starten zu lassen?

Dallas Cowboys (3-1) - Washington Commanders (1-3)

Ergebnis: 25:10 (3:0, 9:7, 3:3, 10:0) BOXSCORE

  • Carson Wentz (25 von 42 für 170 Yards, 1 TD, 2 INT und sagenhaften -17.6 EPA) konnte zwar die Sacks im Zaum halten (nur 2 Stück), machte aber jenseits davon einige frustrierende Fehler. Seine Accuracy und seine Decision Making sind weiterhin große Probleme in der Offense.
  • Dass die Commanders nach drei Vierteln noch voll in dem Spiel waren, war ihrer Defensive Line und ihrer Laufverteidigung zu verdanken. Zeke Elliott und Tony Pollard kamen zusammen auf 27 für 55 Yards und -12 EPA.
  • Die Cowboys mussten also hin und wieder ihrem Backup-QB Cooper Rush vertrauen, und er machte genug: 15 von 27 für 223, 2 TDs und 9 EPA ist ein sehr okayer Game-Manager-Tag, bei dem er gute Routes von CeeDee Lamb, die Rückkehr von Michael Gallup aber auch so manchen tiefen Versuch auf Noah Brown auszunutzen wusste.

Detroit Lions (1-3) - Seattle Seahawks (2-2)

Ergebnis: 45:48 (6:14, 9:10, 8:14, 22:10) BOXSCORE

  • Wenn sich zwei Old-School-Head-Coaches wie Dan Campbell und Pete Carroll gegenüberstehen, erwartet man nicht unbedingt ein 93-Punkte-Spiel, aber man nimmt, was man kriegt.
  • Beide Defenses dürften das Spiel mit vielen Fragen verlassen. Seattle ließ nicht nur den Backup-Running-Back der Lions, Jamaal Williams, zu 19 für 108 Yards, 2 TDs und 3.3 EPA kommen, sie hatten auch trotz Ausfällen bei Amon-Ra St. Brown und D.J. Chark das Passspiel nicht im Griff. Tight End TJ Hockenson kam auf 8 von 12 für 179 Yards, 2 TDs und 6.6 EPA.
  • Die Lions konnten - vor allem anfangs - nichts ausrichten gegen die Geno-Smith-Offense, die vor allem Rashaad Penny (17 für 151 Yards, 2 TDs und 9.7 EPA) in Szene setzte.
  • Der Unterschied in dem Spiel war aber, dass Geno Smith der bessere Game Manager mit den besseren Anspielstationen war. DK Metcalf und Tyler Lockett verbuchten 15.7 seiner 20.5 EPA, während Goff-auf-Hockensohn nur auf 6.6 EPA kam.
  • Detroits Backup-Kicker Dominik Eberles erster Start verlief eher mager. Er verbuchte ein 49-Yards-Field-Goal, verfehlte aber zwei von vier Extrapunkten.
  • 48-45 war ein Scorigami: Noch nie ist ein Spiel bisher auf genau den Score ausgegangen.

Indianapolis Colts (1-2-1) - Tennessee Titans (2-2)

Ergebnis: 17:24 (0:14, 10:10, 7:0, 0:0) BOXSCORE

  • Die Titans wollten im Matchup der Rushing Champs keinen Zweifel aufkommen lassen: Derrick Henry wurde etabliert und lief 22 mal für 114 Yards, 1 TD und 1.2 EPA.
  • Jonathan Taylor hingegen fand kaum Raum: 20 für 42 Yards und -11.6 EPA hieß es für ihn, bevor er mit einer Verletzung das Spiel verließ. Befürchtet wird ein verstauchter Knöchel, der ihn mehrere Wochen kosten könnte.
  • Auch Shaquil Leonard konnte nach seiner Rückkehr aufs Feld das Spielende nicht auf selbigem verbringen. Er kollidierte mit einem Mitspieler und ist mit einer Gehirnerschütterung diagnostiziert worden, die ihn aller Wahrscheinlichkeit nach auch das Donnerstag-Nacht-Spiel gegen die Commanders kosten wird.
  • Treylon Burks musste vom Feld gefahren werden und verließ den Locker Room auf Krücken.
  • Matt Ryan setzte seine Fumble-Serie fort: Neun Stück hat er jetzt in vier Spielen. Da reichen dann auch keine 27 von 37 für 356 Yards, 2 TDs, 1 INT und 10.1 EPA mehr zum Sieg.
  • Frank Reich entschied sich mit sieben Punkten Rückstand für einen 51-Yards-Field-Goal-Versuch zwei Minuten vor Schluss. Er ging verdienterweise daneben.

 

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